Das Originalreview mit Cover, Bandinfos, Links sowie eine Druck- und Versandversion ist hier nachzulesen:
http://www.metalglory.de/reviews.php?nr=22691
Pink Floyd "The Story Of Wish You Were Here"
Reviewtext: Eine Dokumentation zu sehen, wie eins der erfolgreichsten Alben aller Zeiten entstanden ist und dies nach fast 40 Jahren, bedeutet nicht nur, dass man die Perfektion der Songs erneut unter die Lupe nehmen kann, sondern gleichzeitig wie traurig es doch auch sein kann, sich an Dinge zu erinnern. Eines der Gründe warum das geniale 1975er-Werk der Engländer eben so genial ausgefallen ist, dass nun mal Syd Barretts Krankheit der Auslöser gewesen ist. Diese Tatsache, um diesen genialen Künstler macht das ganze so traurig (Tipp: einige ältere Clips mit Syd als auch zahlreiche Fotos und ein überraschender Besuch von Syd bei den Aufnahmen des Albums sind in der Doku zu bewundern). Aber auch die Themen der machtgeilen Musikindustrie werden ausgiebig mit diesem Album verwurstet, nachdem Pink Floyd durch den enormen Erfolg vom Vorgänger „The Dark Side Of The Moon“ so richtig die Schnauze voll gehabt haben, allen voran Roger Waters natürlich. Doch nun, die Fans dieser Ausnahmeband kennen diese Themen zu genüge. Dennoch ist diese gut einstündige Dokumentation sehr zu empfehlen. Nicht nur, weil die beteiligten Musiker hier mit aktuellen Interviews über die Entstehung von „Wish You Were Here“ einiges preisgeben sowie Songs anspielen, sondern auch die Macher hinter dem Werk zu Wort kommen und so einiges aus dem Nähkästchen plaudern. Neben Roger, David als auch Nick, natürlich nicht alle gemeinsam in einem Interview, sind auch Ausschnitte eines Interviews von 2001 mit dem im Jahre 2008 verstorbenen Rick Wright. Des Weiteren kommen noch u.a. Produzenten als auch Grafiker und Fotografen, des enorm aufwendigen und aussagekräftigen Coverartworks, zu Wort. Darüber hinaus ist das Nachfühlen des Toningenieurs -am Ort des Entstehens- über die damaligen Aufnahmen in den legendären Abbey Road Studios sehr interessant. Obwohl man meint das Album schon längst zu kennen, so erfährt man hier und da doch so einiges, um sich erneut dem Album ganz genau zu widmen.
Als Bonusmaterial gibt es in 25 Minuten etwas länger ausgespielte Versionen von Songs aus den Interviews mit Roger und David als auch ausgeführte Interviews, sozusagen die deleted scenes. Alles mit Untertitel ausgestattet und obendrein gibt es noch ein 8-seitiges Booklet.
Fazit: Das Meisterwerk aus dem Jahre 1975 wird detailliert unter die Lupe genommen. Besonders empfehlenswerte Dokumentation.