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Whitebuzz "Eine Spannende Reise Jenseits Des Alltäglichen Zyklus!"
Die Hannoveraner Formation Whitebuzz ist das erste deutsche Signing des amerikanischen Stoner/Doom Labels Meteor City. Und das zurecht, denn ihr Debütalbum "Book of Whyte" ist ein absolutes Must-Have für Freunde des psychedelischen Stoner Doom. Also genug Gründe für Metalglory.de den Stoner Doom Freaks aus Niedersachsens Landeshauptstadt mal ein wenig mit unseren Fragen auf den Leib zu rücken.
Weitere Infos zu Whitebuzz:
REVIEWS:
Whitebuzz Book Of Whyte
INTERVIEWS:
Whitebuzz - Eine Spannende Reise Jenseits Des Alltäglichen Zyklus!

Hi erstmal! – Whitebuzz gehören sicher noch zu den recht unbekannten Combos der Szene. Insbesondere die Tatsache, das ihr aus Hannover kommt, ließ mich doch erstaunt aufhorchen da ihr selbst in der heimischen Szene nicht unbedingt bekannt seid. Wie kam es zur Gründung von Whitebuzz und wer ist momentan Aktiv im Line-Up?

Also, wir hatten vor Whitebuzz alle schon einige Projekte am laufen, allerdings fühlten wir, dass es gegen Ende ´06 an der Zeit war, noch einmal etwas Neues ins Leben zu rufen, vor allem, weil sich unsere musikalischen Vorlieben für verschiedene Genres zu dem Zeitpunkt inzwischen auf einem anderen Terrain bewegten, als dort wo wir uns bisher krachtechnisch ausgelebt hatten. Seit Anfang 2007 sind wir also mit Cris an der Gitarre, André am Bass und Tim an den Drums Whitebuzz in fester Konstellation und haben auch nicht vor, das in nächster Zeit zu ändern.

Und wie steht’s mit der Musik? Wie würdet ihr die jemanden beschreiben der euch gar nicht kennt?

Haha, da muss ich immer dran denken, ob wir demjenigen auch erst noch beschreiben müssen, was Stoner Doom eigentlich ist... Wir denken dass sich diese Person Zeit nehmen, sich in Ruhe mit ein- zwei Fläschchen Bier auf‘s Sofa fletzen, laut aufdrehen und einfach auf sich wirken lassen sollte. Wir versuchen alles zu durchfahren, was für eine spannende Reise jenseits des alltäglichen Zyklus notwendig ist.

Ihr habt euren Longplayer Book of Whyte über das amerikanische Label Meteorcity veröffentlicht. Das allein ist momentan eigentlich ein Gütesiegel. Wie kam der Kontakt mit ihnen eigentlich zustande? Ihr seid ja nebenbei bemerkt das erste deutschen Signing des Labels wenn meine Recherche richtig war.

Es war da mal ein Colour Haze Konzert in Hannover, auf dem wir Nick DiSalvo kennengelernt haben,.. Sänger und Gitarrist unserer jetzigen Labelmates ELDER, die wir bereits durch die Split mit Queen Elephantine kannten. Jedenfalls war er gerade als Ausstauschschüler in Deutschland und schaute auch ab und zu mal bei unseren Proben vorbei. Er fands super und hat dann gleich mal unserere Aufnahmen bei Dan Beland, dem Labelmacher, in den Briefkasten geschmissen. Der hat dann ein paar Tage später mit: „We love it! We would be happy and proud to release it on MeteorCity“ geantwortet.

Book of Whyte ist dann auch als unglaublich intensives und geniales Album an den Start gebracht, das auf mich zumindest eine nahezu hypnotische Wirkung entfaltet hat. Seid ihr rundum zufrieden mit dem Album?

Im Nachhinein würde man immer ein paar Dinge anders machen. Aber in Anbetracht der Möglichkeiten die wir hatten, sind wir mehr als zufrieden. Es ist sogar fetter geworden, als wir uns am Anfang erhofft hatten.

Wo sind die Haupteinflüsse?

Haupteinflüsse? Ich hoffe nicht, dass da jetzt OM als Antwort erwartet wird, mit denen wir ja in nahezu jeder Rezension verglichen werden. Sicherlich lassen sich die Parallelen dazu nicht abstreiten, aber in unseren Playern läuft neben David Hasselhoff unter anderem auch so ziemlich alles andere aus dem Psychedelic / Stoner / Doom Bereich und wir denken, dass dadurch die Authentizität unseres Albums geprägt ist.

Wie sind die bisherigen Resonanzen ausgefallen insbesondere der Vergleich Europa vs. Staaten? Vermutlich ist die Vorliebe der Fans für eure Musik dort noch höher einzuschätzen als in Europa.

Das mit den Staaten ist noch ein anderes Ding. Wir wissen gar nicht so genau wie es den meisten Amis gefällt, weil der größte Teil unserer CD-Reviews von dieser Seite des Erdballs kommt. Den Leuten von MeteorCity scheint es ja gefallen zu haben, außerdem gibt es dort mehr Bands aus unserem stilistischen Eck. Könnten uns aber auch vorstellen, das die Karten für eine Band dort einfach neu gemischt werden, vor allem wenn’s um Livegigs geht. Touren ist dort bestimmt nicht dankbarer als hierzulande, wohl eher das Gegenteil – trotzdem haben die Staaten natürlich ihren Reiz, keine Frage.



Stimmt es das Book of Whyte ursprünglich im Proberaum aufgenommen wurde, und anschließend am „Institut für Wohlklangforschung“ veredelt wurde? Wann habt ihr das Album eingespielt?


Japp! Ist richtig. Wir haben das Album nach gut einem Jahr Songwriting dann im Dezember 2007 über Weihnachten / Silvester gegen Kaution eines Kasten Biers im Proberaum unserer Hermelin-Freunde aufgenommen. Arne Borchart vom Institut hat dann das Mischen übernommen und wohaaa ... Die Jungs wissen, was sie da tun!


Wie läuft bei euch der Songwritingprozess im allgemeinen ab? – Wer ist für die musikalischen Ideen verantwortlich? – Teamwork oder Einzelarbeit?

Wir schreiben alles zusammen. Manchmal braucht es zwar 5-6 Tage, nein Wochen,...
ach quatsch,.... Monate, bis ein Song fertig ist, aber die Entwicklung durchfährt mehrere Stadien bis wir dann mit dem Endprodukt zufrieden sind. Da kommt es auch schonmal vor, dass wir einen Song, der fast abgeschlossen ist, nochmal auseinandernehmen und das Grundgerüst neu aufbauen...


Mein persönliches Highlight der Scheibe ist ’A Journey through The Orchestral Labyrinth Of The Wide Plateau’. Was ist euer persönliches Highlight, bzw. reflektiert am besten die Musik der Band?

Wir haben da keins. Finden, die Scheibe wirkt als ganzes rund. Aber sowas ist ja auch immer sehr vom aktuellen Gemütszustand abhängig, welchen Song, oder part, man gerade bevorzugt.


Womit beschäftigen sich die Songs textlich? Gibt es hier ein klares Konzept, oder sind es eher eigenständige Fragmente die in sich geschlossene Stories beinhalten?


Die Songs bauen alle aufeinander auf und sind eher Fragmente eines Ganzen, das sich stetig in seinem Schaffensprozess verdichtet.
Thematisch bewegt sich das ganze im Rahmen von künstlerischer Selbstfindung, Individualität und einer barrierelosen Ideologie in Form von Abstraktion des Wesens der Dinge. Wie könntest du dir eine Leinwand vorstellen, auf der du z.B. den Rationalismus aufgelöst darstellst?


Mal zur Hannoveraner Szene: Wie stellt sich die Hannoveraner Szene im allgemeinen, Doom Szene im speziellen, für euch dar? Ihr seid ziemlich speziell in eurer musikalischen Orientierung und auf eurem Sektor in Hannover ziemlich allein auf weiter Flur, oder täuscht das? Das schlägt sich auch auf eure Live Präsenz nieder. Denn außer einem Gig im Oktober bei Chez Heinz hab ich keinerlei Live Aktivitäten im Hannoveraner Raum finden können.

Die Doom Szene hier scheint wirklich nicht sehr groß. Ein nennenswertes Heavy / Psych / Stoner Event aber ist z.B. das Mushroom Happening (früher Swamp Room Happening), das im letzten Jahr viel Anklang gefunden hat. Manchmal verirrt sich dann auch eine Band namens Earth nach Hannover, ist aber eher selten.
Für uns stellt sich die „Doom Szene“ Hannovers eher als ein allgemein-musikinteressierter Haufen dar. Vom Langhaarzottel, Hardcoremosher oder Postrock-Indipärchen ist dann alles bei nem Konzert zu sehen. Wenn die Leute offen sind für etwas das ihnen ungewohnt scheint und Interesse zeigen, dann freut uns das sehr. Die bestbesuchtesten Konzerte zuletzt hatten wir z.B. auch in Hannover.
Bzgl. Livepräsenz ist deine Recherche etwas Lückenhaft. Nichts für Ungut...haha [hey, nobodys perfect, hihi! – d.Verf.]. In Hannover sind wir auf ein gesundes Maß an Liveterminen eingepegelt. Zu erwähnen wär vielleicht auch unsere gemeinsame Tour mit Hermelin im letzten Herbst, die für uns alle sehr gelungen war. Ansonsten bereisen wir aber auch vereinzelt Nord- und Mitteldeutschland im Allgemeinen für Gigs. Und hey, für 2010 sind wir noch schwer auf der Suche! Mal ein bisschen Werbung machen hier ..hehe



Zum Ende noch ein kleiner Ausblick auf 2010. Was passiert da im Hause Whitebuzz – Gibt es vielleicht konkrete Planungen für irgendwelche Touraktivitäten zum Beispiel mal größer anberaumte Gigs in Hannover oder gar neues Material?

Die Priorität für dieses Jahr liegt klar beim zweiten Album. Wir hoffen, es noch dieses Jahr aufnehmen und releasen zu können. Aber wie gesagt, vor allem wollen wir ne Menge live spielen und sind bereits am planen. Es wäre nicht zu entschuldigen 2010 ohne absolvierte Tour zu beenden.


Danke für die Beantwortung unserer Fragen. Zum Ende des Interviews ein paar abschließende Worte an die Leser von Metalglory und an eure Fans?

Besucht uns auf unserer Website für aktuelle Konzertdaten und andere Neuigkeiten.
Danke für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit Metalglory.de!



geführt am 29.01.2010   von Blizzard
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musikalischer Background des Verfassers
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[ Seit dem 29.01.10 wurde der Artikel 1654 mal gelesen ]
 
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