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XXX   KONZERTERLEBNISSE   XXX
Metallica in Bremen der etwas andere Bericht...

Nennen wir es: „Eine tolle Geschichte, die sich zugetragen hat“

Nun mein letztes Konzerterlebnis, welches ich an dieser Stelle euch mitteilen möchte. Warum? Da ich die Erlebnisse, die ich mal wieder erfahren musste sehr amüsant fand......... im nachhinein.

Nein, dies soll kein offizieller Livebericht über das Konzert im Weserstadion vom 16.06.2004 sein. Viel mehr möchte ich meine Zeilen als freier Mitarbeiter nutzen, um etwas von der „besonderen Gesellschaft“ auf einem solchen (für meine Begriffe Metal-)Konzert loswerden. Warum? Tja, vielleicht damit endlich eine Klassifizierung der „untoleranten Leute“ anfängt, um in Zukunft solche Prolleten-Charts-Disco-Hörer und einzig und allein „Nothig Else Matters-Kenner“ (weil es die Mami zum Einschlafen angelassen hat) auf Metalkonzerte nicht vorzufinden.
Trotzdem muss ich als Vorwort ein wenig über den Verlauf und die Bands loswerden. Ich denke, dass man dann dadurch meine „tolle“ Erfahrung noch besser nachvollziehen kann.

Da komme ich gerade beim Weserstadion an (an dieser Stelle ein großer Dank an meine Arbeitskollegin Ch.S.), und muss feststellen, dass In Flames ihr vorletztes Lied spielen. Die Zeit zeigte gerade mal 17.40 Uhr an. Tja, gemäß der Eintrittskarte war Beginn ca. 18.00 Uhr! Also, irgendwie haben sich da die Superveranstalter, von ach so tollen Mainstream-Konzerten gedacht, dass ja die Leute sowieso nicht lesen können und man kann ja ruhig eher anfangen, als es eigentlich vorgesehen war. Na ja, ich denke, dass sie bei der bestimmten Gruppe von Leuten auch recht behielten, was das Lesen betrifft.
Vielen Dank für diese Verarsche an die Veranstalter.
Egal, das Publikum blieb trotzdem unbeholfen und die meisten wussten nichts damit anzufangen, was die „Langhaarigen“ mit „schwarzer Kleidung“ auf der Bühne doch sollen. Nur die richtig, echten und harten Metalfreaks, die die ganz vorne ihre Köpfe rollten, konnten sich von den Schweden überzeugen lassen, auch wenn der Sound wirklich zu wünschen übrig ließ.

Egal, als nächstes kamen die tollen „Masken“ aus Iowa auf die Bühne. Diese haben lediglich die „jungen“ Leute begeistert, so schien es mir zumindest. Warum sind diese „bösen 666er“ so erfolgreich? Ist es diese Jugendrebellion gegen Eltern, Kirche, Schule etc.? Ich möchte die Musik nicht in Frage stellen, aber was diese „Verkleidung“ eigentlich soll? Na ja, hat bei Kiss damals ja auch funktioniert und keiner hat es verstanden, was der „Schwachsinn“ soll. Jedoch ist das ganze ja nichts im Vergleich zu dem tollen Pandapaintig. Aber auch egal, wir leben in einer freien Welt (mehr oder weniger!), insofern hat jeder eine freie Meinung und vor allem seinen Musikgeschmack; zum Glück! Der Sound war bei den ersten Songs der Amis auch vollkommen daneben und ich befürchtete, dass sich dies auch bei Metallica fortsetzen könnte. Zum Glück ist dies jedoch nicht eingetreten.
Nach einer wirklich sehr langen Umbaupause ertönte das Intro „The good, the bad and the ugly“ mit Auszügen aus dem gleichnamigen Film. Und das war der Anfang, der SUPERLATIVE, was die Musik angeht! An sich war wirklich alles super, der Sound, die Pyro-Effects (auch wenn es ruhig etwas mehr hätte sein können) und die Kameraführung für die Leinwände war auch sehr professionell. Da weiß man mal wieder wo das Geld steckt. Die Songauswahl war auch nicht schlecht, wenn nicht zu sagen „überragend“. Hier ein paar Leckerbissen, die ja in den letzten Jahren nicht so oft gespielt wurden: „Leper Messiah“ (JA, es ist wirklich wahr!), „The Wait“ (WAHNSINN), „Holier Than Thou“, „No Leaf Clover“ oder „Figth Fire with Fire“ (SHIT, das war der absolute Killer!). Und genau diese ganzen Vielfalt an guten Songs und ständigen Wechsel von Show zu Show macht diese Band zu etwas, was man einfach nicht beschreiben kann. Auch wenn ich für meinen Teil auch gerne auf die jeweiligen Charts-Songs verzichtet hätte, so kann ich es auch verstehen, dass auch Metallica sich an die MASSE zu richten hat, schließlich hatten diese Leutchen auch einen Anteil, dass sie zu Millionären wurde. Doch schade, dass diese Leutchen bloß genau das schwarze Album kennen, bzw. einzig und allein die Maxi-Singles. Enttäuschend war auch die Tatsache, dass bloß zwei „St. Anger“ Stücke vorgestellt wurden. Aber egal, kommen wir zu meinem eigentlich Anliegen.

Es ist schon erstaunlich, dass es Menschen gibt, die bei einem Metalkonzert die Augen verdrehen und es wirklich nicht glauben, dass es tatsächlich Metalfans gibt, die auch lange Haare haben (weibliche Fans nicht mitgezählt)! Und genau diese Form der Menschen, die leider die meisten aus der Gesellschaftsschicht darstellen, waren es, die mich anpöbelten, weil ich „Headbangig“ betrieb. U.a. natürlich bei „Figth Fire with Fire“, „Master of Puppets“ und eigentlich jedem anderen genialen Song. Abgesehen davon, dass die meisten im Publikum wohl nicht wussten und wohl bis heute nicht wissen, was das überhaupt ist (ich meine das Headbanging), es buchstabieren oder beschreiben können, so muss ich wirklich sagen, dass es echt traurig ist, diese Leute bei solch einem Gig reinzulassen.
Da wurde ich doch tatsächlich angemacht und das von so einem undefinierbaren Nichts, sofern ich dies auf die schnelle überblicken konnte *). Das ganze natürlich tatsächlich während des Genusses meiner Leidenschaft zur Musik. Unfassbar!!!
Er bzw. es hat mich tatsächlich wie ein Mädchen in der ersten Klasse an den Haaren gezogen (ich wiederhole: AN DEN HAAREN GEZOGEN!) und gemeint mit etwas „fies bedrohlicher Stimme“:

„Meinst Du nicht, dass das etwas zu heftig ist?“ (ohne Scheiß Leute, das ist der reale Wortlaut)

F..., da bin ich fast ausgeflippt. Natürlich wurde ich nicht gewalttätig, wer mich kennt, wird wissen warum, aber ich dachte ich bin in einem Musical von Britney (?) bzw. Janette (?) oder so ähnlich.
Was will eine solche Person (darf man so einen als Person bezeichnen?) bei einem Konzert wie diesem?
Will er etwas mit seiner tollen Jacke und solchen Sprüchen beweisen?
Er hat bestimmt passend einen alten für ihn typischen Audi 80 und will dann auf seinen Runden durch seine Heimatstadt – wohl irgendein Dorf für ganz schmierige TV-Junkies – düsen und angeben, dass er von nun an Rocker ist und auch mal Bands wie M Ä T A L I E G A und S C H L I B N O D gesehen hat. Natürlich ist er dadurch der Held in seinem Dorf.

Ich möchte dazu bemerken, dass ich kein Pogo oder die mega-heftige Ausbrüche (wie es manchmal auch der Fall sein kann) beim „Tanzen“ betrieb. Es war lediglich nur das Headbanging. Warum auch nicht, denke ich, schließlich bekommt man solche Klassiker einer wirklich an sich frischwirkenden Band, nicht jeden Tag um die Ohren gehauen; unabhängig von der Tatsache, dass vor allem James wirklich alt geworden ist und man es ihm deutlich ansehen kann.

Und ihr werdet es nicht glauben, aber es war nicht die einzige „Person“, die sich solche bzw. ähnliche Sprüche geleistet hat und so verwundert guckte, als ob sie noch nie eine Luftgitarre oder gar lange Haare bei Männern gesehen hatte.
Nach genauster Rückfrage bei Gleichgesinnten meinerseits (ja, da gab es tatsächlich ein paar Wenige), die ebenfalls in Bremen dabei waren, mussten diese auch solche und ähnliche Erfahrungen durch sich ergehen bzw. gefallen lassen.

Aber im Großen und Ganzen nehme ich es dem Typen (und den anderen Disco-Fieber-Charts-TV-Media-Abhängigen-Superstar-Zuschauern) nicht übel und bin nicht sonderlich sauer, dass sie so reagiert haben. Schließlich können sie ja nichts dafür, wenn sie eine sehr schlechte Erziehung in Sachen Musikgeschmack und Musikerlebnis genossen haben. Aber ich hätte schon erwartet, dass sie sich zumindest etwas entfernen, wenn sie es für zu heftig einstufen, wenn jemand bei einem METALkonzert seinen Spaß haben möchte, auf die natürlichste Weise, die ein Metalfreak, jedes mal auslebt!!! Ist ja schließlich ein Konzert und kein Candle-Light-Dinner. Oder?

Tja, also, ich hoffe, dass in der Zukunft nur „normale“ Metaler auf coole Konzerte eingelassen werden..... na ja, da dies nie bei solchen Mainstream-Megastars eintreffen wird, muss ich mich doch bloß nur auf die kleinen, aber doch immer wieder feinen Gigs einstellen und diese weiterhin bevorzugen. Es geht ja bei den „Großen“ eh nur um das liebe kapitalistische Geld; denn in der heutige Zeit, wo jeder meckert und für alles kein Geld hat ist es den „Menschen“ doch nicht egal, wie teuer eine Karte oder gar das Merchandise (T-Shirt von Metallica ab 35 Euro!!! Leute: EURO, nicht DM!! Und ihr werdet es nicht glauben, aber es gab „Menschen“, die es gekauft haben!) ist.

Ich kann nur eins sagen: Ich glaube ich dürfte kein Türsteher werden! Aber ich verstehe diese Türsteher jetzt noch besser, schließlich achten sie darauf, dass so „undefinierbare“ Leute, die vollkommen keine Ahnung haben und wohl auf Krawall aus sind, nicht überall rein sollten.


Ich eröffne hiermit eine Gesprächsrunde für alle, um auch von anderen Erlebnissen ähnlicher Art oder halt reiner Konzerterlebnisse, die aber nicht als Livebericht herhalten sollten, erzählen.


Also, vielleicht habt ihr auch andere Erfahrungen. Schreibt uns einfach!



*) mit seiner weißen Daunenjacke und furchtbar tollen kurzhaar-pello-frisur sah er aus, wie der letzte überhaupt lebende, der kein richtiges Wort deutsch kann – in Fachkreisen auch „Önriggo“ bzw. "Freddie" genannt; Aber ich würde es mir nicht erlauben, jemanden persönlich wegen so etwas anzugreifen oder zu beurteilen. Jedoch finde ich es schon als sinnvoll dies zu beschreiben, um sich ein Bild aus der Situation zu machen. Ihr wisst ja, es ist so wie mit der Musik. Jeder hasst dieses Schubladendenken (außer den Normalos, die nur Chartskacke hören), aber wir alle verwenden die Begriffe, um es halt den Leuten etwas einfacher zu machen sich etwas darunter vorzustellen.







geschrieben am 23.06.2004   von Arturek
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