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Haudegen "Ehrlich Währt Am Längsten!"
Gerade ist das aktuelle Album „Lichtblick“ der aus Berlin Marzahn stammenden Band erschienen und nun befinden sie sich auf Tour. Nach den Erfolgen der Vorgänger war es eigentlich nur klar, dass sie sich auch diesmal treu bleiben und den Fans das geben was sie erwarten. Wir, Arthur und ich, hatten das große Vergnügen die beiden Haudegen Hagen und Sven kurz vor ihrem Konzert im Hannoveraner Capitol interviewen zu dürfen. Allerdings war erst noch Warten angesagt, da Sven erst noch einem Fan sein Autogramm auf den Arm tätowieren musste. Fannähe der besonderen Art.
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Haudegen Lichtblick
Haudegen Haudegen Rocken Altberliner Melodien
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Haudegen - Ehrlich Währt Am Längsten!

Zuerst einmal freuen wir uns, dass wir euch nun auch endlich einmal bei Metalglory vorstellen können und sind sehr gespannt auf das Interview.
Hagen Stoll: Ja super, auch wir sind erfreut, dass ihr euch die Zeit nehmt und wir bei euch unser Debüt feiern.

Ihr habt euch ja 2010 zusammengetan und die Band gegründet, habt aber beide schon eine musikalische Vergangenheit, die aber mit der Musik, die ihr heute macht nichts zu tun hat. Ihr kommt beide aus dem Rap bzw. Hip Hop. Wie kam dieser Stilwechsel, dieser Stimmungswechsel zustande?

Hagen: Am Ende geht es uns um die Musik, unser Leben ist Musik. Wir haben beide einen ganz unterschiedlichen Geschmack und unterteilen nicht in Genres. Wir betiteln es eher so, dass der Rap, der Hip Hop unser Kindergarten war, der Spielplatz wo wir aufgewachsen sind und uns austoben durften. Irgendwann wächst du aber aus diesen Kinderschuhen raus und befasst dich als erwachsener Mann damit, wie dein weiteres Leben auch musikalisch aussieht. Für uns beide war klar, dass unsere Wurzeln schon immer im Rock lagen. Es ist ja nicht so, dass du nur weil du Hip Hop machst keinen Rock hörst. Wir sind z.B. beide große Shinedown Fans, das waren wir aber auch schon als wir beide noch Rap gemacht haben. Für uns beide ist eher der Überbegriff Musik und um Musik zu machen, musst du ein Musikliebhaber sein. Wir sind beide Musikliebhaber und haben für uns gesagt, dass wir beide glauben mit dem Rock & Roll alt werden zu können. Du kannst mit dem Hip Hop nicht alt werden, wenn du es praktizieren willst. Du kannst es weiter hören, du verlierst aber an Glaubwürdigkeit und den Bezug zur Jugend je älter du wirst.

Euer erstes Album „Schlicht und ergreifend“ erschein 2011 und wurde gleich ein Erfolg. Wie seht ihr jetzt, vier Jahre später, den für euch ja sicherlich auch überraschend gekommenen Erfolg?
Sven Gillert: Wir wurden ja quasi überrollt davon und haben auch Jahre später noch immer Schwierigkeiten diesen Erfolg zu realisieren, den auch für sich selber anzunehmen. Wir sind halt zwei einfach gestrickte Typen, die gerne Musik machen und auch gerne aus ihrem Leben erzählen. Da ist es manchmal schon, ich sage jetzt mal, aufrüttelnd zu sehen, was wir in der kurzen Zeit erreicht haben. Manche Band braucht dafür zehn Jahre und wir sind jetzt beim dritten Album und haben uns in Überschallgeschwindigkeit bis hierher bewegt.
Hagen: Andere Bands kritisieren uns auch dafür, weil wir da sind, wo sich andere Bands den Arsch abgespielt haben und es nicht geschafft haben. Wir wissen diesen Erfolg zu schätzen, wissen auch, dass dieser schnelle Erfolg eine heikle Nummer ist. Am Ende aber ist es so, dass wir die Musik machen, die uns selbst fehlt. Und unser Erfolg gibt uns insofern recht, dass da draußen viele Menschen sind, die genauso empfinden. Unsere Musik ist nicht anti, sondern basiert auf Hoffnung, Freundschaft, Glaube und Familie. Die auf Werte aufbaut, auf Ehrlichkeit und wir sind der Auffassung, dass der Erfolg daher rührt, dass wir die Typen sind, die wir sind. Bodenständige Typen, keine Schaumschläger, keine Interpreten, keine Darsteller, sondern es kommt alles von uns. Es kommt aus dem Herzen. In der heutigen Zeit werden viele Menschen für doof verkauft, ich glaube aber, dass die Menschen nicht so doof sind, dass sie an alles glauben was ihnen aufgetischt wird.

Habt ihr ein Rezept gehabt? Habt ihr bewusst auf diesen Erfolg hin gearbeitet?
Hagen: Nein, das ist auch nicht planbar. Als wir angefangen haben, haben wir schon gemerkt, dass in unseren Stimmen eine harmonische Magie liegt und das trifft nicht nur uns, sondern alle Freunde von uns haben gesagt „Ey, das ist geil!“. Das wussten wir schon und haben darauf auch aufgebaut. Aber Kalkül steckt da nicht dahinter. Wir haben gerade vor ein paar Wochen für unser erstes Album eine goldene Schallplatte bekommen. Damit musst du erstmal umgehen, dass du 100.000 Menschen erreicht hast, die dein Album gekauft haben. Unsere Familie und Freunde sind stolz auf uns, denn du musst dir einmal vorstellen, dass wir beide keine musikalische Ausbildung haben. Wir haben uns das autodidaktisch erarbeitet und haben da wirklich lange daran für uns gearbeitet. Das war für uns die Möglichkeit aus Marzahn rauszukommen und nicht im Sumpf der Antriebslosen zu versinken. Der größte Erfolg ist, das wir es geschafft haben uns selbst eine Persepektive zu geben. Wenn jetzt alles so bleibt, ist die Welt für uns in Ordnung.

Besteht jetzt die Gefahr, dass ihr auf einmal in der Jury von „The Voice of Germany“ sitzt?
Hagen: Das wurde uns schon angeboten. Aber wir leben nach der Prämisse, dass wir nur machen, was uns passt. Alles was wir uns selber nicht abkaufen, machen wir nicht.
Sven: Ich glaube, ein ganz wichtiger Punkt ist, wie wir mit den Menschen umgehen, die mit uns arbeiten oder auch die, die jeden Abend im Publikum stehen. Im Hip Hop waren wir schon ziemlich „Fame“. Bei uns gibt es aber diese „Fame“ Geilheit nicht mehr. Früher hast du alles für „Fame“ gemacht. Wir sind völlig frei davon und ich glaube, dass genau das vielleicht auch das Geheimnis hinter Haudegen ist. Wir sind einfache Menschen, die das machen woran sie Freude haben und teilen das mit den Menschen. Weil wir gerade von der goldenen Schallplatte gesprochen haben. Das ist der Verdienst der Menschen, die unsere Platte gekauft haben. Wir haben eine Releaseparty gemacht und haben die Platten aufgestellt. Nicht damit sich Menschen damit fotografieren lassen. Wir haben jeden einzelnen gebeten auf der Rückseite der LP zu unterschreiben. Das ist ein großer Unterschied zu anderen Künstlern. Wir machen das aber nicht um uns zu unterscheiden, sondern weil das unser Begehr ist. Das ist unsere Art „Danke!“ zu sagen.

Eure Texte handeln ja von Freundschaft, Familie, Verbundenheit, Treue, Menschlichkeit und passen damit auch wunderbar in unsere heutige Zeit. Wollt ihr die Menschen unterhalten oder wollt ihr vielleicht auch etwas verändern?
Hagen: Sobald man von Veränderung spricht, wird auch immer schnell von Naivität gesprochen. Musik kann verändern. Wir sehen das so: Musik ist für uns die schönste Gemeinsamkeit auf Erden, die überall auf der Welt Menschen zusammen bringt. Wir haben das sehr schnell verstanden, dass unsere Musik Menschen zusammen bringt. Wir leben nun einmal in einer Welt, in der viele Menschen, auch durch das Internet, in einer Anonymität leben, dass es fast schon wieder ein Highlight ist, wenn man mal wieder zusammen kommt und eine tolle Gemeinsamkeit für sich entdeckt. Mit unserer Haudegen-Familie haben wir das ein Stück weit aufgebrochen und helfen den Menschen dabei wieder zueinander zu finden. Das ist kein Kalkül, sondern entsteht, weil wir so denken. Das war vor 5 Jahren so und das war auch schon vor 10 Jahren so. Wir machen Familientreffen, wo wir uns mit unseren Fans außerhalb der Musik treffen. Zwar spielen wir akustisch, genießen aber auch die Zeit mit den Menschen und teilen sie mit ihnen. Wir nehmen die Gespräche auch als Inspiration für neue Songs und wenn wir jetzt auf der Bühne stehen, geben wir genau diese Empfindungen nur noch zurück.

Die Musik, die ihr macht, erlebt ja seit einigen Jahren einen regelrechten Boom. Deutschrock in all seinen Facetten ist wieder überaus angesagt. Seitens der Medien wird seitdem aber auch immer wieder versucht, jede Band, die mit aufrichtigen und ehrlichen Texten daherkommt, in die rechte Ecke zu drücken. Auch bei euch hat das schon statt gefunden. Wie geht ihr damit um?
Hagen: Ganz einfach eigentlich. Wir gehen damit so um, dass wir das einfach begriffen haben. Intuitiv merken wir, wie Vorurteile geschürt werden. Das liegt auch mit daran, dass, nennen wir es jetzt mal Deutschrock, eine gewisse Stärke hat, ein gewisses Ohr hat und das veranlasst einige Redakteure in teils gesteuerten Redaktionen dazu, zu sagen „Dagegen gehe ich vor“, merken aber nicht, dass sie dadurch eine Antibewegung erschaffen. Soll heißen, anstatt der Sache mit Toleranz gegenüber zu stehen, wird Salz in die Wunde gestreut. Wir haben das verstanden und wirken dagegen durch zum Beispiel auch Taten. Wir haben auf Veranstaltungen gegen den Rechtsradikalismus gespielt, wie bei „Jamel rockt den Förster“. Oder ob das Hilfsaktionen waren, auf denen wir mitgeholfen haben. Man darf halt nicht nur reden, man muss etwas tun und das liegt auch in der Verantwortung dieser Szene. Diese Verantwortung hat dann eben auch eine Stärke und davor haben gewisse Leute auch einfach Angst. Es ist eine Stärke, wenn du den Menschen aus ihren Herzen sprichst. Wir haben einen Song wie „Igor und Nassim“ auf „Lichtblick“, wo wir bei jedem Konzert die Menschen auch auf die Flüchtlingssituation hinweisen. Es geht hier um Toleranz und um Menschlichkeit und solange wir in Frieden leben, sollten wir niemandem, der aus dem Krieg kommt, diesen Frieden verwehren. Da übernehmen wir, und da stehen wir stellvertretend für den Deutschrock, ganz klar Stellung, würden uns aber wünschen, dass das noch mehr Bands machen. Ganz klar Stellung zu beziehen und sich nicht hier und da noch Türchen offen zu lassen. Du hattest gefragt, wie es uns damit geht. Es gab einen Punkt, an dem wir uns beleidigt gefühlt hatten. Wir haben beide unsere Familien, haben Kinder und wenn die Familie dann damit auch beleidigt wird, dann hat das eine Dimension erreicht, die weh tut. Wir haben den Menschen, die uns diese Vorhaltungen gemacht haben, dann gesagt „Du tust uns weh, du beleidigst uns“ und das war dann der Punkt, an dem wir kapiert haben, dass reden und reden nichts hilft. Du musst was tun und das haben wir. Wir wollen das aber auch nicht an die große Glocke hängen. Wir machen keine Musik für Redaktionen, wir machen Musik für Menschen wie du und ich. Was die Redaktionen daraus machen, liegt in deren Verantwortung.
Sven: Wir haben die Tür zu den Menschen, die uns falsch verstehen könnten, zugetreten, sie abgeschlossen. Deshalb haben wir einen Song wie eben „Igor und Nassim“ und uns kann nun niemand mehr Vorwürfe machen.

Kommen wir aber mal auf eure Musik zu sprechen. Viele eurer Songs sind mit einer leichten Melancholie unterlegt. Was mir persönlich dabei ein wenig fehlt, ist, einmal so richtig rocken, so richtig nach vorne gehen.
Sven: Dann hast du vermutlich die Box von „Lichtblick“. Auf der darin enthaltenen EP „Zwielicht“ haben wir nämlich die Keule aus dem Sack geholt.
Hagen: Wir haben auf „Lichtblick“ schon deutlich härere Sachen als auf „Schlicht und ergreifend“ und „En Garde“. Wir sind ja große Shinedown Fans und wollten auch immer ein wenig progressiver zu Werke gehen. Wir wollten nicht kopieren, sondern es ging uns nur um die Vision. Wie erreicht dich eine Platte, bevor der Gesang einsetzt? Das ist entscheidend. Wenn du sagst „Mal die Kuh fliegen lassen“, dann haben wir das auf der EP „Zwielicht“ getan, die es aber eben nur in der Box gibt. Wir haben da bewiesen, dass wir das können. Wir haben immer wieder Leute, die sagen, ihr könnt nur Melancholie, lasst doch mal die Katze aus dem Sack. Wir sind aber 80% Melancholie und 20% Katze aus dem Sack. Das sind wir und dazu stehen wir. Für uns zählt die musikalische Tiefe. Ein aggressiv gesungener Refrain hat nicht so viel Tiefe wie ein melancholisch gesungener Kehrreim. Auf „Lichtblick“ haben wir auch dank unseres Produzenten Christoph Hessler unsere Vision verwirklichen können und fühlen uns auch sauwohl damit. Wir haben jetzt unseren Weg gefunden. Wir sind auf „Lichtblick“ progressiver und wollten uns auch nicht in die Schublade Deutschrock pressen lassen. Wir fühlen uns darin zwar wohl, wagen aber auch den Schritt darüber hinaus. Wir machen Musik und die findet auch in nicht deutschsprachigen Landen durchaus Anklang. Wir haben Leute in Vernezuela, Bulgarien, Mexiko, Kanada und den USA. Die hören sich die Mucke ja auch an und fühlen erstmal durch die Musik. Wir wollen auch international mehr Fuß fassen. Rammstein nennt man ja auch nicht Deutschrock. Rammstein hält man sofort für international und uns geht es ähnlich. Warum sollen wir uns denn beschränken? Das klingt ein wenig nach Arroganz, soll es aber überhaupt nicht sein. Ich kann mir aber andererseits auch nicht vorstellen mit Haudegen englische Songs zu spielen. Mach ne Foo Fighters Platte an, mach ne James Newstedt Platte an, mach ne Shinedown Platte an, mach ne Haudegen Platte an und dir wird sofort auffallen „Okay, mag ich, schöner Sound“ und darum geht es uns: um die Musik.

Ihr habt ja nun mit „Lichtblick“ euren Weg gefunden. Seid ihr auch zu, nun ich sag mal, Experimenten bereit? Ich denke dabei gerade an die Solo-Scheibe von Hagen, die ja auch dem Blues fröhnt. Also einer Musik, die ja auch eine emotionale Tiefe besitzt, wie eure auch. Könnt ihr euch vorstellen sowas auch mal mit Haudegen zu machen?
Hagen: Das meinte ich eingangs, als ich sagte „Du musst Musikliebhaber sein“. Es wäre eine Farce sich als Musiker anderen Genres zu verwehren. Sondern es geht genau darum, sich dieser Genres anzunehmen und zu gucken was passiert. Wir schließen da gar nichts aus, im Gegenteil, wir sind da sogar extrem offen und haben da auch immer wieder musikalische Momente, die uns künstlerisch extrem fordern. Ich möchte sowas wie „Talisman“ aber gerne auch zusammen mit Sven machen. Es kann also durchaus sein, dass es eine Scheibe „Haudegen schieben den Blues“ geben wird. „Talisman“, das klingt jetzt vielleicht doof, war für mich eher so ein Langeweile-Projekt. Ich hatte Urlaub und hatte Sehnsucht nach Musik. Sven war mit seiner Bar im Gange und ich hatte mich durch die Amerikareisen und Alligator Stuff inspirieren lassen genau so eine Scheibe zu machen. Aber wir verwehren uns da gegen gar nichts. Wir schreiben zum Beispiel gerade an unserem zweiten Buch, wo wir die Haudegen Geschichte erzählen. Aber wir vergessen auch unsere Wurzeln nicht. Wir sind ja mit den ganz Liedermachern wie Reinhard Mey, Hannes Wader oder damals noch im Osten Holger Biege aufgewachsen und stell dir mal einen Song wie „Albany“ von Roger Whittaker vor. Den haben wir mal nur so aus Spaß für uns gesungen, auf unsere Haudegen Art und dabei festgestellt, dass der Text auch zu uns passen würde. Doof gesagt, dann könnte England oder Irland überall sein. Diese Wurzeln sind wichtig für uns. Die setzt aber jemand, der uns sieht, nicht unbedingt voraus. Manche denken ja, dass Warner Music uns gesignt haben und einfach zwei Figuren aus uns gemacht haben.
Sven: Manch einer denkt, dass Warner Music zwei Typen aus dem Knast geholt hat, denen Gesangsunterricht gegeben hat und Texte geschrieben hat. Köstlich. Zwei Freigänger, die Musik machen. Aber wir können darüber lachen.

Es gibt noch ein paar Fragen, die ich auf meinem Zettel hatte, die ich aber nicht mehr zu stellen brauche. Ich sehe zwei Typen, die ihre Fans tätowieren, so nahe an den Menschen dran sind. Da erübrigen sich einige Fragen einfach.
Hagen: Wir kommen ja aus der Szene. Wir haben auf so vielen Tattoo-Conventions bereits tätowiert. Diese Szene kennt uns und wir hauen einen Song raus wie „Unter die Haut“, der genau dieser Szene gewidmet ist. Das haben Dropkick Murphys mit „Rose Tattoo“ ja auch schon längst gemacht. Aber du musst den Song kennen, um zu wissen, was haben Dropkick Murphys erzählt und was können wir auf deutsch erzählen. Wir haben zu dem Song ein Video gemacht und das Video hat 3 Millionen Leute auf facebook erreicht. Natürlich kommt dann Pro7. Jetzt wo das Mainstream ist, können wir uns daran bedienen. Dann sieht man uns halt auf einmal auf Pro7. Aber wir sind nicht doof und hoffen, dass die Menschen das Gute dahinter verstehen. Das ist kein Schabernack, was wir hier machen. Wir spielen eine zweieinhalb stündige Show heute abend. Das wird der Wahnsinn. Wir halten den Kontakt zu den Menschen. Gestern waren im Graben fünf Rollstuhlfahrer, eine stand während der Show auf, ihr Betreuer versuchte sie wieder runterzuziehen, „Du sollst doch nicht aufstehen“ und sie tanzt einfach. Das sind Gänsehautmomente, da stehen dir die Tränen in den Augen. Das sind die Momente, für die du es machst. Sowas kannst du nicht kaufen!
Sven: Wir haben den Song „Schlecht geht’s mir gut“, der von Menschen handelt, die sich durch das Leben kämpfen und dennoch glücklich sind mit dem was sie haben und wie sie sind.
Hagen: Wir lernen zum Beispiel gerade die Gebärdensprache, weil wir denken, dass du auch Gehörlose erreichen kannst. Musik kannst du fühlen, du musst sie nicht nur hören.

Frage zum Schluß: nächstes Jahr? Ein UEFA-EM-Song?
Sven: Man kann das ja ruhig einmal sagen. Wir werden immer wieder gefragt, ob wir nicht einen WM oder EM Song schreiben wollen. Wir wurden tatsächlich von höchster Stelle gebeten einen solchen Song zu schreiben. Wir sträuben uns aber so ein wenig dagegen.
Hagen: Das ist ein Geschäft, ein riesiges Geschäft und das passt nicht zu uns. Die Herangehensweise hat so wenig mit Musik zu tun. Ich habe viel mehr Bock sowas für die Eisbären (Berlin) zu machen. Da sind wir sehr verbunden, weil wir die Jungs kennen, wir wissen, dass viele der Spieler Haudegen-Fans sind. Wir werden oft genug eingeladen dabei zu sein. Wir wurden auch schon gefragt und selbst Maschine von den Puhdys (haben die Hymne „Wir wollen die Eisbären sehen“ geschrieben) sagt, da muss mal was neues kommen. Das werden wir auch machen, da hängt unser Herz dran. Das ist ein ganz anderer Weg, der über den Trainer, die Spieler, die Mannschaft läuft. Das passt auch viel besser zu uns.

Sven, Hagen. Danke für das tolle Interview. Ich sehe schon, ihr müsst noch weiter tätowieren. Alles Gute für euch!
Hagen & Sven: Danke an euch und Grüße an alle Leser von Metalglory!


HAUDEGEN im Dezember auf Kirchentour!
10.12.15 // Berlin // Apostel Paulus Kirche

11.12.15 // Leipzig // Peterskirche

14.12.15 // Hamburg // Kulturkirche Altona

15.12.15 // Bochum // Christuskirche


HAUDEGEN „Ziemlich beste Freunde“

(Quelle der Info/Trailer: AddOnMusic/
geführt am 04.11.2015   von Christoph
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[ Seit dem 04.11.15 wurde der Artikel 1470 mal gelesen ]
 
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