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Dawn Of Disease "Death Metal Mit All Seinen Schmackhaften Facetten!"
Das Interview wurde ausgearbeitet und geführt von Jens (Horst_Sergio) --------------------------------- Das neue Album "Crypts Of The Unrotten", der Osnabrücker Death Metal Band Dawn Of Disease ist ein echter Killer geworden. Das allein ist für Gitarrist Olli und Frontmann Tomasz schon Grund genug, um Rede und Antwort zu stehen und angeregt über die Entstehung des Albums zu plauschen, sowie auch alte Wunden endgültig zu bandagieren, mit denen sich Metalglory-Redakteur Horst_Sergio seit Jahren herumquält. Aber lest selbst.
Weitere Infos zu Dawn Of Disease:
REVIEWS:
Dawn Of Disease Through Bloodstained Eyes
Dawn Of Disease Legends Of Brutality
Dawn Of Disease Crypts Of The Unrotten
INTERVIEWS:
Dawn Of Disease - Death Metal Mit All Seinen Schmackhaften Facetten!


Hi Leute, wie schauts aus bei euch?
Olli: Hey hey, bei uns sieht’s soweit ganz gut aus, danke der Nachfrage. Wir kommen gerade frisch vom Turock in Essen, wo wir am Ostersonntag mit Debauchery aufspielen durften. War ein netter Abend!

"Crypts Of The Unrotten" - was für ein Brett. Erstmal meinen Glückwunsch zu diesem Album! Ihr scheint ihr mehr als nur einen monströsen Schritt nach vorne gemacht zu haben...
Ja vielen Dank! Das erfreut doch das Musiker-Herz, wenn man so etwas hört. Es ist ja so, dass wir für die Aufnahmen zu „Crypts of the unrotten“ viel mehr Zeit hatten. Beim Debutalbum war es noch eine Woche, jetzt hatten wir direkt vier Wochen das Soundlodge gebucht. Diese Tatsache scheint sich bemerkbar zu machen.

Erklärt den Lesern dort draußen doch einmal, welche Vorzüge sie mit "Crypts Of The Unrotten" erwarten.


Death Metal mit all seinen schmackhaften Facetten! Hehe. Wir haben, auch aufgrund der längeren Studiozeit, mehr Zeit investiert, um die Songs besser zu arrangieren, Melodien gezielter einzustreuen, mehr Soli zu bringen und einfach alles etwas ausgefeilter zu gestalten. Natürlich sind wir nach wie vor keine hyperproggy Band und das wollen wir auch gar nicht, aber es ist eben alles tighter als noch auf „Legends of brutality“.

Im direkten Vergleich zum gutklassigen, dennoch mit einigen Kritikpunkten (Vocals) behafteten "Legends Of Brutality", das mir persönlich noch recht gut in Erinnerung ist, habt ihr nahezu eine hundertprozentige Steigerung vollzogen. Wie ist das so ohne weiteres möglich?
Ohne weiteres sicherlich nicht. Wie schon gesagt, hatten wir einfach mehr Zeit im Studio. Außerdem sind wir als Band natürlich länger zusammen, kennen einander und wissen, wie wir uns ergänzen um zum besten Ergebnis zu gelangen. Außerdem steht das Album unter einer Art Konzept, an dem wir uns langhangeln konnten. Dies hatten wir eigentlich beim gesamten Songwriting-Prozess im Hinterkopf.

Es hat den Anschein, dass ihr für Crypts mehr Einflüsse aus dem Bereich Brutal Death und Grind eingeholt habt und dem vormaligen Spagat zwischen Schweden und US Death etwas den Rücken kehrt (was aber durchaus positiv ist).
Das liegt vermutlich im Ohr des Hörers. Wir haben auf jeden Fall eine Schippe mehr Brutalität draufgelegt, was die Texte betrifft. Songs wie z.B. „Knive vs. Flesh“ (inkl. Crust-Part) oder auch „Calcined bones“ sind sicherlich eher amerikanisch geprägt, aber dann haben wir auch wieder andere Songs, wie „Enter the gates“ oder „But death goes on“, wo schon eher die Schwedenkante raus kommt. Wir sind natürlich weder Schweden noch Amis und so wird man bei uns vermutlich immer eine Mischung aus allem finden, die die Mucke dann zu unserer Interpretation von Death Metal werden lassen.



Vielleicht liege ich aber auch in der Vermutung falsch, von welchen Einflüssen ihr profitiert...
Es ist tatsächlich so, dass wir von allem beeinflusst werden, was uns so umgibt. Hauptsächlich sicherlich der angesprochene Schweden Death aber auch viele andere Euro-Deather wie Bolt Thrower, Vader, Asphyx, God Dethroned, Gorefest etc.

Die gesamte Produktion des Albums erscheint wesentlich straffer und die Songs technisch enorm gereift ... Machte sich dieser Aufwärtstrend schon während des Songwritings bemerkbar oder hatte die Arbeit im Studio einen entscheidenden Einfluss?
Sowohl als auch. Wir hatten das Debutalbum ja schon über ein halbes Jahr vor Release aufgenommen und somit einige Zeit, an neuem Material zu arbeiten. Unser Hauptsongwriter Lukas hat sich hier dieses Mal besonders ins Zeug gelegt. Da wir dieses Mal ganze vier Wochen im Studio waren, hat sich dies natürlich auch positiv auf die Produktion ausgewirkt. Wir hatten mehr Zeit um z.B. den richtigen Gitarrensound zu finden. Hier haben wir mit verschiedenen Amps und verschiedenen Cabs herumexperimentiert. Und generell hatten wir für alles viel mehr Zeit und weniger Druck im Nacken, sodass wir uns freier bewegen konnten und auch noch die ein oder andere Sache verbessern konnten.

Fühlt ihr euch dem Underground entwachsen und dazu bereit, auch international mitzumischen? (Das Potenzial bringt Crypts schließlich zur Genüge mit.)
Das ist natürlich das Ziel, wenn man ambitioniert und mit Bock an der Sache in einer Band ist. Wir sind aber was dies betrifft alle sehr realistisch und heben nicht ab, bleiben lieber auf dem Teppich. Wenn sich etwas ergeben sollte, was uns einen großen Schub nach vorne gibt, dann wäre das natürlich genial!!!

Wo und wann kann man die Power eurer neuen Songs denn mal live bestaunen?
Bisher sind neben den Extremfest – Festivals in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch einige kleine Gigs bestätigt bzw. in Planung. Eine kleine Record Release Party werden wir am 12.05. in Schüttorf im Komplex machen, wenn ich an dieser Stelle mal ein bisschen Werbung machen kann. hehe. Also kommt alle ran, der Laden ist echt ziemlich nett.


Sind bereits Tourdates geplant?
Wir sind mit unserer Booking Agentur Rock The Nation in regem Kontakt und schauen, dass wir noch was cooles auf die Beine stellen dieses Jahr!

A pro pos live. Ich hatte es auch seinerzeit im Review zu "Legends Of Brutality" erwähnt, möchte dennoch einmal die Gelegenheit nutzen, hier nachzuhaken. Ich hatte euch zuletzt auf dem Fuck The Commerce im Jahr 2007 live gesehen. Leider war der Eindruck seinerzeit ein wenig "kraftlos". Jedoch ist ja nicht unbekannt, dass dieses Festival organisatorisch ein vollkommenes Desaster war.
Tomasz: Kraftlos ist noch sehr nett ausgedrückt, haha. Der Auftritt war leider wirklich schlecht. Wir hatten einen Ersatzdrummer, der nicht wirklich gut (eingespielt) war und wir haben zum ersten Mal mit einem zweiten Gitarristen gespielt. Wir waren schlicht und ergreifend einfach nicht gut genug aufeinander eingespielt. Unter anderem auf Grund dieser 'Lineup-Probleme' (insbesondere was den Schlagzeugerposten anging) haben wir dann auch später alle nachfolgenden Auftritte (Metalcamp, Up From The Ground...) absagen müssen und haben uns 2007 letztendlich auch aufgelöst. Aber jetzt sind wir wieder zurück und treten live richtig Arsch, also unbedingt noch mal anschauen!

Könnt ihr euch noch daran erinnern, inwiefern sich das Drumherum des Festivals auch auf euren Gig auswirkte?
Wir sind damals nur zu unserem Auftritt hingefahren und haben nicht sehr viel von dem Drumherum mitbekommen, aber als wir erfahren haben, dass wir unser Spritgeld nicht bekommen, weil irgendwie kein Geld mehr in der Kasse war, hat das die Stimmung schon ein wenig geschmälert. Das hatte aber trotzdem keine Auswirkung auf unseren Auftritt, daran waren einzig und allein wir selber Schuld.

Was bekommt man Anno 2012 bei einem Dawn Of Disease Gig geboten?
Olli: Wir sind da recht puristisch und liefern einfach nur eine geile Death Metal Show ab. „Gitarre spielen und headbangen“ scherze ich immer im Proberaum über unsere Choreographie. Allerdings haben wir uns ja für das neue Album ein kleines Konzept überlegt und arbeiten gerade daran, einige kleine Dinge darauf auszurichten, was die Bühnendeko betrifft. Es wird sicherlich kein Theaterstück werden aber ein paar kleine Sachen werden wir schon einbauen…
Ich bedanke mich für eure Zeit und wünsche euch in Zukunft viel Erfolg! Die letzten Worte gehören allerdings euch. Was wollt ihr den Lesern noch mit auf den Weg geben?
Immer schön Death Metal hören und unser Album kaufen natürlich. Hehehehehe. Nein, im Ernst…wir bedanken uns bei allen, die zu unseren Konzerten kommen und uns geil finden. Kommt gerne einfach bei uns rum nach den Gigs und sprecht uns an.


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Das Interview wurde ausgearbeitet und geführt von Jens (Horst_Sergio)


geführt am 12.04.2012   von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers
...sehr viel
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[ Seit dem 12.04.12 wurde der Artikel 1412 mal gelesen ]
 
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