Das Originalreview mit Cover, Bandinfos, Links sowie eine Druck- und Versandversion ist hier nachzulesen:
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Iskald "Shades Of Misery"
Reviewtext: 19 Jahre sind die beiden Jungs hinter Iskald erst alt und stammen aus Norwegen. Wie das nunmal mit Künstlern aus diesem lande so ist, wird hier vorab also groß auf Black Metal im Stile alter Größen gepocht. Übrigens ist das hier ne Wiederveröffentlichung, da „Shades Of Misery“ eigentlich in Eigenregie veröffentlicht wurde. Naja, wie dem auch sei, soviel verrate ich schonmal: „Shades Of Misery“ hat einen Teil der Vorschusslorbeeren wirklich verdient.
Das Intro stimmt schon mal gut ein, gewaltig dröhnt es aus den Boxen. Klare Sache, „Hymn Of Desolation“ lässt auf packende Musik hoffen. Dann geht es zackig weiter, der Black Metal von Iskald ist deutlich deathlastig, das kristallisiert sich schnell heraus. Modern und melodisch zeigt sich das Riffing, dennoch fehlt beim eigentlichen Eröffnungslied „The Shadowland“ irgendwie was. „Eden“ schlägt in dieselbe Kerbe und ist recht erfrischend. „Lokes Dans“ wiederum ist da schon langsamer und ist darum bemüht, atmosphärisch zu sein. Alles in allem geht es aber so weiter, es wird norwegisch geprägter Black Metal mit leichten Death-Einflüssen geboten, der zackig und frisch und frech daherkommt. Die komplette Spielbandbreite fahren Iskald übrigens im 10-Minuten-Epos „Pesten“ auf.
Wie gesagt, stark das Album und für ein Debut wirklich gut. Aber manchmal wird die Musik einfach zu langatmig und klingt zu gleich, das lässt das Interesse merklich abflauen. Fehler machen die beiden Jungs aber nicht und ich denke, alle Freunde von reiner produzierterem und eher glatten Black Metal haben hier ihren Spass dran.