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Pandemonium "Misanthropy Rollt Auf Euch Zu!"
Pandemonium aus Łódź zählen zu den Mitbegründern der Death/Black-Metal-Bewegung in Polen. Ende der 1980er/Anfang der 1990er gegründet, ein heftiges Debüt-Album „Devilri“ 1992 abgeliefert und „fertig“ war der gewisse Status. Doch anscheinend war man viel zu jung für die Welt da draußen und die Band löste sich nach dem Zweitwerk "The Ancient Catatonia" auf. Nun schreiben wir das Jahr 2011 und die Jungs haben in der Zwischenzeit so einiges auf die Beine gestellt. Doch das Ergebnis aus dem Vorjahr ist ein neues Demo, zwecks weltweiter Labelsuche. Von daher sprechen einigen Gründe dafür, endlich diese Combo vorstellen zu dürfen. Paul (Gitarre, Gesang) und Mark (Gitarre) standen per E-Mail zur Verfügung; viel Vergnügen.
Weitere Infos zu Pandemonium:
REVIEWS:
Pandemonium Devilri / Live S´thras´hydlo ´91
Pandemonium Misanthropy
Pandemonium Devilri Re-release
INTERVIEWS:
Pandemonium - Misanthropy Rollt Auf Euch Zu!
Pandemonium - Good Old Tradition Of Black Metal

Ich muss schon sagen, dass euer Demo 2010 vielversprechend klingt. Ist eine lange Zeit her, seit man von euch etwas im Westen so richtig gehört hat. Wie geht es euch und was habt ihr die Jahre so getrieben.
Mark (M): Vielen Dank für die Blumen, uns geht es sehr gut. Der Underground lebt noch und es wird immer besser bei uns. Die Promo haben wir aufgenommen, um der Metalszene ein neues Lebenszeichen von uns zu geben. Und natürlich um schon so auch auf das neue Album „Misantrophy“ einzustimmen. Wir sind nun auf das neue Album fokussiert und planen ebenfalls neue Gigs. Vor ein paar Wochen hatten wir mit Incantation und Christ Agony in Warschau einen coolen Auftritt und im Juni spielen wir beim Silesian Massacre Festival, zusammen mit genialen Bands wie Entombed, Kataklysm, Krisiun and Armagedon. Es geht also voran.

Wie sind die bisherigen Reaktionen aus aller Welt im Bezug auf die letzten Songs von euch?
M: Ich sollte vielleicht etwas euphorischer sein, aber was soll´s. Das neue Material ist unser derzeitiger Stand der Dinge und das ist zurzeit auch der Hammer. Alle Zeichen und Meinungen, die wir zu den neuen Songs erhalten haben, sind überaus positiv und das freut uns sehr, klar. Wir haben um die 40 Reviews von polnischen als auch ausländischen Mags und sämtliche Reviews sind sehr enthusiastisch und erhielten hohe Punktzahlen.

...tja, es gibt sicherlich einige, die nichts von euch gehört haben. Schließlich habt ihr lediglich den Kultstatus in Polen erreichen können. Vielleicht kannst Du ein wenig über eure Entstehung plaudern?!



M: Die Geschichte von Pandemonium hat im Herbst 1989 angefangen, als Paul (Gitarre) und Peter (Schlagzeug) beschlossen eine Band ins Leben zu rufen. Die Musik für das erste Demo, „Reh Tape“ war etwas langsamerer, aber sehr düster und eben heavy. Zu damaliger Zeit gab es kaum eine Band in Polen, die einen vergleichbaren Stil verfolgte. Diese gab es eher außerhalb des Landes, mit u.a. Samael, Celtic Frost oder Bathory. Das Demo hat im Underground wirklich gut eingeschlagen und nach dem Debütalbum „Devilri“ waren Pandemonium in aller Munde, gemeinsam mit den damals ebenfalls sehr bekannten Bands wie KAT, Imperator und Vader. Daher gab es auch gleich danach zahlreiche Gigs, als Support für u.a. Morbid Angel, Samael und Cannibal Corpse. 1994 erschien folglich das zweite Werk "The Ancient Catatonia”, welches gleichzeitig das letzte Album der 1990er Jahre für uns darstellte. Einige Unstimmigkeiten in der Band haben dazu geführt, dass man getrennte Wege gehen musste. Paar Jahre später hat Paul unter dem Namen DOMAIN ein paar Alben veröffentlichen können. Die Szene, also die Fans hatten den Wechsel des Namens durchaus akzeptieren können, aber irgendwie hatten sie doch Sehnsucht nach den wahren Pandemonium. Daraufhin hatte Paul entschieden wieder den guten, alten und eben bekannten Bandnamen zu verwenden. Ein Neubeginn war angesagt. Zu dieser Zeit stieß ich noch zur Band und wir nahmen prompt ein experimentel-atmosphärisches Album „The Zonei“ auf. Danach sind noch Simon und Michael zur Band gekommen und wir veröffentlichten „Hellspawn“, eins der bis dato brutalsten Alben. Dies erreichte auch etliche, überaus positive Reviews. Selbstverständlich war man auch zu damaliger Zeit viel unterwegs, u.a. mit Slayer, Samael, Asphyx, Celtic Frost, Behemoth usw.

Was waren die wahren Gründe, um nach dem wirklich guten Debütalbum und dem Zweitwerk das Handtuch zu werfen. An der polnischen Metalszene kann es doch nicht wirklich gelegen haben, schließlich hatten Bands wie u.a. Vader, Behemoth, Christ Agony und so weiter ziemlich viel Erfolg. Die Szene bebte, wenn man so will.
M: Das brutale Leben eben und jugendlicher Leichtsinn! Paul & Co. waren damals viel zu jung, um das alles zu verkraften, zu verstehen. Der Erfolg von "Devilri" und "The Ancient Catatonia" ist ihnen sozusagen zu Kopfe gestiegen. Die Stagnation war demnach die logische Folge, wie so oft, also ganz typisch. Ich vermute, hätte Paul und Co. schon damals einen derartigen Manager wie jetzt, den Greg von Godz ov War Productions, dann wären die Dinge sicherlich anders verlaufen. Und na ja, die Bands, die Du erwähnst sind durchaus auch jetzt immer noch sehr bekannt und wirklich gut, in dem was sie tun, aber haben genau so die Erfahrungen, wie jede andere Band. Und es gibt eben Situationen, die alles Weitere, die weitere Existenz beeinflussen können und auch müssen. Das Leben ist voller Überraschungen und Du kannst und musst nicht immer jede auch so hinnehmen.




Welche Unterschiede gibt es nun zwischen Pandemonium anno 1994 und jetzt 2011? Natürlich meine ich den eher musikalischen Prozess…?
Paul (P): Wir sind natürlich viel gewiefter, als damals im jugendlichen Wahnsinn. Nun, seit einigen Jahren wissen wir ganz genau was und wie wir es machen wollen. Die Erfahrungen, die man sammelt, beeinflussen auch unsere Zukunft. Wir haben unsere Fehler der Vergangenheit akzeptiert und auch genügend dafür bezahlt. Egal, wir haben allemal noch den Drang zum Agieren und das zählt. Das treibt uns an, um das zu kreieren und spielen, was wir auch fühlen.

…und wie sind die lyrischen Welten bei Pandemonium. Welchen Themen widmet ihr euch dieser Tage und welches sind die Inspirationsquellen?
P: Ich versuche die Texte so persönliche wie möglich zu halten. Ich baue auf diese Weise auch meinen Stress ab, klar. Natürlich sind die Haupthemengebiete im typischen Black/Death-Metal-Genre angesiedelt. Hauptsächlich die dunklen Ebenen der menschlichen Natur, die Philosophie und die alten Legenden, allen voran die Semrische Geschichte und Sprache. Doch von Zeit zu Zeit bewegen wir uns auch in anderen Sphären der Textwelt, natürlich auch anti-religiöse Philosophien als auch einiges, was mit Themen von Lovecraft vergleichbar wäre. Und man könnte nun ausgiebig über diese ganzen Themen und Erfahrungen was preisgeben, schließlich erlebt, reist und liest man auch viel. Doch es ist natürlich sehr oft die eigene Meinung in den Texten vertreten und auch aus der eigenen Sicht verfasst. Insofern darf natürlich jeder für sich auch was anderes in den Texten finden.

Wenn wir schon bei Dir persönlich sind, welches sind Deine derzeitigen oder auch ehemaligen Favoriten bzw. Platten, die Du gern hörst?!
M: Ich höre eigentlich ständig Musik. Egal wo ich mich aufhalte oder was ich tue, Musik läuft immer. In den letzten Jahren sind ja abertausende Alben aus dem Metalbereich veröffentlicht worden und es nimmt irgendwie kein Ende. Es wird immer schwieriger, bzw. ist schwierig genug etwas zu finden, was wirklich äußerst interessant ist. Aber wenn es einen glücklich macht alles Mögliche zunächst auszuprobieren, ist ja auch nicht weiter schlimm. Derzeit beschäftigt mich die Deutsche Band Agrypnie sehr viel. Ich kann mich von deren Alben “Exit” and “16” einfach nicht losreißen; Meistwerke. Des Weiteren kann ich derzeit auch Negura Bunget “Vîrstele Pamîntului” und Abigail Williams “In the absence of light” als auch Melechesh “Epigenesis” empfehlen. Und natürlich habe ich die Old-School-Favoriten der 1990er-Jahre wie u.a. Obituary, Morbid Angel, King Diamond, Deicide, Opeth…, öfter im Player laufen.


Wie wichtig ist es für euch auf der Bühne zu stehen und die Songs den Leuten zu präsentieren?
M: Persönlich kann ich einfach nicht ohne die Bühne, ohne die Shows leben. Es ist enorm wichtig und auch wünschenswert –für jeden von uns- so oft wie möglich zu spielen. Wir genießen die Zeit auch auf der Bühne ausgiebig, wenn wir unseren „devilish rock & roll“ zelebrieren. Natürlich kann man die Musik auf CD anhören, aber auf der Bühne geht es richtig zur Sache. Es gibt Dir einfach den enormen Kick, das gewisse Feuer wird auf der Bühne entbrannt. Sounds, smoke, lights and haunted scenery is making one dark, atmospheric performance! Wenn Du die Musik zu Hause hörst, dann stellst Du Dir sonst etwas vor, bei einem Gig bekommst Du dann genau das, was Du verdienst: a fucking performance! Checkt am besten unsere Videoclips auf u.a. YouTube ( http://www.youtube.com/pandemoniumbandpl1) ab, dann wisst ihr was ich meine.







Dann kann ich zum Schluss nur noch hoffen, dass ihr mal bei uns vorbeischaut...wünsche euch viel Erfolg mit der neuen Scheibe und bis bald.
P: Ich hoffe auch, dass wir uns bald in Deutschland sehen lassen können. Ja, wir alle sind guter Hoffnung und haben richtig Bock drauf bei euch zu spielen. Das neue Werk “Misanthropy” wird nun wohl im Herbst des Jahres erscheinen und dann schauen wir mal weiter. Vielen Dank für das Interview; heilz to all metal maniax from Germany. PANDEMONIUM – HORDE!

Paul – guitars, vocals
Mark – guitars
Michael – bass
Simon – drums

Mehr zur Band @
http://www.pandemonium.metal.pl
http://www.myspace.com/pandemonium_pl
http://www.youtube.com/pandemoniumbandpl1
http://www.facebook.com/pandemoniumpl
http://www.reverbnation.com/pandemoniumhorde







PANDEMONIUMDISCOGRAPHY

1991 – Rehearsal - tape [self released]
1992 – Devilri – tape [Carnage Records]
1993 – The Ancient Catatonia – tape/CD [Baron Records]
2001 – Devilri/The Ancient Catatonia/bonus live tracks – CD [Apocalypse Productions]
2004 – Devilri/Live in S`thrash`ydło `91 – CD [Apocalypse Productions]
2004 – The Zonei – CD [Mystic Productions]
2007 – Hellspawn – CD [Mystic Productions]
2010 – Promo 2010 – limited DigiCD [Godz Ov War Productions]
2010 – Devilri – limited 12”LP [Godz Ov War Productions/Hellshop]
2011 – Promo/Demo
2012 – Misanthropy

DOMAIN – DISCOGRAPHY

1995 – Pandemonium – tape [Morbid Noizz Productions]
1999 –…from Oblivion – CD [Apocalypse Productions]
2002 – Gat Etemmi – CD [Apocalypse Productions]


geführt am 26.05.2011   von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers
...sehr viel
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