Das Originalreview mit Cover, Bandinfos, Links sowie eine Druck- und Versandversion ist hier nachzulesen:
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Milan Polak "Straight"
Reviewtext: Oh Mann, schon wieder so eine Scheibe, bei der ich es mir so schwer getan habe… MILAN POLAK, bisher sicher einigen eher bekannt als Gitarrenvirtuose auf instrumentalen Solopfaden bzw. als kompetenter musikalischer Begleiter bei diversen Rock- und Popalben, hat mit STRAIGHT ein neues Album herausgebracht, welches überraschend doch mehr die schnöde Rockschiene fährt.
Verstärkt durch ehemalige Mitglieder von <a href="http://www.metalglory.de/metalopedia_bands.php?band=1923">YNGWIE J. MALMSTEEN</a> versucht MILAN POLAK mit kompakten Songs das neue Album zu gestalten. Auf STRAIGHT spart er sich dann auch zum größten Teil seine Gitarrenkünste, so dass die Tracks kurz und knackig und ohne überflüssige Spielerei ins Ohr kommen können. Das ist ja dann auch alles schön und gut, bis man die ein paar einzelne Songs näher betrachtet… Der Opener <i>„Difference“</i> bleibt zwar als Ohrwurm hängen, gibt mir aber sofort das Gefühl, dass man doch dem einen oder anderen Musiker sehr gut auf die Finger geschaut hat. Das bald folgende <i>„Crosses“</i> sowie <i>„Some kind of Jesus“</i> quälen mich mit funkigen Gitarren, die Ballade <i>„Hero“</i> hätte aus <a href="http://www.metalglory.de/metalopedia_bands.php?band=4483">BON JOVI</a>s „Mittneunziger“ Feder stammen können und die Lyrics von <i>„Superstar Mania“</i> finde ich so unpassend wie das Cover des Albums. Nun, nicht alles ist weniger gut, denn es gibt auch zwei kleine Highlights. Fast zu Beginn heitert mich das punkige <i>„Psychobitch“</i> doch ziemlich auf und ein wenig später beruhigt mich ein zahm rockendes <i>„Favorite vice“</i>.
So, Spezialisten und Fans des Genres wird STRAIGHT sicherlich gefallen, mich lässt dieses Album nahezu kalt… Natürlich liefert MILAN POLAK eine sehr gute musikalische Arbeit ab und alles hat Hand und Fuß, aber Songinnovationen oder lyrische Höchstleistungen sucht man vergebens. Nene, das ist weder ein großer Wurf, noch mein Ding.
<b>Diskographie:</b>
Guitar 2001 CD (1995)
Dreamscapes CD (2005)
Guitar Odyssey CD (2005) (Re-release von Guitar 2001)