Das Originalreview mit Cover, Bandinfos, Links sowie eine Druck- und Versandversion ist hier nachzulesen:
http://www.metalglory.de/reviews.php?nr=22723
Gojira "L Enfant Sauvage"
Reviewtext: Die Zeitschriften (sowohl in Papierform als auch digital) sind dieser Tage voll mit GOJIRA, insofern muss man wohl nicht mehr viele Worte zu den Franzosen verlieren. Die vier Herren formen mit ihrer Band inzwischen die Galleonsfigur für eine immer stärker werdende französische Metalszene und wissen mit ihrem vierten Album "L' Enfant Sauvage" auch musikalisch zu überzeugen.
Ok, wir wollen hier nicht gleich in Lobeshymnen ausbrechen, denn eines müssen sich GOJIRA eingestehen: Einen evolutionären Sprung oder eine detailverliebte Erweiterung ihres Sounds wie auf den beiden Vorgängeralben ist "L'Enfant Sauvage" nicht geworden. Stattdessen findet man viele bereits bekannte Trademarks in neuen Songs. Das ist natürlich keineswegs schlecht, denn sowohl technisch als auch in Punkto Songwriting macht den Brüdern Duplantier und ihren Mitstreitern niemand etwas vor. Trotzdem bleibt aber auch nach mehrfachem Hören der Beigeschmack eines solide sehr gutem aber im Vergleich mit den vorherigen Platten nicht so innovativem Album, wie eigentlich gewünscht. Dass unter dieser Besprechung trotzdem eine Wertung im Achterbereich steht, verdanken GOJIRA folgerichtig also nur ihren mitreissenden Songs (wie beispielsweise "L' Enfant Sauvage", "Liquid Fire" und "The Gift Of Guilt"), ihrem bretternden und immer noch recht einzigartigen Sound zwischen MORBID ANGEL und MESHUGGAH und einer Konzeptionalität, die abseits von den gängigen Metalklischees steht. Alles in allem also doch schon eine ganze Menge Pluspunkte und locker besser als das Gros der übrigen Szeneveröffentlichungen heutzutage - auch wenn auf den Innovationsbonus diesmal verzichtet werden muss.