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Peter Knorn "Bis Hierhin Und So Weiter – Im Gespräch Mit „fargo“ Peter Knorn"
Wäre es vermessen, wenn man im Fall von Peter Knorn von einer Legende spricht? Für viele sicherlich, für andere aber wäre das die einzig wahre Beschreibung eines Mannes, der im Rock & Roll so zeimlich alles erlebt hat. Anlass unseres Gesprächs war das Erscheinen seines Buches „Bis hierhin und so weiter“ (zur Rezension geht es hier lang: http://metalglory.de/reviews.php?nr=27354), in dem er seine musikalische Laufbahn als Musiker und als Manager darstellt. Ich hatte das große Vergnügen mit ihm ein ungewöhnliches Interview zu führen, das so manchen Einblick gibt in die Mechanismen im Musikgeschäft, aber auch viel von der Person Knorn widerspiegelt.
Weitere Infos zu Peter Knorn:
REVIEWS:
Peter Knorn Bis Hierhin Und So Weiter: 20 Jahre Rock N’ Roll - Ein- Und Ansichten Eines Bassisten
INTERVIEWS:
Peter Knorn - Bis Hierhin Und So Weiter – Im Gespräch Mit „fargo“ Peter Knorn

Metalglory: Peter, wir haben uns hier getroffen, weil am 17. Juni von dir ein Buch erscheint. Warum ein Buch?

Peter: Ich glaube der Grund ein Buch zu schreiben, ist der gleiche weshalb der Musiker ein Lied schreibt. Irgendwas geht im Kopf vor. Ob es eine Melodie ist, ob es Satz ist und aus einer Melodie wird irgendwann eine Strophe, man braucht eine Bridge, irgendwann kommt der Refrain, das ist dann der Kapitelname und so entwickelt sich das. Das findet nur auf einer anderen Ebene statt. Nicht auf einer höheren oder niedrigeren, sondern eher auf einer Parellelebene. Was eine Melodie ist, wird dann halt ein Satz. Irgendwann entstand das so in meinem Kopf und daraus wurde dann mehr.


MG: Es war also nicht die Idee „Mensch, heute schreibe ich mal ein Buch!“?


Peter: Nein, so eine Idee kann man glaube ich nicht haben. Ich habe zuvor noch nie ein Buch geschreiben und auch keine Kolumnen für irgendwelche Zeitschriften. Genauso wenig würde ein Maler auf die Idee kommen „Jetzt schreibe ich mal einen Song.“ Genauso wenig würde ein Musiker auf die Idee kommen ein Ölbild zu malen. Es sei denn er ist ambitioniert das zu tun und will sich damit ausprobieren.


MG: In deinem Buch beschreibst du den Weg eines kleinen Schuljungen, der irgendwann auf den großen Bühnen dieser Welt steht. Was mich am meisten fasziniert hat, war, dass du mit niemandem abgerechnet hast, obwohl es vielleicht sogar ein wenig zu erwarten gewesen wäre.


Peter: Es kribbelte mir in den Fingern. Aber ich habe mir dann irgendwann das ganz klare Ziel gesetzt, ich werde über niemanden schlecht reden und es wird auch kein, dieses von mir so verhasste „Sex & Drugs & Rock N’Roll“ Ding geben. Das ist so ausgelutscht und so was von unexistitent wie nur irgendwas und deshalb sollte genau sowas nicht vorkommen. Kein Sex, keine Drogen, kein Hass, keine Gewalt. Der Einzige, der im Fokus stehen kann, auch für vielleicht manchmal unschöne Dinge, bin ich selbst. Was würde es auch nützen über irgendjemanden herzuziehen? Alles hat immer zwei Seiten und das wäre dann auch eine unfaire Sache. Das geschriebene Wort, wenn es dann erstmal in Buchform da ist, ist nicht mehr änderbar und das ist eine furchtbar unfaire Angelegenheit. Man gibt ja dem Beschimpften gar keine Gelegenheit sich zu wehren, auch wenn ich tausendmal der festen Überzeugung wäre, dass er oder sie es verdient hätten. Das ist Blödsinn und unfair und gehört sich auch nicht, finde ich.


MG: So einiges in deinem Buch wird vermutlich nur Insidern bekannt sein. Wie war deine Herangehensweise an das Buch? Bei einem Song hat man ja meist ein Thema im Kopf, eine bestimmte Melodie, einen Satzteil oder irgendwas in der Richtung. Wie ist das mit einem Buch?


Peter: Auch da empfinde ich es so, dass ein Song recht ähnlich ist wie ein Buch. Es passt nicht jeder Ton zu jedem und man kann auch nicht willkürlich irgendwelche Rythmen aneinander reihen. Es entwickelt sich irgendwann, man spürt eine Richtung, in die es gehen könnte und ich habe mir dann überlget, soll es in diese oder jene Richtung gehen und habe versucht ein Mittelmaß zu finden. Auf der einen Seite nicht zu viel von den beiden Bands zu schreiben in denen ich spielte (Fargo und Victory), sondern auch noch Leute, die ich kennengelernt habe, bzw. in einem Kapitel dreht es sich ja nur um ein Haus. Es beschreibt in einer Art Stenoform einen Teil meines Lebens mit ein bißchen was drum herum. So ein paar Sachen, die nicht für jedermann verständlich sind, habe ich versucht zu beschreiben, wie z.B. das Echogerät (Copycat) oder Namen von Gitarrenverstärkern.


MG: Du bist jetzt seit über 40 Jahren im Business. Was treibt dich noch immer an?


Peter: Ich kann nichts anderes! Und selbst wenn ich irgendwann mal eine Ausbildung zum Tischler oder Automechaniker oder Lokführer oder sonstwas gemacht hätte, dann hätte ich das inzwischen schon längst verlernt. Ich habe auch keine Hobbys außer Schachspielen. Ich kann nichts anderes als in der Musikwelt mitzumischen oder ihr nachzuhängen, ohne dabei hyperaktiv zu sein. Ich habe ja nicht mehr den irren Drang auf der Bühne zu stehen. Wenn es sich ergibt, dann sehr gerne. Aber es ist absolut nicht der Drang mich beispielsweise einmal die Woche mit alten Kumpels zu treffen und in irgendeinem Keller irgendwelche Songs zu spielen.


MG: Du hast da gerade ein gutes Stichwort gegeben. Trauerst du der einen oder anderen verpassten Chance nach? Ich kann mich erinnern 1990 in einem Plattenladen in Kanada die „Culture Killed the Native“ in den Händen gehalten zu haben und habe mir gedacht, dass ihr es bis nach Kanada geschafft habt.


Peter: Nein. Denn welcher Art diese Chance auch immer gewesen wäre. Ich habe sie ja nie erfahren und demzufolge kann ich der auch nicht nachtrauern. Wir standen ja nie vor der Wahl eine Stadiotournee in den USA zu machen oder nicht. Was uns angeboten wurde haben wir gemacht, es sei denn es wäre völliger Unsinn gewesen. Wir haben alles das gemacht, von dem wir überzeugt waren, dass es gut für uns war.


MG: Damals habe ich mir immer gedacht, dass es eine geniale Kombination wäre, wenn zwei Bands aus Hannover eine gemeinsame Tour durch die USA machen würden. Die Scorpions als Mainact und Victory als Support.


Peter: Das hatten wir ja ein paar wenige Male. Aber eben leider auch nur ein paar Shows und keine vollständige Tour. Wobei der US-Markt an sich auch schwer zu knacken ist. Die Scorpions hatten ja nun mal das große Glück, dass sie da so einiges weggeschafft haben. Aber die sind eben auch sehr eigen in ihrer Art und deshalb sind die auch durchaus etwas ganz Besonderes.


MG: Meiner Meinung nach hatte Victory, die ja aus Fargo hervorgegangen sind, das Zeug dazu ganz groß durchzustarten. Woran hat es deiner Meinung nach gelegen, dass es letztlich doch nie dazu gekommen ist? Ihr habt ja mit Metronome eine Plattenfirma gehabt, die weltweit aufgestellt war. Die falsche Musik zur falschen Zeit? Stichwort Grunge?


Peter: Ich meine versucht zu haben, das an zwei Stellen in meinem Buch zu erklären. Der eine Punkt ist Grunge. Es war damals erstmalig so, dass der geneigte Musikfan dem hinterher rennt, was gerade von MTV gefeaturet wird. Man will ja nicht out sein, will weiter dazu gehören. So nach dem Motto:„Wie, Du rauchst noch? Du hörst noch Jazz? Du hörst noch Classic Rock? Du hörst noch nicht Grunge? Alles andere ist uncool.“ Als der Grunge kam, waren die Rockbands out, von heute auf morgen raus aus dem Spiel. Das war das Eine. Plattenfirmen müssen sich ja immer in die Richtung bewegen, die gerade angesagt ist. Das war natürlich hart für uns. Das zweite war, dass die Metronome ja ein Teil von Polygram war und dass Polygram, heute Universal, genauso funktioniert hat wie die anderen Majors auch. Die sagen, wenn wir in Deutschland einen Act signen und eines unserer Schwesterlabel in Argentinien, Japan, USA oder wo auch immer das nicht wollen, dann kommt das Album da eben nicht raus, wird schlicht nicht veröffentlicht. Sie wollen einfach nicht, dass, wenn das Album dann in diesen Territorien erfolgreich wird, von der Konkurrenz Geld verdient wird. Lieber wird das Album gar nicht erst veröffentlicht. Völliger Schwachsinn! Nun war es so, dass wir für unser letztes Album, das wir für die Metronome gemacht haben, ein Angebot von einem Label, ich glaube SBK, bekamen, dass einem mittleren Vermögen glich. Mit Tour und allem drum und dran. Polygram hat gesagt „Die gehören nicht zur Polygram, machen wir nicht.“ Da waren wir natürlich so masslos enttäuscht, dass wir einerseits durch den Grunge schon verloren hatten und dann noch diese unheimlich große Möglichkeit auch noch von der eigenen Plattenfirma abgelehnt wurde. Das hat uns dann natürlich den entscheidenden Hieb gegeben. Dann merkt natürlich auch die eigene Plattenfirma, dass inzwischen Misstrauen herrscht, es wird auch weniger Geld und wenn du als Musiker nichts anderes gemacht hast als auf der Bühne oder im Studio zu stehen, wird es schon schwierig dann zu überleben. Da ist man dann gezwungen, das eine oder andere zu machen, was man sonst nicht gemacht hätte. In irgendeiner Kneipe Bier zu zapfen, Botenfahrten - was auch immer. Da bist du ganz plötzlich so schnell weg vom Fenster, aus deinem eigenen Drive, dein Akku wird leer, er wird nicht mehr aufgeladen von irgendwelchen Plattenfirmen oder Konzerten, die du im Geiste noch als schönes Erlebnis mit dir rumträgst. Du bist einfach am Boden zerstört.


MG: Du hast ja dann sogar ein eigenes Label gehabt (E.V.E.N.T.) und da war es ähnlich, denn das Label ist ja nie so richtig groß geworden. Falsche Bands, falscher Zeitpunkt?


Peter: Ja, das stimmt. Wie ein Label funktioniert, weiß man irgendwann. Aber es ist nicht vorhersehbar, ob die Bands, die man veröffentlicht, auch angenommen werden. Es gibt ja diverse Bands, die gehypt wurden wie blöd und dann passierte gar nichts. Dann gibt es andere Bands, wo man sich gewundert hat, warum die so viel verkaufen. Das geht ja letztlich jedem so. Wenn Einer schon drei, vier, fünf Treffer gelandet hat, wie z.B. John Kalodner (A&R bei Atlantic, Geffen und Columbia Records), dann wird solch ein Labelmanager umworben wie nichts. Aber das war eine absolute Koryphäe und selbst der ist irgendwann weggeflogen. Wenn jemand genau wüsste wie es geht, dann wäre der Multimillionär. Er würde nur die Bands oder Acts anpacken, bei denen er genau weiß, dass das funktionieren muss. Aber wer will das wissen? Wer hätte geglaubt, dass so mancher Act, der heute noch super verkauft, irgendwann einmal dahin kommen würde? Wer hätte geahnt, dass solch ein Typ wie David Guetta jemals Erfolg haben würde? Diese Mischung aus Event, Spaß haben, Party, tanzen, Personenkult ist ja was ganz anderes.


MG: Aber nimm ihm seinen Computer weg und es geht nichts mehr. Während ein Musiker auch noch mit Opas Wandergitarre trotzdem spielen könnte.


Peter: Ja natürlich ist das ein großer Unterschied. Wo du dieses Beispiel jetzt anbringst, merkt man das ganz besonders bei diesen alten Livemitschnitten, unter anderem BBC, von Neil Young, bei denen er nur mit einer Gitarre oder am Klavier seine Songs vorträgt. Absolut geil! Man kann auf seine Musik stehen oder nicht. Er war damals so um die 25, ein einzigartiger Typ mit einer einzigartigen Stimme, dieses melancholische, diese traurigen Lieder... da war ich hin und weg. Aber heutzutage dreht sich die Welt einfach zu schnell, als dass man langsam gewachsene Arbeit anerkennt.


MG: Heute hat eine Band doch gar keine Chance dazu sich entwickeln zu dürfen, wachsen zu dürfen. Heute heißt es „Make it or brake it“ und ihr wärt nach heutigen Maßstäben, eure ersten beiden Alben waren ja keine Megaseller, bereits danach weg gewesen. Aber wie auch immer. Du warst ja auch als Manager für Bands wie UFO, Uli Jon Roth, Michael Schenker und Glenn Hughes tätig gewesen. Das sind ja nun allesamt keine einfachen Charaktere. Ziehst du das Schwierige an, suchst du die Herausforderung?


Peter: Ziehe ich das Schwierige an? Ja. Wahrscheinlich. Ich bin immer bemüht gewesen es jedem Recht zu machen. Und sobald dein Gegenüber bemerkt, dass du gewillt bist ihm entgegenzukommen, kann man Gefahr laufen, dass es ausgenutzt wird oder aber das Gegenteil, es wird einem Verständnis und Vetrauen entgegen gebracht. Es war mein Ziel, möglichst all das zu verstehen, was meine Künstler gerne möchten, wenn sie es auch nicht ausgedrückt haben und auch immer Rücksicht zu nehmen. Natürlich kann man sagen: „Wenn du jetzt diese Show in Japan nicht spielst, dann wird aus der daraus möglicherweise resultierenden Tour in Japan auch nichts.“ Da muss man aber auch verstehen, warum der Künstler diese Show in Japan nicht haben will, ohne im Hinterkopf zu behalten, dass dann natürlich auch keine Provision fließt. Musiker sind es nicht gewohnt, dass man selber auch verzichten kann, weil ein Manager natürlich davon lebt, dass er Prozente bekommt von dem was er für den ihn anleiert. Genauso wie der Konzertagent, der seine Prozente für jedes Konzert bekommt, das er ranholt. Nur erzähl mal einem Agenten, dass sein Klient die Show für 50.000 Dollar in den USA nicht spielt, weil er gerade Flugangst hat. Dadurch verdient der Agent keine 5.000 Dollar Provision. Natürlich erlaubt sich kein Agent dem Künstler oder Manager gegenüber sauer zu sein, denn er will ja weiterhin für ihn tätig sein. Das ist manchmal schon nicht ganz so einfach. Wenn du dem Künstler aber das Gefühl vermittelst, dass du das nachvollziehen kannst, dann ist alles in Ordnung. Es geht darum, jeglichen Druck von ihm fernzuhalten. Was immer er gerne möchte, muss man als Manager auch bemüht sein, das hinzukriegen. Aber es gibt dann auch Kollegen, bei denen es gar nicht so einfach war eine Tournee finanziell am Laufen zu halten. Wenn man dann einen Musiker dabei hat, der Wert darauf legt, dass es ausschließlich 4-Sterne Hotels sind und er dann in London in einem 4-Sterne Hotel, das in den finanziellen Rahmen passte, die Räume waren allerdings sehr klein, mir mitteilt, dass er eben upgegradet hat und sich eine Suite gebucht hat, dann fehlen dir auf den Schlag 3.000 britische Pfund in der Tourneekasse, der Finanzierung der gesamten Tournee. Man kann in solchen Situationen natürlich nicht sagen, dass er das jetzt aus der eigenen Tasche bezahlen muss, sondern man muss damit umgehen können. In der gleichen Zeit aber ruft dann ein Mitglied einer anderen Band an, man ist mit zwei Bands gemeinsam unterwegs, dass der Monitormann der größte Mist ist und er sofort einen neuen Mann braucht. Da darf man dann aber auch nicht ausflippen, weil du genau weißt, dass dieser andere Künstler gerade ziemlich betrunken ist, was bedeutet, dass du dir besser überlegst wie du das regelst.


MG: Ist das von Vorteil, dass man selber Künstler ist bzw. war?


Peter: Natürlich ist das einfacher und dennoch ist man seinen eigenen Gefühlen ausgeliefert. Wenn man in der Lage ist Dinge hinzunehmen, ich glaube, dass ich das bin, dann ist es nicht mehr so schwierig. Wenn man aber selber zu Jähzorn neigt, dann wird die Sache schon schwieriger. Dann hat man lieber eine Band, die richtig viel Geld verdient. Da lässt man den Jähzorn an der Plattenfirma aus oder am Veranstalter. Aber wenn man nicht gewaltbereit ist, und das bin ich auf keinen Fall, dann muss man halt schlucken und versuchen, solche Dinge zu regeln. Das ist auch immer der schönste Weg – alles andere bedeutet Krieg und das hilft letztlich niemandem weiter. Es nützt ja auch nichts, denn ich meine, wenn du einem Veranstalter klar machst, dass im Vertrag steht wie das Catering auszusehen hat und er dann entgegnet das wären nur Vorschläge, dann hast du die Möglichkeit ihm zu drohen oder zu versuchen die Sache zu klären. Ich meine, willst du versuchen dann Anwälte ranzuziehen? Das bringt doch alles nichts.


MG: Am Samstag, 18. Juni gibt es eine Reunion von Fargo. Ein langgehegter Traum?


Peter: Nein, gar nicht. Dieser Gedanke ist mir nie gekommen. Erstens wieder auf eine Bühne zu gehen und zweitens, warum mit Fargo? Das hat sich einfach nur so ergeben, weil die Beatbox, die ich mit Michael von Eye vor 30 Jahren gegründet habe und die er dann nach zwei, drei Jahren richtigerweise alleine weitergeführt hat, ihr Jubiläum feiert. Der zweite Punkt war das Buch. Micha rief mich an und sagte, dass am 18. Juni 30 Jahre Beatbox gefeiert wird und ob er da nicht mein Buch anbieten könne und dann kam Olly (Hahn, A&R bei SPV) und meinte, dass ich dann auch ein paar Songs spielen könnte mit Fargo. Danach kam Micha und meinte: „Na klar musst du da spielen.“ „Na ja gut. So ein oder zwei Songs kann ich ja machen.“ „Nix da, von wegen zwei Songs, eine Stunde musst du schon bringen.“ Und schon war das wieder so eine Herausforderung. Ganz anders als ich mir das gedacht habe und dann habe ich mir gesagt „Jetzt erst recht“, habe Peter Ladwig (Sänger und Gitarrist von Fargo) angerufen, der dann glücklicherweise auch kein anderes Konzert an dem Tag hatte und so entstand das dann. Und dann kam Arndt Schulz hinzu, mit dem ich noch nie zusammengespielt habe, ihn als Gitarrist aber schon immer super fand und mit Nikolas Fritz von Mob Rules am Schlagzeug schloss sich der Kreis. Frankie Tolle hätte natürlich nahe gelegen, aber er ist beruflich so eingespannt, dass mehrere Proben mit ihm unmöglich gewesen wären. Er wird aber trotzdem mit dabei sein und für zwei Songs auch mit auf die Bühne kommen. Dann gibt es zwei Schlagzeuger auf einmal. Etwas, das ich schon immer geliebt habe.


MG: Ihr spielt ja nun mit Fargo auch noch auf dem „Rock of Ages Festival“ (29. bis 31. Juli in Seebronn). Wie sehen jetzt deine weiteren Pläne aus? Willst du mit Fargo weiter machen oder bleibt das eine One off Geschichte?


Peter: Da bin ich entspannt und gucke einfach was passiert. Ich werde nicht wie wild nach Konzerten suchen. Wenn sich aber Möglichkeiten ergeben, dann würde ich das durchaus in Betracht ziehen. Wir müssen jetzt aber erstmal sehen wie die beiden Shows vom Feeling her laufen. Ich habe ein gutes Gefühl mit Fargo, aber ob sich das bestätigt müssen wir dann mal sehen. Wenn es so läuft wie ich mir das erhoffe, dann würde ich da auch ruhig mehr draus machen wollen.


MG: Also ist der Drang zur Bühne doch wieder da?


Peter: Das ist ja das Schöne im Leben, dass dann auf einmal Dinge passieren, mit denen man nie gerechnet hat. Aber diesmal ohne Klettereien auf Verstärkertürme und ohne Salto. Wenn ich mich noch einmal in die Lüfte begebe, wäre das wahrscheinlich mein letzter Atemzug, hahaha.


MG: Peter, es war mir eine echte Freude mit dir einmal über die Zukunft, die Vergangenheit und das Buch zu reden. Danke dir dafür!


Peter: Auch mir war es eine Freude. Danke für deine Zeit!

geführt am 12.06.2016   von Christoph
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