Das Originalreview mit Cover, Bandinfos, Links sowie eine Druck- und Versandversion ist hier nachzulesen:
http://www.metalglory.de/reviews.php?nr=22775
Fatal Force "Unholy Rites"
Reviewtext: Bei FATAL FORCE handelt es sich um ein Metal / Hard Rock Projekt, das im Jahr 2006 sein Debüt veröffentlichte. Dahinter steht der Gitarrist und Songwriter Torben Enevoldsen, der manchen durch seine Einsätze auf dem jüngsten FATE Album oder durch die Band SECTION A bekannt sein dürfte. Falls das nicht der Fall ist, hier ein bisschen Aufklärung: Bei allen genannten Bands handelt es sich um Hard Rock-Projekte aus der zweiten Reihe, die (Fate einmal ausgenommen) eher neueren Datums sind. Nun steht bei FATAL FORCE also das zweite Album "Unholy Rites" in den Startlöchern. Am Mikro konnte der amerikanische Sänger Michael Vescera gewonnen werden, der früher bei Obsession und Yngwie Malmsteen tätig war. (Wer hat dort eigentlich noch nicht gesungen ???)
Somit stehen die Zeichen eigentlich ganz gut, für ein richtig kräftiges Hard Rock-Album, das FATAL FORCE aber nur bedingt abliefern können. Der Opener "Run for Cover" wirkt doch sehr sperrig und kommt nicht wirklich in die Gänge. Besser ist der Titeltrack "Unholy Rites", bei dem Enevoldsen ein starkes Riff auspackt. "Fight" klingt wie typischer moderner skandinavischer Melodic Metal. Auch "Lessons in Evil" groovt richtig stark. Hervorragend ist auch der Mid-Tempo Rocker "No One will listen". Im letzten Drittel greift aber leider die Austauschbarkeit um sich, und vor allem "Listen to reason" und "Enter the night" bleiben leider sehr blasse Hard Rock Songs ohne Pepp und Schwung. "House of Pain" macht zum Schluss wieder ein paar Punkte gut, vor allem weil hier ein guter, eingängiger Refrain folgt..
Das zweite Album von FATAL FORCE wird Freunden von Fate, Coldspell oder auch Jaded Heart sicher gefallen, auch wenn die Dänen um Torben Enevoldsen es nicht bei jedem Song schaffen, aus der Mittelmäßigkeit aufzutauchen. Gute Momente gibt es sicherlich, und deshalb sollte es "Unholy Rites" mehr als einmal in den heimischen Player schaffen.
Fazit: Solider Standard.