Das Originalreview mit Cover, Bandinfos, Links sowie eine Druck- und Versandversion ist hier nachzulesen:
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Infernal Overdrive "Last Rays Of The Dying Sun"
Reviewtext: Für viele Bands der Neuzeit scheint das Rad der Zeit stillzustehen oder sich zurückzudrehen. Wie sonst ist es zu erklären, dass sich so viele Bands der heutigen Zeit in den guten alten Sounds der 70er Jahre tummeln. So auch die New Jersey Rocker von Infernal Overdrive. Steht das Label Small Stone sonst eigentlich eher für Stoner- und Doom Mucke, so weiten sie ihr Augenmerk mehr und mehr auf Bands aus, die einerseits die raue Seite der Stoner Bands aufweist und auf der anderen Seite kein pures und langweiliges Plagiat bereits vorhandener Acts abgibt.
Auf „Last Rays Of The Dying Sun“ finden sich nicht wirklich neue Sounds, aber die acht Songs tummeln sich irgendwo zwischen Grand Funk Railroad, MC5 und einem Hauch Rose Tattoo. Klar sind sie von der Relevanz und auch von der Perfektion her noch ein kleines Stück von den genannten Bands entfernt. Bedenkt man aber, dass es sich hier um einen Einstand handelt, so kann man der Band durchaus Potential attestieren. Und ein Album mit 45 Minuten Laufzeit zu produzieren, ohne dass Langeweile auftritt, ist auch nicht jeder Band vergönnt. Selbst die Cover-Version des alten Ace Frehley Klassikers „Rip It Out“ vermag die Band so zu verwandeln, dass man meinen könnte, der Song wäre von ihnen geschrieben. Das echte Highlight aber haben sich die New Jersey Boys bis zum Schluss aufgehoben. Mit „Motor“ zeigt die Band ihr wahres Gesicht und rockt und rollt sich durch knapp 14 Minuten, dass es eine echte Freude ist.
Auch wenn noch nicht alles perfekt sitzt, so ist doch zu erkennen (und auch anzuerkennen), dass sich die Band Mühe gibt und auch mit dem nötigen Herzblut zur Sache geht.
Fazit: Für Freunde der Siebziger eine kleine Entdeckung wert.