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"Necrophobic "Hrimthursum" (CD)"
Reviewtext: Die mächtigen Necrophobic sind zurück! Im Gepäck haben die Schweden mit „Hrimthursum“ das bisher beste schwedische Album dieses Jahres, das die neue Dissection-Halbkatastrophe wie eine niedliche Anstrengung pubertierender Jünglinge dastehen lässt. Seit ihrer Gründung im Jahre 1989 schreiten Necrophobic unaufhaltsam den Weg des düsteren, blasphemischen und sinistren Death Metals, wussten stets zu überzeugen und lieferten mit ihren frühen Werken Kultwerke der schwedischen Death Metal-Szene ab. Heuer, wie beinahe alles, was in Schweden Rang und Namen hat, unter der Flagge von Regain Records, bieten Necrophobic ein einstündiges Glanzstück extremen Death/Black Metals zwischen nackter, rasender Aggression, hymnischer Getragenheit und viel dunkler Melodik. Dass auf „Hrimthursum“ nichts schief gehen kann, stellt alleine die Einführung „The Slaughter Of Baby Jesus“ unter Beweis: Chöre, dramatische Melodiebögen und wahrhaft boshafter Gesang leiten ein in die höllische Szenerie, die mit „Blinded By Light, Enlightened By Darkness“ gleich den ersten Höhepunkt versetzt bekommt: Sägende, fräsende Riffs, bollernde Doublebasssalven und der bei Necrophobic so typische Sinn für die Verschmelzung von Melodie und nackter Gewalt lassen die Kinnlade ob soviel Druck erst einmal herunterklappen. Oft jedoch kommst man gar nicht dazu, sie wieder einzufahren: Der Vierer schüttelt ein packendes Riff nach dem anderen aus dem Ärmel, eine fesselnde Melodie jagt die nächste und sowieso wirkt jedes einzelne Stück ungemein massiv, als wäre es in schwarzes Gestein gemeißelt. Einzig und allein der Gesang von Vokalist Tobias mag etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen, da er eher weniger grunzt oder growlt, sich vielmehr einer seltsamen Mischung aus gesprochenen Passagen und kehliger Thrash-Phrasierung hingibt. Mit der Zeit jedoch gewöhnt man sich an jenen neuen Stil, wenn er auch die Gesamtwertung etwas nach unten zieht. Dennoch: So hübsch bratenden, satanischen Death Metal mit schwarzem Touch (hervorragend ausbalanciert: hier wird nie zu lange gebolzt oder pausiert!) gab es wirklich lange nicht mehr auf die Lauscher, das steht fest, weshalb jedem Anhänger hymnischen, kalten Death Metals mit Hang zu schwarzmetallischer Ausstrahlung und bleierner Schwere zugreifen sollte. Dieses Album fesselt von vorn bis hinten!
Tracklist:
01 The Slaughter Of Baby Jesus
02 Blinded By Light, Enlightened By Darkness
03 I Strike With Wrath
04 Age Of Chaos
05 Bloodshed Eyes
06 The Crossing
07 Eternal Winter
08 Death Immaculate
09 Sitra Ahra
10 Serpents (Beneath The Forest Of The Dead)
11 Black Hate
12 Hrimthursum