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Human Fortress "Studioreport Thieves Of The Night"
Auf Einladung der Band war Metalglory für euch im Studio von Human Fortress. Zwischen Hannover und Hildesheim, irgendwo im Nichts, befindet sich das Studio des Keyboarders Dirk Liehm. Hier laufen die Fäden zusammen, ist die Schaltzentrale der Hannoveraner Epic Melodic Metaller. Nach langer Abstinenz reaktivierten die beiden Gitarristen Todd Wolf und Volker Trost 2012 die Band und brachten mit dem famosen „Raided Land“ ein Album heraus, das an die beiden epischen Alben „Lord Of Earth And Heavens Heir“ (2001) und „Defenders Of The Crown“ (2003) nahtlos anschließen konnte. Herausragendes Merkmal dabei war bereits das brasilianische Sangeswunder Gus Monsanto (Adagio, Revolution Renaissance), der mit seiner kraftvollen Stimme den Songs sofort seinen eigenen Stempel aufdrücken konnte.
Weitere Infos zu Human Fortress:
REVIEWS:
Human Fortress Defenders Of The Crown
Human Fortress Eternal Empire
Human Fortress Raided Land
INTERVIEWS:
Human Fortress - Keine Castings
Human Fortress - Back To The Roots
Human Fortress - Studioreport Thieves Of The Night

Nun also legt die Band mit „Thieves Of The Night“ (VÖ 18.03.2016, AFM Records) ihr neues Werk vor. Bei der Listening-Session waren Todd, Volker, Dirk Liehm und André Hort (Bass) anwesend und gaben kleine Anekdoten und Erfahrungen von sich. Was zuerst auffällt, ist die Harmonie und Einigkeit unter den Bandmitgliedern. Wie eine Einheit präsentieren sie dabei das Album und stellen damit eine Atmosphäre her, die man bei anderen Bands sonst häufig mit der Lupe suchen muss.

Zum lockeren Einstieg gibt es erstmal das im letzten Sommer in der Nähe von Bremen gedrehte Video zum Titelstück „Thieves Of The Night“ mit anschließendem Making Of zu sehen und hören. Erstaunlich, dass eine Band mit einem doch eher dürftigen Budget ein so professionell gedrehtes Video präsentieren kann, bei dem man sofort das Herzblut der Musiker, des Regisseurs und der beteiligten Akteure förmlich spürt. „Bei immerhin dreissig Grad war das kein Zuckerschlecken“ gibt Volker zum Besten und betont aber gleichzeitig „dass es einer der spannendsten Momente im Zusammenhang mit dem Album“ war. Der Song selber besticht durch einen Mörder-Chorus, der einem einfach nicht mehr aus dem Kopf will. Dabei folgt er nicht den typischen Zügen eines Epic-Metal Songs, sondern besticht dadurch, dass er z.B. keine durchgehende Double-Bassdrum Attacken fährt, sondern akzentuiert mit fast schon progressiven Elementen aufwartet. Nach einem weiteren kleinen Small Talk geht es dann an das Album heran.

Cello Klänge, ein Harfensound und schon brettert der Opener „Amberstow“ aus den Boxen. Die druckvolle und glasklare Produktion von Sebastian „Seeb“ Levermann sorgt dafür, dass die feinsten Akzente herauszuhören sind. Wieder einmal wird gleich zu Anfang an klar, dass Rio’s Gus Monsanto einen fantastischen Job abgeliefert hat. „In gerade einmal fünf Tagen hat er das komplette Album eingesungen. Noch nie habe ich einen Sänger getroffen, der so konzentriert gearbeitet hat und so gut vorbereitet war.“ gibt Dirk zum Besten. Damit trifft er dann auch gleich den Nagel auf den Kopf. Denn was Gus hier abliefert, ist nicht von diesem Stern, bedenkt man die räumliche Trennung und die knapp bemessene Zeit. War er auf dem Vorgänger schon ein Gradmesser, so präsentiert er sich hier in seinem ganzen Facettenreichtum. Von dunklen Vocals bis zu kräftigem und druckvollem Gesang kann der Mann einfach alles.

Das folgende „Last Prayer To The Lord“ lässt es dann ein wenig langsamer, aber keineswegs weniger intensiv angehen. Mit einem fast schon an Accept erinnernden Riff eröffnet der Song, geht über in einen dieser typischen epischen Human Fortress Songs, die einem sofort ins Ohr gehen. Auch hier kommen wieder die progressiven Elemente zum Tragen. Todd dazu: „Wir waren schon immer ein wenig progressiv, haben das aber nie so in den Vordergrund gedrängt. Diesmal hat einfach alles zusammengepasst.“ Hört man sich unter diesem Gesichtspunkt die alten Alben nochmal an, so muss man Todd zustimmen. Allerdings war es noch nie so offensichtlich wie auf dieser Scheibe.
„Rise Or Fall“ startet mit einem herrlichen Riff, das einen sofort von Anfang an mitreißt. Auch hier gibt es wieder diese unglaublich geniale Chorusline, die von Gus’ kräftiger Stimme wunderbar intoeniert wird.
Das bereits erwähnte „Thieves Of The Night“ folgt als nächstes. Klasse Song auch ohne das visuelle Erlebnis einer zum Song passenden Story.
Mit „Thrice Blessed“ steht der nächste und vielleicht ungewöhnlichste Song an fünfter Position. Trotz aller epischen Momenten schleppt er sich dahin und dürfte für Human Fortress fast schon doomig ausgefallen sein. Geiles Riffing!
Auch „Hellrider“ bewegt sich im Midtempo, fällt in der Bridge fast schon ein wenig seicht aus, kriegt dann aber zum Chorus hin die Kurve und entwickelt sich zum nächsten Ohrwurm.

„Just A Graze“ besticht durch Maiden-Riffing und setzt auch mit einer ähnlichen Verse-Line bei den Gitarrenspuren an. Im Hintergrund wabern die Keyboards und legen einen herrlichen Teppich unter die Riffs.

Mit „Vicious Circle“ gibt’s dann wieder eine speedige Nummer, die in ihrer Grundstimmung ein wenig Blind Guardian erinnert. Das liegt auch an dem Gesang von Gus, der hier schon ein wenig nach Hansi Kürsch klingt und dennoch keine Kopie darstellt. Dafür ist sein Gesangsstil einfach zu einzigartig.

Beim folgenden „Smite On The Anvil“ (zu hören ist übrigens ein echter Amboss!) wartet man förmlich auf das Eintreffen des Terminators, bietet der Song doch im Verbund mit „Dungeons Of Doom“ mit seinem 6/8 Takt eine ähnliche Basis wie die Titelmelodie von Terminator 2. In diesem Song kommt die progressive Seite von Human Fortress vielleicht am besten zur Geltung, denn sowohl Riffing, Verse, Chorus und Soli besitzen keine Gradlinigkeit und bieten dem Hörer dennoch genau die epischen Elemente, die er von Human Fortress gewohnt war. Alleine diesen Song einmal live zu erleben dürfte an Hochgenuss grenzen.

„Gift Of Prophecy“ startet wieder mit einer wunderschönen Akustikgitarre, die ein bisschen den Eindruck vermittelt im Anschluß eine Hymne des Mittelalters zu hören. Doch weit gefehlt. Mit den Worten „Wir haben schon immer ein paar Elemente von Iron Maiden in unseren Songs verarbeitet“ sind sich Todd und Volker einig, hier keineswegs eine Kopie der Jungfrauen geschrieben zu haben, sondern ihre eigene Herangehensweisen und Ideen zu einem kraftvollen Song verarbeitet zu haben, der ein klein wenig an die Blaze Bailey Phase bei Maiden erinnert. Ein kraftvoller Song, der sich über die Spielzeit von knapp sieben Minuten immer weiter aufbaut. Der vielleicht beste, aber auch schwierigste Song des Albums.

Zum Schluß gibt es mit der Herzschmerz-Ballade „Alone“ auch etwas für das sentimentale Gemüt, wobei speziell Gus hier wieder seine Klasse zeigt. Von fast schon schmachtend gefühlvoll bis zu berührend und ausdrucksstark reicht hier sein Spektrum.

Nach gefühlten 20 Minuten, in Wahrheit war es fast eine Stunde, geht ein Album zu Ende, das aufgrund seiner Vielfältigkeit für Human Fortress ein gewaltiger Schritt in Richtung Zukunft bedeutet. Über eines sind sich alle einig: das ist das bisher stärkste Album in der Bandgeschichte, welches ihnen auch neue Fans bringen sollte. Nicht zu vergessen dabei ist aber auch das grandiose Cover-Artwork, das, wie auch schon beim Vorgänger „Raided Land“, von dem begnadeten Künstler Kristijan Kulis gezaubert wurde und Erinnerungen an Tolkien’s Ringgeister wach werden lässt. Jetzt heißt es nur noch die Kräfte zu bündeln, einen Booker zu finden, der die Jungs auf Tour durch Europa schickt, denn nicht nur bei uns haben die Jungs ihre Fans. Den Grundstein dafür haben sie nun auf jeden Fall gelegt und am 18.03. sollte jeder den Plattenladen seines Vetrauens entern und sich eines der Highlights des noch jungen Jahres zulegen.
geführt am 17.02.2016   von Christoph
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