Veni Domine (Schweden) "Tongues" CD
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Mit „Tongues“ erblickt das mittlerweile sechste Album der schwedischen Doomster Veni Domine das Licht der Welt. Das Highlight der Bandhistorie bildete gemeinhin betrachtet bisher sicherlich „Material Sanctuary“, dessen Popularität von der durch diverse Probleme arg gebeutelten Band bisher nicht reproduziert werden konnte. Im letzten Jahr konnte die Band mit „23:59“ allerdings sehr überzeugend auftreten. Das Album rotiert heute noch regelmäßig durch mein Wohnzimmer: Und ich glaube nicht, dass „Tongues“ diese Rolle übernehmen wird. In Sachen Anspruch hat man ganz eindeutig nicht zurückgesteckt. Was der Opener „Scream“ und sein Nachfolger „The bell of a thousand years“ noch mit Doom zu tun haben sollen, weiß ich nicht so recht. Ok, es muss ja nicht jeder Doom spielen. Dann verkauft es aber bitte auch nicht als solchen. Veni Domine haben sich in letzter Zeit sehr viel Nevermore angehört. Die Gesangslinien schreien in den Refrains geradezu nach Warrel Dayne. In den Strophen kann man noch die Queensryche Einflüsse ausmachen, die ich bereits auf der letzten Scheibe entdecken konnte. Absolut fürchterlich ist allerdings das Riffing. Das ist quasi nicht vorhanden. Sehr modern scheppert die Rhythmusgitarre durch die Songs. Dennoch ist „The rider on the white horse“ ein Metal Song aller erster Güteklasse. Fantastische Melodien, großartiges Songwriting. Und bei „Two times“ bekomme ich endlich auch die Doom Dröhnung verpasst, wenn auch nur ansatzweise. Daneben ist mein Anspieltipp das grandiose „Bless my pain“, das recht progressiv daher kommt. Gedoomt wird eigentlich gar nicht. Ok, „Stay with me“ hat ein langsames Tempo. Aber langsam ist nicht gleich Doom. Der Track klingt wie eine Fates Warning / Nevermore (die Balladen) Symbiose. Das ist an sich ein tierisches Lob. Nur wird die Klasse der beiden Vorbilder nicht erreicht. Und dennoch ist der Song geil. Nur eben nicht übergeil.
Das Trio holte sich für die Bassparts diverse Gastmusiker ins Studio, während man sich die Arbeit an den Keyboards wie gewohnt teilte. Insgesamt gefiel mir der Vorgänger besser. Insbesondere futuristische Industrial Experimente wie „You leave me cold“ oder das völlig zerfahrene „Tree of life“ gehen mir sehr auf die Nüsse. Dennoch kommt man an den erwähnten Highlights kaum vorbei. Und der starke Titelsong reißt den Karren schließlich eingermaßen leidlich aus dem Dreck.
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. October
2. Scream
3. The Bell Of A Thousand Years
4. The Rider On The White Horse
5. Two Times
6. Bless My Pain
7. Stay With Me
8. You Leave Me Cold
9. Tree Of Life
10. Tongues
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6.0 Punkte von Christian (am 04.10.2007)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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