Hallo Alexander! Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zum neuen Album „Stop my heart“ Die Songs wirken in jeder Hinsicht ausgereift und stimmungsvoll. Wie lange hat es gedauert, das Album fertig zu stellen?
Vielen Dank für die Glückwünsche. Als erstes möchte ich mich vorstellen, mein Name ist Alexander. Ich bin der Gitarrist und Co-Sänger von DARK PRINCESS. Olga kann aus einigen Gründen leider momentan keine Interviews beantworten, deshalb mache ich das für sie. Also...an der Arbeit zu diesem Album waren alle Musiker von DARK PRINCESS beteiligt. Die Arbeiten gestalteten sich deutlich länger und intensiver als noch auf dem Debütalbum “Without You”, auf dem neben Olgas Main-Vocals außerdem die russiche Band “Forgive Me Not” beteiligt war.
In Russland ist eure Sängerin Olga Romanova vor allem als Solo-Künstlerin bekannt. Wie kam es dazu, dass ihr nun als DARK PRINCESS mit sechs Mitgliedern eine recht große Band geworden seid?
Um an meine erste Antwort anzuknüpfen: Olga hatte zunächst ein Album mit den Musikern einer anderen Band geschrieben. Um aber auch live auftreten zu können, mussten wir alle zusammenkommen. Als es daran ging, auch live aufzutreten, machte unser Produzent uns mit Olga bekannt. Wir spielten einige Stücke vom ersten Album “Without You” und die Chemie stimmte sofort! Wir wurden alle gute Freunde und spielen seitdem zusammen.
Ihr seid ja auch in der engeren Wahl für den Eurovision Song Contest 2007 gewesen. Was erwartest du von einem internationalen Durchbruch?
Genauso wie wohl jeder Künstler, wollen wir einen höheren Level erreichen, also mit unserer Musik eine noch größere Hörerschaft erreichen. Unglücklicherweise ging die Entscheidung für die Teilnahme am Eurovision Song Contest an jemand anderen, aber was das angeht, haben wir auch positive News: Dieses Jahr sind wir ebenfalls in die Auswahlrunde zum Eurovision Song-Contest 2008 gekommen, und darauf sind wir mächtig stolz!
Im Vorprogramm von Evanescence seid ihr ja auch schon aufgetreten. Solche Vergleiche mit den ganz großen Gothic-Metal Bands drängen sich ja leider immer auf. Wie beurteilst du deren Einfluss auf eure Musik?
Ja, es gibt natürlich einen Einfluss dieser Bands auf unsere Musik. Aber der besteht natürlich nicht darin, deren Musik banal zu kopieren, sondern spiegelt eher unsere Leidenschaft, kreative Prozesse und unsere Lieblingsmusik wider. Leider war es uns kurzfristig doch nicht möglich, im Vorprogramm von Evanescence weiter aufzutreten. Aus irgendwelchen Gründen wollte Ami Lee nicht, dass eine ebenfalls Female-Fronted Band für sie als Support spielen. Für uns war das sehr verletzend, denn wir sind große Bewunderer von Evanescence. Aber in саппорте konnten wir sehr erfolgreich mit Within Temptation auftreten. Sogar Sharon und andere Musiker der Band kamen zu uns, um uns zu gratulieren.
Bei düsteren Melodien denkt man ja automatisch an Emotionen, Liebe und Schmerz, und auch der Albumtitel „Stop my heart“ geht ja in diese Richtung. Was zählt für dich am meisten beim Songwriting?
Selbstverständlich ist jeder von uns bei den Kompositionen für ein Album beteiligt. Natürlich gehen die Lyrics, die Musik und die Vocals dann auch in die Stilrichtung, für die wir uns entschieden haben. Das ist ganz natürlich.
Was sind deine persönlichen Lieblingstitel auf dem neuen Album?
"Cry", "Stop My Heart", "One Last Goodbye", "Join Me In Life". Alle von uns mögen diese Songs am liebsten, aber natürlich auch das ganze Album in seiner Gesamtheit.
Eure Heimatstadt ist Moskau. Kannst du kurz schildern, wie es in Russland im (Gothic) Metal–Bereich aussieht? Wie geht es zum Beispiel bei euren Konzerten so zu?
Also nicht alle von uns kommen aus Moskau. Alle Musiker sind aus Tula, Olga kommt aus Ufa. Die letzten Jahre in Russland waren sehr vielseitig was Musik anging. Da gab es viel Gothic und Metal, aber auch andere Stilrichtungen. In Moskau gibt es sehr viel davon. Deshalb besuchten die Leute auch mehr und mehr nur bestimmte Konzerte, zum beispiel nur die berühmtesten. Man hat halt nicht das Geld, überall hin zu gehen, besonders die jungen Leute nicht. Wir sind noch eine sehr junge Band, das heißt wir spielen auf verschiedenen Festivals oder als Support für größere Bands. Aber wir hoffen natürlich, eines Tages auf die großen Bühnen zu steigen!
Wird euch euer Weg dieses Jahr auch live nach Deutschland bringen? Sind schon irgendwelche Konzerte geplant?
Ja, wir würden sehr gerne nach Deutschland kommen, und nicht nur dorthin, sondern auch in andere Länder Europas. Wir stecken noch in den Planungen. Die Möglichkeit dafür liegt noch bei unserem Label.
Mit der Bonus-CD „Without You“ präsentiert ihr euren Fans ja die volle Packung Gothic Metal. Warum habt ihr euch dafür entschieden, gleich das ganze erste Album mit zu veröffentlichen?
Das war auf Initiative unseres Labels. Wir sind sehr glücklich über diese Entscheidung, denn es war sicher die Richtige.
Zum Schluss noch eine Frage: Wo siehst du DARK PRINCESS in zehn Jahren?
Das wird sich zeigen. Vielleicht werden wir sehr viel Erfolg haben, hier in Russland aber auch in ganz Europa. Sicher kommt da noch eine menge Arbeit auf uns zu. Die europäische Gothic-Szene ist die stärkste der Welt. Einfach wird es sicher nicht, aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg.
Vielen herzlichen Dank für das Interview und weiterhin alles Gute für dich und die Band!
Ebenfalls Dank an dich und an alle Leser von Metalglory, die dieses Interview gelesen haben!
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