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XXX   KONZERTERLEBNISSE   XXX
Das Manson Konzert aus Sicht von HADES!!!

Im Rahmen einer Vorstellung des neuen Printmagazins ABDITUS VULTUS (siehe Rubrik "Reviews") hatte ich das Vergnügen mich auch u.a. über ein etwas anderes Konzerterlebnis zu "amüsieren". Da das Magazin auf ganze 185 Stück limitiert ist, wird wohl nicht jeder die Chance dazu haben dies als Printausgabe zu lesen. Aus diesem Grund präsentiere ich euch mit freundlicher Unterstützung der Macher vom ABDITUS VULTUS-Magazins nun diesen Konzertbericht. Viel Spaß

ABDITUS VULTUS präsentiert: Mary Manson und Dr.Hades in „Ein polemischer Rückblick auf das schlimmste Konzerterlebnis 2003“

Am 14. Juni letzten Jahres lud Mrs. Marilyn Manson zu völlig überteuerten Kartenpreisen in die Dresdner Messehalle. Zwar hätte man sich die knapp 40 Steine schon von vornherein sparen sollen; aber medienverseucht, wie man nun mal ist, schien es durchaus sittsam, Amerikas ach so böses Gewissen einmal live zu erleben. Ähnlich dachten um die 10.000 andere Gernegroß-Rocker mit fraglichem Musikgeschmack, von denen wiederum mindestens die Hälfte so geschminkt war wie der vergötterte, einstige Brillenträger aus Herrn Klemms Lieblingsserie „Wunderbare Jahre“. (Hmmm, nicht schlecht Herr Psychologe – die Serie hab ich früher tatsächlich verfolgt – ed.)

Egal! Die erste Vorband nannte sich Sulpher, kam aus England, spielte ne interessante Industrial-Metal-Mischung – und es war die musikalisch und soundtechnisch beste. Wenngleich auch jene, die am kürzesten gespielt hat, was wohl daran lag, dass der Sänger wie Mutter Theresa auf Speed über die Bühne raste, den Mikroständer demolierte und zur Vermeidung von größeren Schäden vor sich selbst bewahrt werden musste.

Hernach folgten die von der tauben deutschen Schwarzen Szene zu Lieblingen erkorenen Terminal Choice – und die sollten sich endlich in Terminal Scheiß umbenennen: Der dickliche Berliner Wicht kann und kann und kann einfach nicht singen! Und wenn eine ursprünglich elektronische Band auf der Bühne lediglich auf wirres Gitarrengeschrammel setzt, dann bewegt sich das Ganze zweifellos über die sich beispielsweise auch beim Trashmetal-Hören unweigerlich einstellenden Schmerzgrenze hinaus. Eigentlich hätte man den „Sänger“ sofort niederknüppeln und in einer Geschlossene Anstalt internieren müssen, denn wer pathostriefende Floskeln a la „The Sky Is Dark, There Is No Sun“ verbricht, gehört lediglich auf die Bretter, die die Valiumspritzen bedeuten. Das Schlimmste aber ist ja, dass es in dieser pseudo-intellektuellen Schwarzen Szene Gestalten gibt, die die Musik dieser Unband mögen – Blinde und Taube durchweg!

Dass die so mistig klangen, daran hätte sich mit Sicherheit auch nichts geändert, wenn die Pfuscher vom Sound ihr Handwerk verstanden hätten. Im Endeffekt waren bei jeder Band inklusive Mrs. Manson kaum viel mehr als die Drums und die Stimme zu hören, der Rest war Soundbrei. Am schlimmsten hatten unter diesen unfähigen Stümpern dann auch die mexikanischen EBM-Heroen von Hocico zu leiden, denn hier klang die Stimme nur zweimal für ein paar Sekunden so wie gewohnt. Dann legten die Gogo-Trolle von der Technik aber auch gleich wieder dieses unsägliche Standard-Delay drüber; und als dann für mehrere Minuten und auch noch wiederholt das Mikro ausfiel, begannen meine Hämorrhoiden zu platzen.

Vor Frustration in den Kilt gemacht habe ich mir dann bei Disturbed, deren Nu-Metal-Gedöns einfach unerträglich war. Und das Gejaule des Sängers, der im Gegensatz zu dem von Terminal Scheiß immerhin vier, fünf Töne mehr beherrschte, rief Erinnerungen an Herrn Klemms Lieblingsband Bon Jovi wach. Unsäglich, schlicht und einfach unsäglich!

Alles in allem haben sich Mrs. Manson und die Veranstalter gehörig vergriffen, was die Auswahl der Vorbands anging! Apropos Veranstalter: Es ist mir nach wie vor ein Rätsel, warum selbige nicht in der Lage waren, öfter den Schalter für die Belüftungsanlage, die ja in der Dresdner Messehalle vom feinsten sein dürfte, zu betätigen. Wahrscheinlich wäre zu wenig Reibach abgefallen, wenn diese Kommerzberserker eine noch fettere Stromrechnung hätten bezahlen müssen. Dementsprechend verlagerten sich die Tropen also nach Dresden, und das Publikum schwitzte leise vor sich hin! (Wenn ich da nicht mittendrin gestanden hätte, hätte ich das diesen geschminkten Fans, die allesamt nicht sonderlich schwer an der Bürde zu tragen schienen, nicht um das eigene Geschlecht zu wissen, durchaus gewünscht!)

Dass die Veranstalter dieses Publikum so schnell wie möglich loswerden wollten, zeigte sich übrigens auch daran, dass 10 Minuten nach Konzertende um die 20 Securities damit begann, mit einem Absperrband die Halle von lästigen Asozialen zu säubern, indem sie diese vor sich hertrieben. Und kurze Zeit später befahlen diese Kasper den in der Halle befindlichen Bierständlern im Nazi-Tonfall, gefälligst mit dem Ausschank aufzuhören. Am liebsten hätte ich denen mein achtes Bier über’n Latz gekotzt.

Wie auch immer; die Pause zwischen Disturbed und Mrs. Manson verkürzte sich unser Grüppchen, indem es – Provokation auf urdeutsch – „Santa Maria“ und „Griechischer Wein“ anstimmte, was von den umstehenden, humorlosen Zombies leider nur mit tumben Kopfschütteln quittiert wurde. Und dass das Gedränge im Zombiewald selbst in der Pause immens war, zeigte sich daran, dass einer von denen seine sturzbesoffene Freundin durch die Massen zu schleusen versuchte und in seinem Wahn meine Hand ergriff, anstatt seine Olle zu betatschen und das erst merkte, als ich ihm kräftig eins auf die Pranke gab. Der musikalische Pausenfüller war übrigens Ramstein, Ramstein und vor allem Ramstein – spätestens nach dem dritten Durchlauf von „Bück dich“ war mir so zu Mute, wie Herrn Klemm beim Seife-Aufheben beim Bund, nämlich zum heulen.

Ach ja: Und dann spielte ja noch Mrs. Manson – und zwar sage und schreibe 70 Minuten. 70 Minuten, keine Zugabe! So verarscht worden war ich lange nimmer! Nuja! Der Sound war, wie gesagt, räudigst; alle „Hits“ wurden gespielt; dieses dürre Männchen hampelte über die Bühne wie Eminem mit Analdildo und rotzte mehrmals ins dankbare Publikum; bei irgendeinem Song regneten im Stile des Musikantenstadls rosa Papierschnipsel von der Hallendecke; das vorgeblich gesellschaftskritische Micky-Maus-Käppchen trägt Mrs. Manson sicherlich auch daheim bei Muttern; die Riefenstahloptik der Deko ist allerhöchstens im prüden Amerika anstößig; und leider trugen die beiden halbnackten Tänzerinnen nur Genitalattrappen – alles in allem war, der geneigte Leser wird’s erahnt haben, der gesamte Abend (bis auf „Santa Maria“ natürlich) große, riesengroße Scheiße!

Abschließend aber noch herzliche Grüße an jenen Fan, der in den Genuss kam, das Mikro, das Mrs. Manson mit voller Wucht ins Publikum schleuderte, an die Birne zu kriegen. Ich hoffe, die Platzwunde eitert noch immer! Salve!
Hades
mehr: http://www.abditus-vultus.com/
oder Review: http://www.metalglory.de/reviews.php?nr=1312

geschrieben am 23.06.2004   von Arturek
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