Das Originalreview mit Cover, Bandinfos, Links sowie eine Druck- und Versandversion ist hier nachzulesen:
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Kvlt of Hiob "The Kingly Mask"
Reviewtext: Mit ihrer selbstbetitelten Promo lieferten Kvlt of Hiob bereits einen vielversprechenden Vorgeschmack auf "The Kingly Mask". Doch so spannend die beiden darauf enthaltenen Lieder auch klangen - niemand konnte ahnen, was für ein Monster sie mit ihrem Debüt entfesseln würden.
Selten habe ich ein Album mit solch einer dichten Atmosphäre gehört. Rohe Riffs treffen auf verstörende Cleanpassagen und tiefschwarze Black Metal-Ausbrüche. Dies wurde in einen wirklich geilen Sound verpackt, welcher herrlich ursprünglich klingt. Darüber thronen die absolut unmenschlichen Vocals von Human Antithesis, welcher sich voller Hass und Verzweiflung die Seele aus dem Leib brüllt. Definitiv die eindringlichsten Schreie, die ich seit langer Zeit auf einer Black Metal Scheibe gehört habe. Ein absolutes Wiedererkennungsmerkmal der Band! Generell wird im stimmlichen Bereich viel Abwechslung geboten: Von geheimnisvollem Flüstern über Mönchsgesang und Klagerufe bis hin zu Sprachsamples gibt es einiges zu entdecken. Im Killertrack "Witches Wine" versucht man sich sogar an Klargesang. Rein technisch gesehen ist dieser zwar nicht perfekt, jedoch fügt er sich durch seine ungewöhnliche Art wunderbar in das Lied ein. Zusammengehalten wird "The Kingly Mask" von stimmungsvollen Zwischenstücken und Soundcollagen wie "Le Moine" oder "Ultima Tempestas". So eingebettet wird das bereits bekannte, leicht gekürzte "Sacrament" auf ein völlig neues Level gehoben. Es greift einfach alles ineinander und bildet so ein unheimlich intensives Gesamtwerk.
Wer auf die düstere, eigenwillige und okkulte Atmosphäre von Bands wie Mystérion oder Jumalhämära steht, der wird mit Kvlt of Hiob einen weiteren Favoriten finden. Die Band besitzt Charakter und eine völlig eigene Vision vom Schwarzmetall. Gerade das macht Kvlt of Hiob so besonders, da ihr Sound auf gesichtsloses Standardgeschrammel verzichtet und gleichzeitig einen enormen Tiefgang erreicht, ohne sich an modernen Post Black Metal anzubiedern.