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XXX   End Of Green Listening Session   XXX


Nun, es ist zweifellos eine originelle Idee, eine Listening-Session mal nicht in einem sterilen Studio oder einer zugerauchten Kneipe abzuhalten! Im Falle der schwäbischen Düstermelanchorocker End Of Green bot es sich zweifellos an, die Präsentation des neuen, für August anvisierten Albums „Deadend Dreaming“ im Mastersound-Studio in Fellbach bei Stuttgart abzuhalten, jedoch wäre bei all dem Komfort das Originelle, das Besondere abhanden gekommen, was dieser einzigartigen Formation so gar nicht gerecht geworden wäre. Anstelle des heiligen Aufnahmeortes zogen es Silverdust-Boss Achim und Focusion-Iris vor, die Vorstellung des neuen End Of Green-Albums in einer zwar auch heiligen, wenn auch etwas ausgefallenen Location steigen zu lassen: Einer ehemaligen Kapelle am Rande Göppingens (nahe Stuttgart). Hier im „Chapel“ findet neben zahlreichen anderen Veranstaltungen auch das renommierte „Doom Shall Rise“-Festival statt, weshalb der Veranstaltungsort einigen schwerdunklen Anhängern zähflüssiger Lavaklänge durchaus ein Begriff sein sollte.

So fanden sich an einem brütend heißen Samstag Nachmittag, die Thermometer zeigten weit über 30 Grad an, neben zahlreichen Pressevertretern und den eingangs erwähnten Initiatoren auch Mastersound-Inhaber Alex Krull mitsamt Ehefrau Liv Kristine (Leaves’ Eyes) und dem kleinen Sohnemann ein, um aus der Listening Session gleich eine Art Familienausflug zu machen. Warum auch nicht, schließlich war das Wetter herrlich. Doch nicht nur die Wettergötter ließen an jenem Tag besonderes Geschick walten, auch die Ausrichter besagter Listening-Session legten sich voll ins Zeug, um ein beschauliches und stimmungsvolels Ambiente zu zaubern: Viele Tische luden innerhalb der Kapelle zum Verweilen ein, liebevoll dekoriert und jeweils mit dem Cover der neuen End Of Green-Platte versehen, zudem wurde aus dem gesamten Altarbereich quasi ein End Of Green-Schrein inklusive Bandphoto, Kranz und vielen weiteren originellen Einfällen. Doch kommen wir endlich auf die heißersehnte Musik zu sprechen, welche sich nach einer kleinen Rede von Gitarrist Michael Setzer – stilecht mit „Liebe Gemeinde“ beginnend und unter Anderem darüber Aufschluss gebend, dass die Band ihr neues Album an jenem Tag ebenfalls zum ersten Mal komplett auf die Ohren bekommt – ihren Weg durch die Lautsprecher in unsere Ohren bahnte.

Die Songs von End Of Greens fünftem Album „Dead End Dreaming“:

“No Coming Home”

Mithilfe Gothic Rock-Grundpfeilern entfaltet sich gleich zu Beginn der Scheibe ein riffgewaltiger Orkan allerbester End Of Green-Durchschlagskraft. Die unnachahmlichen Vocals des Sängers Michael Huber präsentieren sich im Opener zwar nicht so tief-sonor, dafür um einiges selbstbewusster und volltönender. Der Track endet in einem langsam-schleppenden, durchaus doomigen Part, welcher die Textzeile „LEaving This World Tonight“ lange Zeit nachklingen lässt.

„Dead End Hero“

Der beinahe-Titeltrack steigt ohne große Umschweife ein und präsentiert sich als urtypischer End Of Green-Song mit akustischen Intermezzi, straighten Rock-Einflüssen und einem durchgehend Druck machende und treibenden Takt.

„Speed My Drug“

Gleich zu Beginn: Nein, hinter dem ersten Wort steht kein Komma! Der dritte Song entpuppt sich als kerniger Rocker, der vor allem in Sachen Tempo und Riffing sehr an den Track „Highway 69“ vom letzten Album „Last Night On Earth“ denken lässt. Effektiv gestrickter und mit dem ruhige Strophe/krachiger Refrain-Schema ausgestatteter Rocker, der sich live in die Granaten der Band einreihen wird. Hubers Vocals präsentieren sich gefühlvoll und voluminös, abermals wird die Verbesserung deutlich.

„Cure My Pain“

Zu Beginn steht eine monströse Riffwalze. Bleierne, doomige Schwere macht sich breit, erhält Unterstützung von melancholischen Gitarrenspuren. „Cure My Pain“ verzichtet lange Zeit auf Vocals, mit deren Einsatz wird auch der Song treibender. Wunderschöne Riffs, ein gewisses monotones Feeling machen jenen Track zu einem der ruhigeren des neuen Albums.

„Weakness“

Ein bereits von diversen Gigs bekannter Song, abermals typisch-rockig, Zeitweilen in die Frühneunziger-Alternativrock-Ecke schielend. Viel Groove, etwas Alternative, etwas Gothic Rock und düstere Vocals – ein urtypisch wuchtiger Song.

„Sad Song“

Nach einem aggressiven Ausbruch zu Beginn kehrt Ruhe ein. Beschwörender Gesang ertönt aus dem Off, die Drums stimmen einen langsamen Takt an. „Sad Song“ präsentiert sich als zeitloser Rocker mit gefühlvollem Appeal, dann und wann von ruhigen und besinnlichen Momenten aufgebrochen.

„So Many Voices“

Asynchroner Takt sorgt für Überraschungen, die Wahnsinnsproduktion macht ordentlich Druck, dennoch bleibt der Track hinter den anderen zurück.

„Sickone“

Tiefe, intensiv-klagende Vocals, ein abermals elegischer Einstieg und alsbaldige Steigerung in fräsende Gitarrenmonster sorgen für anerkennendes Nicken seitens der anwesenden Presse. Hubers Gesang tendiert in Richtung Pete Steele und harmoniert vollendet mit dem genialen Track.

„Farewell Song“

Ein für End Of Green-Verhältnisse relativ harter Song rauscht zu beginn aus den Boxen der Chapel, entwickelt sich im Verlauf jedoch zu einem von genialen, melodischen Riffs gesegnetem Kracher mit wahnsinnig eingängigem Refrain und einer gehörigen Portion Druck.

„She’s Wild“

Erinnert an den alten Song „Dying In Moments“. Einer der ruhigeren Tracks, welcher trotz Vocal-Ausbrüchen verhalten und traurig-besinnlich bleibt und somit die einzige „Ballade“ auf „Deadend Dreaming“ darstellt.

„Drink Myself To Sleep“

Ein schöner Titel, welcher perfekten Hintergrund für den massiven Rocker macht, welcher kraft moderner Gitarren und elegischen Melodien dunkle Atmosphäre verbreitet, zu welcher auch das dunkle, einmalige Organ Hubers sein Scherflein beiträgt. Nach einem ruhigen Intermezzo in der Mitte bäumt sich der Track noch einmal auf, um gegen Ende schleppend und mitreißend zu werden.

„All About Nothing“

Grabestiefe Vocals und ein bedächtiger Beginn markieren den Ausklang der Platte. Ein enorm schleppender Takt steigert sich, ergießt sich in erlösenden Gitarrenfluten. Dennoch einer der ruhigeren Tracks.

Fazit: Auch mit „Deadend Dreaming“ beweisen End Of Green, dass sie zu den wirklich einzigartigen und unvergleichlichen Formationen des dunklen Genres zählen. Gothic Rock, Alternative, Rock- und Metal-Anklänge, bei End Of Green fließt alles zu einer intensiven, gefühlvollen und treibenden Melange zusammen, die durch die gänsehauterzeugenden Vocals des Sängers Michael Huber den letzten Schliff erhält. Auch wenn die Schwaben diesmal auf ihre die 10-Minuten-Grenze sprengenden Suizid-Hymnen verzichtet haben, stellt „Dead End Dreaming“ ein weiteres Highlight in der Karriere der Düsterrocker dar. Applaus!
geschrieben am 27.06.2005   von Björn Springorum
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