Archontes haben ihren Namen nicht zufällig gewählt. Er hat altgriechische Wurzeln und bedeutet "Gouverneur" oder "Lord". Im alten Rußland war Archont der Name für Prinzen, die in ihrer Domäne herrschten. Und so herrschen Archontes auch heute mit ihren zwei Alben in der russischen Symphonic Power Speed Metal-Szene, wobei beim ersten Album "Saga of Eternity" der Schwerpunkt eindeutig auf Power und Speed liegt. Eine CD ohne Ausfälle in der Schnittmenge zwischen Helloween und Blind Guardian auf allerhöchstem West-Niveau, gekrönt von der glasklaren Stimme des Archonten Andrey.
Das nachfolgende Album "The World where Shadows come to life" ist musikalisch über alle Zweifel erhaben, auch wenn sie hier, wie ihre beiden Vorbilder, vertracktere Songstrukturen bieten, was etwas zu Lasten der Eingängigkeit geht, aber das Album dadurch um so spannender macht. Es ist übrigens in zwei verschiedenen Versionen erschienen, mit dunkelgelbem und mit hellblauem Cover. Bei Sichtung solltet Ihr unbedingt bei der blauen Version zuschlagen, denn hinter dem zusätzlichen neunten Song "Bonus track" versteckt sich eine absolut geniale Coverversion von Freddie Mercurys "Living on my own". Bei diesen beiden genialen Alben von dieser Ausnahmeband scheint wohl endlich mal die Herkunft kein Makel zu sein, denn neben einigen deutschen Mailordern ist auch die Metal-Presse aufmerksam geworden und so bekamen Archontes schon ein ganzseitiges Interview in ein oder zwei Magazinen. Würde mich nicht wundern, wenn als nächstes die Label reagieren. Momentan befindet sich die Band jedenfalls im Studio, um ihr drittes Album einzuspielen.
1997 Saga of Eternity CD
1999 The World where Shadows come to life CD
geschrieben am 29.04.2004 von Børge
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musikalischer Background des Verfassers Death Metal, Experimental, Grind, Doom, Sludge, Hip-Hop, Jazz, Prog in allen Varianten
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