Das Originalreview mit Cover, Bandinfos, Links sowie eine Druck- und Versandversion ist hier nachzulesen:
http://metalglory.de/reviews.php?nr=18520
Jerusalem "Escalator"
Reviewtext: Den meisten wird Jerusalem nichts sagen und auch mich kann ich dabei nicht ausschließen. Dem Promosheet zufolge handelt es sich um eine Band, die 1971 ein Deep Purple orientiertes Album aufgenommen hatte, sich aber bereits 1972 auflöste. Das Album wurde dann 2004 von Universal Japan wieder veröffentlicht und so entschlossen sich die beiden Ur-Mitglieder Lynden Williams (Vocals) und Robert Cooke (Gitarre) dazu, die Band aufleben zu lassen. Da aber Rhythmus-Gitarrist Bill Hinde bereits 1975 bei einem Autounfall ums Leben kam, war an eine Originalbesetzung zwangsläufig nicht mehr zu denken und so entschlossen sich die beiden Recken dazu, sich mit Könnern ihres Fachs zu umgeben, namentlich Dave Meros am Bass, Nick D’Virgilio (beide Spock’s Beard) und Geoff Downes (Asia) an den Keyboards, um ein neues Werk einzuspielen. Heraus gekommen ist eine Reminiszenz an die 70er wie es eindeutiger nicht ausfallen konnte und man hat stellenweise das Gefühl ,die Zeit wäre stehen geblieben. Sicherlich ist alles mit einer zeitgemäßen Produktion versehen, aber die Songs atmen förmlich die 70er ein und auch wieder aus, das es ein wahre Freude ist. Zudem passen die Songs ausgezeichnet in die derzeitige Phase des Auflebens der 70er, was auch durch die Coverversion von Alex Harvey’s „Faith Healer“ deutlich wird. Auch von songschreiberischer Warte aus betrachtet haben die Songs alles, was Songs brauchen um den „Test Of Time“ zu bestehen. Manche Momente erinnern an Deep Purple, andere wiederum an die glorreichen Uriah Heep zu Ken Hensley Zeiten. Ein tolles Album. Hoffen wir mal, dass wir auf einen Nachfolger nicht wieder knapp 40 Jahre warten müssen. Manchmal kann man doch immer noch wieder großes entdecken und da gehören Jerusalem mit Sicherheit dazu.
Fazit: Augen schließen und abtauchen in die Welt der 70er Hardrock-Sounds.