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XXX   Pre-Listening zur neuen Slipknot. Wie klingt "All Hope Is Gone"?   XXX




Wie, ja wie wird das neue SLIPKNOT-Album klingen, das Roadrunner Records am 22.08. auf die Menschheit loslassen werden? Fahren die Maskenmänner aus Iowa die gleiche Schiene wie auf ihrem Vorgänger „The Subliminal Verses“? Bauen sie die melodisch-eingängigen Ansätze des letzten Albums aus? Oder bewegen sie sich etwa zurück zu den knallharten Zeiten der ersten beiden Alben, spucken Feuer und Schwefel und zelebrieren wieder aggressiven Nihilismus?
Vielleicht hatten einige von euch bereits die Möglichkeit, die erste Singleauskopplung namens „Psychosocial“ oder den für kurze Zeit kostenlos online verfügbaren Titeltrack „All Hope Is Gone“ anzuchecken und einen ersten Eindruck von dem Album zu gewinnen. Metalglory hatte nun exklusiv die Möglichkeit, bereits jetzt den kommenden Longplayer für euch komplett zu hören. Lest im Folgenden also mehr über den Track-by-Track-Ersteindruck der Songs, die euch auf „All Hope Is Gone“ erwarten werden.

1. „.execute.“
Das Intro. Leise beginnt das neue SLIPKNOT-Scheibchen, leise und düster schwelend. In einer sich langsam steigernden Lärmcollage spricht Corey mit verzerrter Stimme bedrohliche Zeilen, die sich schließlich zu einem aggressiven Ausbruch und dem Beginn des ersten richtigen Songs steigern.

2. „Gematria (The Killing Name)“
Gleich mit dem ersten Song will der wütende Neuner klarmachen, dass SLIPKNOT auf dem Programm steht und damit auch das, was man von SLIPKNOT kennt. Hier wird kein trendiger Sonstwas-Metal geboten, sondern mit aggressiven Riffs, stampfendem Drum- und Percussion-Sound und immer wieder eingebetteten Blast-Parts entwickelt sich ein steter Wechsel zwischen Blast und Groove. Man bekommt ein thrashiges Gitarrensolo zu hören und Corey brüllt sich wie gewohnt die Seele aus dem Leib. Wie eine einleitende Kriegserklärung beschwört er im Refrain immer wieder: „We’ll burn your cities down!“ Na dann mal los.

3. „Sulfur“
Mit dem folgenden „Sulfur“ kriegt man gleich eine weitere potentielle Single um die Ohren gehauen. Trotz des fetten Death Metal-Blasts am Anfang und dem treibenden Drumming bekommt der Song schnell einen sehr rockigen Einschlag und durch Coreys cleanen Gesang im Refrain setzt sich die Gesangsmelodie geschwind im Hirn fest. Hier findet sich tatsächlich ein erster Song, der trotz typischer SLIPKNOT-Trademarks durch Coreys Gesang und den rockigen Grundtenor einen starken Einschlag Richtung STONE SOUR vornimmt.

4. „Psychosocial“
Das sich anschließende „Psychosocial“ ist die erste Single des Albums, zu der man auch bereits einen Videoclip am Start hat. Statt euch mit Beschreibungen zu langweilen, könnt ihr euch im Mediaplayer von Roadrunner unter
http://www.roadrunnerrecords.de/page/Media
ein eigenes Bild machen. Für mich persönlich ein guter Song mit einem klasse Ohrwurmpart im Refrain, im Ganzen als erste Single aber etwas enttäuschend.

5. „Dead Memories“
Die toten Erinnerungen beginnen fast wie eine rockige Halbballade, die in der Bridge das bekannte abgehackt-aggressive SLIPKNOT-Riffing aufweist und mit einem (wieder) sehr eingängigen Refrain ebenfalls Potential für eine Single besitzt. Corey singt fast durchgängig clean und der Song steigert sich nach einem Gitarrensolo über einen ruhigen Part zu einem rockigen Ausbruch als Finale. Wieder ein Song, der sehr stark nach STONE SOUR riecht.

6. „Vendetta“
Nach einem erneuten Blast-Ausbruch wie ihn CANNIBAL CORPSE nicht besser hinkriegen könnten, steigert sich „Vendetta“ von clean-rockigen zu aggressiven Vocals und überrascht mit einem sehr rockigen Refrain inklusive eingestreuter „Hey“-Shouts, die den Song plötzlich stark nach MARILYN MANSON klingen lassen. Von einer klagenden Gitarrenmelodie begleitet fragt Corey: „Are you ready for the time of your life?“ Aber sicher doch, Corey, leider aber nicht unbedingt mit diesem Song… Trotzdem interessant und solide.

7. „Butcher’s Hook“
Vielleicht einer der ungewöhnlichsten Songs auf dem Album, denn hier gehen die Amis mal in eine etwas andere Metal-Richtung. Mit astreinem MESHUGGAH-Riffing versehen, arbeiten sich die Herren durch einen Song, der vor technischen Neo-Thrash-Ansätzen nur so strotzt und trotz des typischen SLIPKNOT-Sounds in Punkto Songwriting eine unglaubliche Nähe zu den Schweden herstellen lässt. Konsequent wird dieser Ansatz den ganzen Song über verfolgt, man bekommt zwischen den wabernden MESHUGGAH-Riffs wieder ein ordentliches Gitarrensolo serviert und Corey wechselt von rauen Vocals in der Strophe zu einem etwas merkwürdigen Refrain mit cleanem Gesang.

8. „Gehenna“
Langsam, fast schon doomig rockend beginnend, liegt mit „Gehenna“ der erste und einzige Song vor, der durch die verlorene Instrumentierung in der Strophe und Coreys depressiv-psychotischen Gesang sehr stark an die kranke Atmosphäre á la „Iowa“ erinnert. Von einzelnen Wutausbrüchen gebeutelt, steigert sich „Gehenna“ in einen melodischen Refrain mit ungewohnt hohen Tönen von Corey. Ein kaputtes aber atmosphärisches Stück, das das Flair eines depressiven ALICE IN CHAINS-Songs versprüht.

9. „This Cold Black“
Nach drei relativ ungewöhnlichen Tracks kommen die Neune wieder zu Altbekanntem zurück. „This Cold Black“ gibt von Anfang an ordentlich auf die Fresse und stellt ohne cleane Vocals, mit aggressiver Grundstimmung, fetter Percussion und zwischen groovig und treibend wechselndem Geknüppel einen typischen SLIPKNOT-Song dar. Vielleicht gerade deswegen ein solides, aber eher unspektakuläres Stück ohne nennenswerte Besonderheiten.

10. „Wherein Lies Continue“
Der folgende Track beginnt wie ein stampfendes Groove-Monster mit drückender Percussion und wütendem Gepöbel. Bis zum Refrain hält sich diese aggressive Stimmung, dann gibt es allerdings wieder sehr melodische Vokalmelodien, die das zermalmende Finale aber trotzdem nicht abwenden können. „Wherein Lies Continue“ hat immer noch nicht die Qualität wie einige der vorhergegangen Songs, kommt aber schon besser als „This Cold Black“ daher und setzt die Signale für eine Steigerung zum Ende.

11. „Snuff“
Auch auf „All Hope Is Gone“ haben sich SLPKNOT getraut, wieder eine Ballade zu verewigen. „Snuff“ beginnt mit wundervoll verlorenen Vocals, die von einer Akustikgitarre begleitet werden. Nach dem ersten Refrain setzen die anderen Instrumente vorsichtig und etwas zurückhaltend mit ein und es wird zeitweise mit einem Gitarreneffekt gearbeitet, der stark an den Sound einer Hammond-Orgel erinnert. Ein sehr schöner Song, der Coreys Stimme voll zur Geltung bringt, insgesamt aber wieder mehr an STONE SOUR als an die psychotische Stimmung von z.B. „Vermilion pt.2“ erinnert.

12. „All Hope Is Gone“
Den Abschluss gibt es schließlich in Form des Titeltracks zu hören. „All Hope Is Gone“ weist nach einem erneuten Blast-Anfang einen verdammt starken Groove auf und dürfte sich mit seinem Mitgröhl-Refrain zu einer neuen SLIPKNOT-Livehymne entwickeln. Von dem Song selbst überzeugen könnt ihr euch schon jetzt – nämlich wieder im Mediaplayer von Roadrunner:
http://www.roadrunnerrecords.de/page/Media


Fazit:
Das ca. 59-minütige Monster namens „All Hope Is Gone“ dürfte die Erwartungen vieler Fans erfüllen können, obwohl die einigen Songs anhaftende, sehr starke musikalische Nähe zu STONE SOUR vielleicht ein paar Leuten sauer aufstoßen wird. Auch wenn SLIPKNOT ihre typischen Trademarks noch immer in die Songs einbringen und ein paar Parts nach Brutalität klingen, wie man sie zuletzt auf „Iowa“ zu hören bekam, so kann man dem Album trotzdem anhören, dass Corey und James in den vergangenen eineinhalb Jahren sehr viel mit STONE SOUR zu tun hatten und sich der rockige Sound des ursprünglichen Nebenprojekts bei der Maskerade aus Iowa eingenistet hat. „All Hope Is Gone“ greift also auf sowohl Vergangenes, als auch Gegenwärtiges zurück, um einen Bauplan für die Zukunft von SLIPKNOT zu entwickeln. Dabei gibt es in knallendem und druckvollen Sound (sogar die teilweise noch vorhandenen Rough Mixes ballerten bereits wie fertig produziert) einige verdammt starke Stücke zu hören, ein paar Experimente zu begutachten und ein oder zwei Lückenfüller auf Dauer zu skippen. Für eine nähere Begutachtung müsst ihr euch nun leider bis zur Veröffentlichung und einer näheren Rezension gedulden. Hoffentlich hat euch dieser kleine Einblick in einen einzelnen Hördurchlauf aber ein ungefähres Bild von dem verschafft, was ihr am 22.08. erwarten dürft – ganz sicher keine Enttäuschung.




Mein bester Dank für das Pre-Listening geht am Ende noch an Anna von Roadrunner.



geschrieben am 28.07.2008   von Gorlokk
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