Besucher Online
 
Statistik für Mai 2014
Visits: 426269
PageImpressions: 1462095
Statistik und Mediadaten

Banner Werbung bei Metalglory
 
Interviews () alphabetisch:         0..9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Jon Olivas Pain "Wahnsinn Oder Alkohol?"
Es ist schon etwas Besonderes, einer Legende wie Jon Oliva gegenüber zu sitzen. Interviews wie dieses hier sind definitiv die Highlights in der Karriere eines Hobbyjournalisten. Savatage gehören seit jeher zu meinen absoluten Favoriten, und so war es für mich keine Frage, beim Gastspiel des Mountain King in Hannover zum Interview zu bitten. Chefredakteur Børge war auch dabei und führte mit sicherer Hand die Kamera. Und es kam viel Arbeit auf uns zu, denn Jon war gut aufgelegt und sehr gesprächig.
Weitere Infos zu Jon Olivas Pain:
REVIEWS:
Jon Olivas Pain Maniacal Renderings
Jon Olivas Pain Global Warning
Jon Olivas Pain Festival
INTERVIEWS:
Jon Olivas Pain - Wahnsinn Oder Alkohol?
LIVE-BERICHTE:
Jon Olivas Pain vom 21.04.2007

Hallo Jon. Erzähl uns mal als erstes, wie die Tour so läuft.
Sehr gut. Wie haben viel Spaß und schon jede Menge Merchandise verkauft. Wir wollten auf jeden Fall das Prog-Power UK Festival und das Pestpop in Belgien spielen. Doch es wäre dumm gewesen, nur für diese beiden Gigs nach Europa zu kommen. So haben wir eine paar Club Shows gebucht und eine kleine Tour zusammengestellt, bei der wir jetzt gerade so ziemlich in der Mitte angelangt sind. Eigentlich ist es gar keine richtige Tour, sondern eher ein Zeitvertreib, um zwischen den beiden Festivals nicht nach Amerika zurück fliegen zu müssen. Ich hasse fliegen.
Und euer Weg hat euch zum Glück auch nach Hannover geführt.
Wir haben ein Angebot bekommen und nun sind wir da. Ich glaube, ich habe seit 1987 nicht mehr hier gespielt. Ich meine, damals waren Savatage mit King Diamond unterwegs. Oder vielleicht waren es auch Motörhead. Ich erinnere mich nicht genau.
(Børge)Das müsste auf der „Hall of the mountain king“ Tour gewesen sein. In etwa 1988.

Kannst Du uns von irgendwelchen lustigen Begebenheiten oder Katastrophen auf dieser Tour berichten?
Nicht wirklich. Ich wurde seekrank auf der Fähre, als wir von England rüber kamen. Und morgen geht das schon wieder los, wenn wir nach Norwegen müssen. Das wird mich sicher beschäftigen, also lasst uns sehen, dass wir heute Abend noch ein wenig Spaß beim Konzert haben.
Die Show verliefen alle sehr gut. Bis auf eine in Frankreich. Die spielten wir auf einem Montag in der Mitte von Nirgendwo. Ich weiß nicht, wie überhaupt jemand diesen Ort finden konnte. Wir brauchten drei Stunden dazu, obwohl wir ein GPS hatten. Ansonsten war alles bestens.
Magst Du das Touren heutzutage?
Ich mag das Spielen, nicht das Touren. Touren ist scheiße. Ich liebe es, für die Fans zu spielen. Aber ich hasse die Fahrten zu den Hotels, die Flugzeuge und das alles. Das ist ein Alptraum, Mann. Für die ersten zwei oder drei Tage macht auch das sogar noch Spaß. Doch danach wird Dir klar, dass Du draußen bist, um zu arbeiten und nicht einfach nur alles eine große Party ist. Es ist nicht so, dass wir jenseits der Shows überhaupt keinen Spaß haben. Das größte Problem ist jedoch, dass Du keine Gelegenheit bekommst, Dich angemessen auszuruhen. Du bekommst einfach nicht die notwendige Menge Schlaf, weil Du ständig unterwegs bist. Und wenn Du nach Hause kommst, fällst Du erst mal in Dein Bett und bist weg. Im Bus liegt ständig jemand neben Dir und weckt Dich auf, schickt Dich wieder schlafen, weckt Dich wieder auf und so weiter.
Im Nebenraum singt sich derweil der Nostradameus Sänger warm und unsere Tür quietsch eigenartig in der Zugluft. So entsteht eine etwas gruselige Geräuschkulisse, die Jon mit einem lockeren „Oh, the place is haunted.“ kommentiert.

Lass und jetzt mal über „Maniacal renderings“ sprechen. Das ist ja euer aktuelles Album, welches bei uns im Magazin schon seit einer ganzen Weile diskutiert wird.
Ich denke, es ist sehr gut geworden. Ich mag es und bin ein großer Fan. Der Stoff gehört zu dem besten, was ich je gemacht habe. Wir sind sehr zufrieden.
Und die Leute draußen?
Sie lieben es auch. Die Fans bei den Konzerten singen die Texte mit, und das ist immer ein gutes Zeichen. Wenn ich sehe, dass die Leute mitsingen, finde ich das sehr cool.
Aber interessiert Dich nach all den Jahren überhaupt noch die Meinung der Fans und der Presse?
Nicht wirklich. Natürlich willst Du die Fans mit einem neuen Album glücklich machen. Doch Du kommst in Deinem Leben irgendwann an einen Punkt, wo Du alle Dinge, die sich in Dir angesammelt haben, nach außen tragen musst. Und so entsteht dann ein ganzes Album. Dabei kannst Du nicht darüber nachdenken, ob die Fans es mögen werden. Denn wenn etwas entsteht, ist es egal, ob es zum Beispiel nach Savatage klingt oder nicht. Es ist auf jeden Fall ein Teil von mir. Jon Oliva’s Pain gibt mir die Möglichkeit, etwas mehr zu experimentieren. Savatage waren eine sehr demokratisch geführte Organisation, bei der jeder Mitspracherecht hatte. Es gibt jedoch Songs aus meiner Feder, von denen ich nicht möchte, dass jemand anderes an ihnen arbeitet und von denen ich glaube, dass sie am besten werden, wenn sie so entstehen, wie ich es möchte. Dann habe ich diesen ganzen alten Kram von Criss (Jon Olivas verstorbener Bruder und Savatage Gitarrengott Criss Oliva - Red.) gefunden. Nun ist es fast so, als wäre er ein Teil dieser Band. Das ist großartig. Er ist jetzt seit dreizehn oder vierzehn Jahren tot und nun ist er ein stilles Bandmitglied. Fünf Songs auf „Maniacal renderings“ basieren auf seiner Arbeit, und es gibt noch in etwa dreißig Tapes, die ich mir bisher nicht einmal angehört habe. Er wird also auch großen Einfluss auf das nächste Album haben. Was kann ein Savatage Fan eigentlich mehr wollen? Criss und ich arbeiten nach all den Jahren wieder zusammen. Ich muss hier meiner Frau wirklich sehr dankbar sein, dass sie diesen Karton mit Tapes aufgehoben hat. Wäre er nach Criss Tod in meine Obhut gekommen, hätte ich ihn sicher irgendwo verloren.
Wo siehst Du die Unterschiede zwischen „Mainiacal renderings“ und seinem Vorgänger?
Das erste Album war ein Schnellschuss. Ich kannte die Jungs aus der Band zwar, hatte aber noch nicht viel mit ihnen gespielt und war an ihre verschiedenen Stile noch nicht gewöhnt. Wenn wir zusammen rumhängen, hören wir die verschiedensten Musikarten. So mussten wir uns erst finden. Beim ersten Album hatte ich ein paar alte Stücke parat, schrieb ein paar neue, und als wir die ersten Demos fertig hatten, mussten wir innerhalb von drei Wochen ein ganzes Album aufnehmen. Vier oder fünf Songs des ersten Albums sind wirklich großartig Doch es gibt auch ein paar, mit denen ich nicht ganz zufrieden bin. Damals hatte ich aber für eine sehr lange Zeit gar kein Album mehr herausgebracht und wollte unbedingt etwas veröffentlichen. Ich denke, es war ein guter erster Schritt für eine neue Band. Das neue Album wurde so wie in den alten Tagen von Savatage erstellt. Wir hatten drei Monate Vorproduktion. Dann fanden wir all diese Tapes von Criss, und ich verbrachte zwei weitere Monate über den Criss Riffs. Ich musste Songs auswählen, zu denen sie passen und überlegen, wie wir sie einfügen können. Dieses Album ist sehr viel fortschrittlicher und abenteuerlicher als das erste. Wir hatten viel mehr Zeit und Geld zur Verfügung. Also ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Einige der Songs erinnern mich an klassische Savatage Tracks, andere zeigen ein neues Gesicht von Jon Oliva. Stimmst Du mir zu?
Auf jeden Fall. Irgendwie wird alles, was ich tue, nach Savatage klingen. Insbesondere jetzt mit den Riffs von Criss. Er spielt zwar nicht selbst, doch sein Einfluss ist da. Dann gibt es einen Song wie „End times“, der sehr experimentell ist. Wir spielen ihn live und das macht sehr viel Spaß. Aber ich würde ihn nie auf ein Savatage Album packen. Das ist ein perfektes Beispiel für das, was ich eben gesagt habe. Hätte ich „End times“ zu einer Savatage Aufnahmesession gebracht, würde er nicht so klingen, wie er heute klingt. Man hätte ihn verändert und umgeschrieben, da jeder seinen Einfluss eingebracht hätte. Für diesen Song hatte ich jedoch eine Vision, und so wollte ich, dass er genau so klingt wie jetzt.
Gibt es ein paar Texte, die Du herausstellen möchtest?
Natürlich sind alle Texte sehr persönlich.. „Pray for you now“ ist aber etwas besonderes für mich, denn es ist das erste, was ich nach Criss Tod geschrieben habe. Auf ihm spielen mein älterer Bruder und meine zwei Neffen, also im Grunde vereinte Olivas. Es war wie gesagt das erste, was ich schrieb, nachdem Criss uns verlassen hatte. Doch ich habe es nie beendet. Ich hatte nur eine Strophe und konnte in all den Jahren das Lied nicht beenden. Vor ein paar Jahren starb nun auch mein Vater. Meine Frau hatte eine sehr enge Beziehung zu ihm und er wiederum eine sehr enge Beziehung zu mir. Er glaubte sehr stark an mich. Als ich im Studio war und arbeitete, kam meine Frau mit diesem Song an und überzeugte mich davon, ihn fertig zu schreiben. Denn er sollte nicht nur für Criss oder meinen Vater, sondern für alle da sein. So kann sich jeder, der eine ähnliche Erfahrung hatte, mit diesem Song identifizieren. Ich habe es getan, und ich wollte, dass Verwandte von Criss und mir dabei sind. Also spielt mein Neffe Christopher Jon Oliva mit. Anthony Oliva, der jüngste Sohn von meinem älteren Bruder, spielt Bass. Ich spiele Gitarre und mein älterer Bruder spielt die Zwölfsaitige. Wir haben das Teil in ein oder zwei Stunden aufgenommen. Das ist ein wirklich tief gehender Song, was auch für „Timeless flight“gilt. Der hat viel Musik von Criss in sich. Eigentlich ist der gesamte Mittelteil von Criss. Wenn dieser Teil dann übergeht in meine Musik, ist das ein sehr ergreifender Moment, in dem Criss und ich uns bei den Fans für ihre Liebe bedanken. Das kommt wirklich aus dem Herzen, wo für unsere Fans immer ein Platz reserviert ist. „The answer“ ist noch so ein Song. Er wird in einem Film zu hören sein, der religiös und sehr schockierend ist. Ich habe den Song nach 9/11 geschrieben. Er beschreibt meine Gefühle nach diesem Ereignis, die Gefühle der Menschen, die im World Trade Center Freunde verloren haben. Es gab ein paar Feuerwehrleute, die ab und zu mit Savatage rumhingen. Da war so eine Bar in der Nähe dieser Feuerwehrstation in New York. Und unser Studio war auch nicht weit. Wir haben Darts mit ihnen gespielt und so weiter. Wirklich nette Jungs, und sie liebten uns. Ein paar von ihnen sind nun tot. Warum? Darum geht es bei „The answer“. „Jesus, gib mir eine Antwort. Dein Bild schwindet. Worum geht es hier also bei allem? Zeig mir etwas. Doch alles was Du tust ist, diese Menschen zu töten. Welcher Sinn steckt dahinter? Das will ich wissen, also zeig mir die Antwort.“ Ich will natürlich über Dinge schreiben, die eine gewissen Bedeutung haben. Vielleicht ist es das Alter. Ich möchte etwas aussagen und nicht den ganzen Tag lang über Drachen und so weiter singen. Das habe ich bereits getan. In diesem Geschäft musst Du Dich immer wieder selbst herausfordern, sonst bringst Du ewig das gleiche Album heraus. Ich habe mich stets neu herausgefordert, und ich denke, das ist auch der Grund, warum ich immer noch da bin. Selbst bei Savatage war das eine Sache, die mich zum Schluss etwas entmutigt hat. „Dead winter dead“, „The wake of Magellan“ und „Poets and madmen“ sind sicher großartige Alben. Doch es ist hart für mich, sie zu unterscheiden. Du könntest einen beliebigen Song auf ein Tape packen und ich könnte nicht sofort sagen, von welcher Scheibe der ist. Deswegen war die Arbeit an „Maniacal renderings“ so erfrischend. Ich kann experimentieren, und ich habe die Musik meines Bruders zur Unterstützung, was die eigentliche Sahne auf dem Kuchen ist. Dazu habe ich eine Gruppe von Musikern um mich, die wirklich alles spielen können. Wenn Du die Reviews über unsere Shows liest, wirst Du wissen, dass wir niemanden enttäuschen.
Auf dem Album hört man deutlich, dass alle Akteure ihren Job außerordentlich gut beherrschen. Besonders die Gitarristen.
Sie alle sind große Kämpfer. Matt (LaPorte – Red.) ist sogar Gitarrenlehrer.
Du bist der Mountain King, hast eine Vielzahl phänomenaler Platten gemacht und der Heavy Metal Szene Deinen Stempel aufgedrückt. Wo holst Du nach all dem noch Deine Inspirationen her?
Inspirationen kommen auf vielen Wegen. All das, was ich sehe, ob in den Straßen oder im Fernsehen, die Nachrichten, was ich so lese und so weiter. Dann gibt es diese magischen Momente, die Dich inspirieren. Zum Beispiel als diese Tapes gefunden wurden. Oder Du hörst großartige klassische Musik und entdeckst auf einmal mittendrin eine Art Riff, das Dich inspiriert. Du denkst dann: Oh Mann, war das geil, wie bekomme ich so etwas hin? Ich bekomme Inspirationen von überall her, und die meisten von persönlichen Erfahrungen. Sehr oft beschreibe ich, wie es ist, unter dem Einfluss von etwas zu stehen. Ich weiß nicht, ob es Wahnsinn, Narkotika oder Alkohol ist, aber ich versuche es herauszufinden. Der Song „Maniacal renderings“ handelt von einem paranoiden Kerl, der abgefahrene Visionen von der Hölle hat. Er erzählt von dem kleinen Männchen, das in seinen Kopf herum rennt und ihm komische Bilder zeigt, wenn er high ist. Er mag das, und er glaubt niemandem, der ihm erzählt, dass das, was er sieht, nicht real ist.
Ich glaube, die Leute mögen es sehr an Dir, dass Du solche Gedanken auf CD presst.
Klar. Warum auch nicht? So sehen die Leute, wie durchgeknallt ich wirklich bin.
Gibt es einen Punkt im Songwriting, wo Du sagst: Ok, wir haben jetzt acht oder neun gute Songs zusammen, aber wir benötigen noch „Hall of the mountain king pt. 4“ oder „Gutter ballet pt. 3“?
Manchmal schon. Ich meine, Du möchtest ein Album gut ausbalancieren. Wenn ich eine neue Scheibe machen will, lege ich in der Regel mit etwa dreißig Songs los. Wir reduzieren diese dann nach und nach zu dreizehn Stück. Ich mag es, dreizehn Songs auf einem Album zu haben. Vom Rest kann man noch ein paar Bonus Tracks auswählen. Dann gehst Du mit etwa 18 Songs in die Aufnahmesessions und hast also schon ein gutes Dutzend verloren. Bei dieser Auswahl versuche ich natürlich, eine gute Balance zwischen allen Aspekten zu finden. Ich möchte euch ein wenig Heavy Metal geben, ein wenig epische Musik wie das „Streets“ Material, ich gebe euch ein paar Balladen, ein paar Instrumentals, ein wenig Rock, ein wenig Hard Rock und so weiter. Ein Song wie „The answer“ zum Beispiel ist eher ein Rock Song. Da gab es noch ein Stück namens „Only you“, dasr für einen Film gedacht war. Ich habe es niemals aufgenommen, aber wir haben es bei einigen Akustikshows im letzten Jahr verwendet. Darauf kamen die Leute zu uns und sagten, wir sollten es aufnehmen. Es wurde zum Bonus Track und ist nun eines meiner Favoriten, obwohl es ein Blues Song ist. Wenn Du noch nie davon gehört hast: Es ist der Bonus Track auf der Büchsen Case Version des neuen Albums und heißt „Only you“. Ein wirklich toller Song, der wie gesagt auch in einem Film in Amerika im nächsten Jahr zu hören sein wird.
Wenn Du an all die Projekte denkst, die Savatage Mitglieder heutzutage haben: Gibt es da einen kleinen Konkurrenzkampf zwischen Euch?
Nein, so etwas gibt es bei uns nicht. Dafür kennen wir uns alle viel zu lange. Ich sah Chris Caffery zuletzt im November bei den Proben für die TSO Christmas Tour, und wir haben uns gegenseitig unsere neuen Alben vorgespielt. Jeder ist glücklich mit dem, was er tut, und ich halte nichts von diesen ewigen Vergleichen. Ich möchte Menschen und auch mich selbst mit meiner Musik glücklich machen. Da bleibt keine Zeit für kindische Spiele der Art (singt) „Meine Scheibe ist besser als Deine, meine Scheibe ist besser als Deine...“. Ich meine, dass „Maniacal renderings“ ein hervorragendes Album ist. Aber manche Leute bevorzugen vielleicht Chris Caffery’s Stil. Das ist voll in Ordnung und bedrückt mich nicht weiter.
Ich hab jetzt auch keine echte Rivalität erwartet. Nur ein paar lieb gemeinte Sticheleien.
Wir albern nicht auf diese Art herum. Manche Menschen sind sehr empfindlich, wenn es um ihre Arbeit geht, und das zu recht. Ich möchte da niemandem zu nahe treten. Sie ziehen alle ihr Ding durch und ich meines. Wir haben viele Jahre zusammen verbracht, und ich liebe sie alle sehr. Sie sind wie Brüder für mich. Aber weißt Du... Es gibt einen Punkt im Leben, an dem sich Dinge ändern müssen. Wir haben in Amerika ein Monster erschaffen: Savatage mit verschiedenen Sängern. Dieses Monster existiert weiter und wird unter dem Namen Transsiberian Orchestra immer größer. Wir haben 37 Millionen Dollar auf der Tour im letzten Jahr umgesetzt. Ich denke, das ist nicht schlecht. Es wäre sehr schwer, all die Leute, die ein Teil dieser Organisation sind, dazu zu bringen, alles hinzuschmeißen und ein neues Savatage Album aufzunehmen, das in Deutschland vielleicht 100.000 mal verkauft wird. Verstehst Du, was ich sagen will? Wenn Du Deinen Job machst und Dir jemand sagt, ich bezahl Dir das Hundertfache von dem, was Du jetzt bekommst, wärst Du blitzschnell aus diesem Raum hier verschwunden. Du musst einfach. Du hast eine Familie, die Du versorgen musst. Du hast Verantwortungen. So sehr Du Deine Band mit dem Namen Savatage auch liebst und so sehr diese Band auch Teil von uns ist. Die besten Jahre unseres Lebens haben wir mit Savatage verbracht, eingepfercht in einen Bus und mit sehr viel Party. Doch irgendwann mussten wir ein wenig Abstand davon gewinnen. Wenn wir in Zukunft mal wieder etwas zusammen machen, wird das großartig sein, doch momentan bin ich sehr glücklich mit dem, was ich tue. Und das wirst Du heute Abend auch erleben.
Ich glaube, dass die Fans endlich kapiert haben, dass es kein neues Savatage Album geben wird. Deswegen habe ich diese Frage auch bewusst vermieden.
Oh, es wird etwas geben. Wir wollen schließlich das 25jährige Bandjubiläum feiern.
Und wer singen?
Nun, ich natürlich. Und Zach. Und jeder andere wird zu hören sein, der bei Savatage dabei war. Ob es wirklich ein neues Album geben wird, muss ich offen lassen. Nur so viel: Wir werden ein finales Savatage Ding durchziehen. Was immer es auch sein wird.
Lass uns aber lieber noch mal auf das zurück kommen, was Du gerade machst.
I’m gettin’ ready to rock, dude.
Ich hoffe doch. Es sind auch nicht mehr viele Fragen.
Kein Problem. Lass uns weiter machen.
Ist Jon Oliva’s Pain zur Zeit Dein wesentlicher Fokus oder können wir noch andere Projekte wie zum Beispiel ein neues Doctor Butcher Werk erwarten?
Nein, definitiv nicht. TSO kostet sehr viel Zeit, und die Luft, die mir bleibt, möchte ich für diese Band verwenden.
Das ist auch völlig o.k. so. Ich wollte es nur ganz genau wissen. Wie sieht es mit weiteren Live Aktivitäten aus? Festivals vielleicht?
Nicht wirklich. Das haben wir letzten Sommer gemacht. Wir spielen noch einmal in San Franzisko, gehen dann aber wieder ins Studio und wollen unser aktuelles Album überbieten. Wir spielen noch ein Prog Festival im Oktober und werden ein paar weitere Shows drum herum basteln. Das neue Album kommt dann hoffentlich im Januar.
Von hier aus geht es nach Skandinavien. Gefällt es Dir da?
Es ist kalt dort. Hier ist es schon kalt, aber dort noch viel kälter.
Gibt es nach all den zahllosen Interviews in Deinem Leben etwas, das Du noch nie gefragt worden bist, aber wozu Du schon immer mal etwas sagen wolltest?
Oh Mann, das ist eine gute Frage. Nein, ich denke, mittlerweile ist alles abgedeckt. Warte, ich überleg mal...
Vielleicht eine gute Sache, um einen Song drüber zu schreiben?
Du kannst über alles einen Song schreiben.
Das ist ein gutes Schlusswort. Vielen Dank!
Euch auch vielen Dank! Und viel Spaß bei der Show.



geführt am 21.04.2007   von Christian
(NEU!!!!)Über den Artikel diskutieren:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:

musikalischer Background des Verfassers
Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
X   Aktuelle Top6
1. Darkest Era "The Last Caress Of Light"
2. Doomsword "The Eternal Battle"
3. Volbeat "Beyond Hell / Above Heaven"
4. While Heaven Wept "Fear Of Infinity"
5. Alestorm "Back Through Time"
6. Mael Mordha "Manannán"
X   Alltime-Klassix Top6
1. Manowar "Into glory ride"
2. Doomsword "Let battle commence"
3. Slayer "Reign in blood"
4. Iron Maiden "7th Son Of A 7th Son"
5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"

[ Seit dem 21.04.07 wurde der Artikel 6828 mal gelesen ]
 
Einloggen bei myGlory
  Benutzername:
  Passwort:
Auto-Login
  Noch kein Account?! Anmelden!
Die aktuelle Umfrage:
Welchen Metal-Stil favorisierst Du?
  Black Metal
  Death Metal
  Gothic (Metal)
  Doom Metal
  Hard Rock
  Hauptsache Core
  Nu Metal
  Power Metal
  Progressive (Metal)
  Thrash Metal
Um selbst abzustimmen bitte einloggen!
Die neuesten Reviews:
Cripper Hyena
SnotNoseKids This is Snot'n'Roll
V.A. Rock Meets Classic
Oculus Oculus
Die große Versuchung -Lügen bis der Arzt kommt The grand seduction
Skyharbor Guiding Lights
Toehider What Kind Of Creature Am I?
Fen Carrion Skies
Siniestro Oppressions Of The Sunlight
Blood & Iron Voices of Eternity
Die neuesten Interviews:
Opeth - 19.11.2014
The Styx Shipping Society - 12.11.2014
ASP - 26.10.2014
Amaranthe - 17.10.2014
Faun - 12.09.2014
Die neuesten Artikel:
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
Metalforum Osthessen e.V. sucht Bands für Konzerte - 26.10.2010
Verlosung - 26.10.2010
KONZERTERLEBNISSE - 12.08.2010
Peter Steele - ein Rückblick auf sein musikalisches Vermächtnis - 21.04.2010
Die neuesten Live-Berichte:
Overkill, Prong - Tour 2014 - 11.11.2014
OPETH - Pale Communion Tour 2014 - 10.11.2014
ASP - Per aspera ad aspera. Die 15-Jahre-Jubiläumstour - 26.10.2014
Die neuesten Live-Vorberichte:
Vorbericht: ASP - Per Aspera Ad Aspera. Die 15-Jahre-Jubiläumstour - 19.09.2014
Vorbericht: Opeth -Live- 2014 - 03.09.2014
Vorbericht: Kreator, Sodom, Arch Enemy, Vader 2014 - 02.09.2014
Die neuesten Galerien:
Open Air Festival M´era Luna vom 10. bis 11.08.2013 in Hildesheim - 14.08.2013
With Full Force 2013 - 28.07.2013
Darkmoon-Festival 2013 - 24.07.2013
Die neuesten Links:
Second Roses Online Shop Frankfurt
Morgzine - An Independent Brutal Death/grind Fanzi
Deadwebzine - Extreme Metal Guide And Metal Web Pr
All Metal Lyrics
All Metal Videos

© 2004 Metalglory.de - Alle Rechte vorbehalten   |   Haftungsausschluss   |   Impressum   |   Statistiken   |   Werbung   |   Version 5.1.8