Das Originalreview mit Cover, Bandinfos, Links sowie eine Druck- und Versandversion ist hier nachzulesen:
http://www.metalglory.de/reviews.php?nr=20397
Dark End "Assassine"
Reviewtext: Und wieder mal Symphonic Black Metal. Ich werde wohl nie verstehen, wie man nach mindestens 10 Jahren musikalischer Stagnation immer noch weißangemalte Pseudo-Schwarzmetaller in Gothic-Klamotten, deren Musik sich so anhört, wie die Herren aussehen, interessant finden kann, aber die Musik wird immer noch von sowohl Musikern wie auch Fans am Leben erhalten. Insofern werden wohl auch in Zukunft noch Scheiben wie DARK ENDs "Assassine" veröffentlicht werden und irgendwo sicherlich auch noch etwas Anklang finden.
"Assassine" liegt dabei sogar ein interessantes Textkonzept zugrunde: Man beschäftigt sich in jedem Song mit einer anderen weiblichen Mörderin der letzten 350 Jahre Menschheitsgeschichte.. Sicherlich auch nichts Neues für diesen Musikstil (siehe "Cruelty and the Beast" von CRADLE OF FILTH), trotzdem aber schon mal fundierter und durchdachter als viel Geschreibsel von Szenekollegen.
Rein objektiv betrachtet liefern die Italiener auch musikalisch gar keine schlechte Arbeit ab. Viel Keyboard-Pomp, sägende Gitarrenmelodien, Vocals von Geschrei bis gruseligem (uuuuaaahhh) Flüstern und eine leichte Thrash-Note beschreiben die Songs auf "Assassine" wohl ganz treffend. Sicherlich klingt das alles ziemlich stark nach den oben erwähnten Engländern oder ein paar norwegischen Chartstürmern in alten Zeiten, ohne das jedoch jemals die Klasse der Vorreiter erreicht wird. Rein technisch und in Punkto Songwriting wissen die sechs Herren aber deutlich erkennbar was sie machen und liefern für Fans des symphonischen Black Metals wohl ein gefundenes Fressen ab. Diese dürfen dann auch gerne mindestens ein Punkt auf meine Wertung aufrechnen.
Line-Up:
Animae - Vocals
Imajes - Guitars
Ashes - Guitars
Antarktica - Keyboards
Specter - Bass
Valentz - Drums