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Sixx A.m. "“we See Ourselves As A Baby Band“ - Interview Mit Dj Ashba Am 20.06.2016"
Gerade ist das aktuelle und inzwischen bereits vierte Album „Prayers For The Damned“ der Band um Gründer Nikki Sixx erschienen und die Band hat sich für ein paar Shows aufgemacht, sich auch den europäischen Fans zu präsentieren. Wir hatten das große Vergnügen einen glänzend aufgelegten DJ Ashba (Gitarre) zum Interview zu bitten.
Weitere Infos zu Sixx A.M.:
REVIEWS:
Sixx A.M. This Is Gonna Hurt
Sixx A.M. Prayers For The Damned (vol.1)
Sixx A.M. Prayers For The Blessed (vol. 2)
INTERVIEWS:
Sixx A.M. - “we See Ourselves As A Baby Band“ - Interview Mit Dj Ashba Am 20.06.2016

Metalglory: Zuerst einmal freuen wir uns, dass wir euch nun auch endlich einmal bei Metalglory präsentieren können.


DJ Ashba: Danke, auch mir ist es eine Freude zu sehen, dass es ein mediales Interesse an uns als Band gibt.


MG: DJ, die Band wurde vor 10 Jahren gegründet, war aber ursprünglich ja nur als eine einmalige Sache gedacht gewesen, denn das Album „The Heroin Diaries“ sollte lediglich die musikalische Begleitung zu dem Buch von Nikki sein. Inzwischen aber seid ihr eine Band. Kannst Du uns ein wenig über die Hintergründe erzählen?


DJ: Natürlich. Ursprünglich waren Nikki und ich Songwriting Partner und wir hatten ein gemeinsames Studio. Mit James arbeite ich auch schon lange zusammen, er produziert viel und ich spiele Gitarre auf einigen Alben, die er produziert. Von daher kennen wir uns alle schon lange. Eines Tages brachte Nikki sein Buch bzw. seine Tagebücher mit und es entstand die Idee ein paar Songs als quasi Soundtrack dazu zu schreiben. Eigentlich sollten es nur sieben Songs sein, die es als CD am Ende des Buches als Zugabe geben sollte. Unser Management gab dann „Life Is Beautiful“ an einen Radiosender und auf einmal entwickelte sich der Song zum Hit und wurde eine Nummer 1 in den Charts. Von da an waren wir eine Band.


MG: Verrückt, wie sich so manche Sachen im Leben ergeben. Eigentlich wollte ich diese Frage gar nicht stellen, sie passt aber in den eben angesprochenen Kontext. Wie seht ihr euch selbst als Band?


DJ: Wir hatten nie vor eine Band zu gründen. Wir sind einfach Freunde, die Spaß daran haben gemeinsam Songs zu schreiben und weiter zusammen zu produzieren. Wir produzierten z.B. gemeinsam ein Mötley Crüe Album („Saints Of Los Angeles“), ich war Co-Produzent für Neil Diamond und wir schrieben Songs für die unterschiedlichsten Musiker. Wir entschieden uns dann noch ein Album zusammen zu machen und schrieben die Songs für „This Is Gonna Hurt“ und wir hatten auf einmal schon wieder einen Nummer 1 Hit. Da haben wir uns natürlich schon gefragt, was da gerade passiert. Also brachten wir dann „Modern Vintage“ raus und auch hier das gleiche Spiel. Wieder kam ein Hit dabei raus. Letztlich aber waren es die Fans, die uns nicht aufgegeben haben und gewartet haben uns auch endlich einmal auf Tour zu erleben. Ich war 6 ½ Jahre bei Guns N’Roses und Nikki war mit Mötley auf Tour, wodurch es sich auch nie ergeben hat, dass wir auf eine Tour gehen konnten, wir hatten ja nicht einmal einen Drummer. Erst bei „Modern Vintage“ fanden wir zwischen Nikki’s und meinen Tourverpflichtungen die Möglichkeit zumindest ein paar Shows zu spielen. Es waren aber letztlich auch nur 19 Shows als Headliner. Für das erste Album hatten wir insgesamt nur 40 Shows zusammen spielen können, das war’s. Erst als wir gemeinsam auf der Bühne standen, empfanden wir eine Art Befriedigung. Es ist etwas anderes, ob Du Songs nachspielst wie ich bei Guns N’Roses oder ob es deine eigenen Songs sind, mit denen du zutiefst im Herzen verbunden bist. Ich entschied mich bei Guns N’Roses auszusteigen, Nikki brachte Mötley Crüe zu Bett und nun haben wir endlich die Zeit uns um Sixx A.M. zu kümmern. Wir stellten alle fest, dass wir einen riesigen Efolg hatten, den Fans aber nicht geben konnten was sie verlangen. Wir gingen ins Studio, spielten zwei Alben ein (der Nachfolger zu „Prayers For The Damned“ soll im Herbst erscheinen) und konnten so auf einen großartigen Katalog von Songs zurückgreifen.


MG: Du beziehst dich dabei auf „Prayers For The Damned“, eurem vierten Album. Aus meiner Sicht stellt das Album ein kleines Novum dar, denn ihr seid ein wenig mehr politisch geworden.


DJ: Ja, das ist richtig.Das hängt einfach damit zusammen, dass es so viele Dinge gibt, speziell in den USA, mit denen wir tagtäglich konfrontiert werden. Gerade jetzt, nach dem Attentat in Orlando, ist es wichtig sich auch dazu zu äußern. Trump and Clinton mit ihren peinlichen Zirkus-Shows. Ich selber fühle mich peinlich als Amerikaner hier in Europa und das ist Mist. Aber wir sind keine politische Band, die sich hinstellt und ihren Fans erzählt „Wählt Trump oder wählt Clinton!“. Das ist nicht unser Anliegen und wir denken auch nicht, dass es unser Recht wäre den Menschen das zu sagen. Wir sind Songschreiber, wir sind Künstler. Wir reflektieren lediglich was um uns herum passiert mit diesen ganzen Schießereien und ISIS. Wir haben einen Song geschrieben („Rise Of The Melancholy Empire“), der von den Geschehnissen in Paris inspiriert wurde und von daher erscheint das Album mehr politisch, was es aber letztlich nicht wirklich ist.


MG: In den letzten Tagen war viel zu lesen, darüber, dass ihr gegen YouTube und andere Streaming-Plattformen vorgeht, bzw. öffentlich macht, dass das Geschäftsmodell von eben solchen Kanälen ein sehr unfaires den Künstlern gegenüber ist.


DJ: Was die machen ist einfach nicht richtig und nicht fair. Wir stehen gar nicht so sehr für uns auf. Wir sind eine erfolgreiche Band und wir sind alle auf die Finanzen nicht angewiesen. Wir machen das vor allem für die kleinen Bands, die kein Sprachrohr haben. Ich erzähl dir mal was: Spotify zahlt die Künstler, iTunes zahlt seine Künstler, nur YouTube zahlt gerade einmal ein sechstel der Summe an die Bands und das ist einfach nicht fair. Sie verstecken sich hinter ihren alten Strukturen und wir sagen lediglich „Seid fair zu den Künstlern! Wir werden ohne unsere Genehmigung auf eurer Plattform gespielt, also zahlt uns wie jeder andere auch“. Wir sagen lediglich, dass sie von ihrem hohen Ross runterkommen sollen. Es ist so schwer in der heutigen Zeit für junge Bands Fuß zu fassen und es wird immer schwerer, wenn dein Traum die Musik ist. Du kannst dich kaum mehr selbst verwirklichen und auch nicht mehr von der Musik leben. Ohne Bands wie uns, die sich auch einmal lautstark äußern, würde das Musikbusiness wahrscheinlich noch schneller kaputt gehen als es ohnehin schon ist. Das ist einfach nicht zu akzeptieren! Es kommt aus unserem Herzen, etwas für junge Bands zu tun. Es kostet eine Menge Geld ein Album aufzunehmen und auf Tour zu gehen. Egal ob es ein kleiner Van oder der Tourbus ist – das alles kostet eine Menge Geld. Wenn du dann siehst, dass da Milliardäre an der Spitze sitzen, die mit deiner Kunst Geld verdienen, dann kann das einfach nicht richtig und fair sein, dass der Künstler nicht bezahlt wird. Wie willst du denn deinen Traum noch leben?


MG: Glaubst du, dass sich das Business noch einmal ändern wird, es wieder zurückgehen kann in die Zeiten als Musik noch etwas wert war? Siehe das Comeback des Vinyls.


DJ: Absolut! Es wird wahrscheinlich nie wieder so werden wie in den goldenen Zeiten. Aber schau dir das Comeback des Vinyls an. Nichts klingt so warm und ehrlich wie Vinyl. Die CD wird wahrscheinlich in den nächsten paar Jahren vom Markt verschwinden. Ich sehe aber auch nicht, dass es wieder mehr Plattenläden geben wird, was ich sehr vermisse. Wir haben inzwischen ein ziemlich ausgewogenes Verhältnis zwischen Downloads und echten Käufen von CDs. Ich glaube, dass die CD auf 10% runter gehen wird in den nächsten Jahren. Ich weiß auch nicht, ob wir unser nächstes Album noch als CD veröffentlichen werden. Ich meine, ich persönlich liebe den Duft des bedruckten Papiers, zu lesen und eine Platte intensiv zu hören. Ich bin so aufgewachsen. Wir können unsere Fans aber auch nicht dazu zwingen zu kaufen. Dann sollen sie halt streamen. Das gibt ihnen wenigstens noch die Möglichkeit ein Album komplett zu hören und nicht nur einzelne Songs zu kaufen, die dann als Datenmüll auf ihren Rechnern landen. Die Bands, die ihre Fans nicht darauf hinweisen wenigstens zu streamen, werden irgendwann nicht mehr existieren können. Wir wollen doch, dass wir als Künstler wahrgenommen werden und nicht nur als Band, die eine Single veröffentlicht. Es muss doch auch für unsere Hörer ein Erlebnis sein und dann sollen sie lieber streamen als irgendwo illegal runterzuladen.


MG: Eine Sache, die mich noch interessiert, ist der Look der Band. Woher kommt die Idee? Du hast dein eigenes Modellabel (www.ashba.com) und bist auch sonst ein sehr kreativer Mensch.


DJ: Ich habe gerade einen neuen Laden in Las Vegas eröffnet. Ich habe eine eigene Medienagentur, Ashba Media, mit der wir die ganzen Brandings für die Virgin Megastores gemacht haben. Das Cover des neuen Albums stammt auch von mir. Wir machen eine ganze Menge für Cirque du Soleil und so weiter. Auch das Cover des nächsten Albums, das übrigens bisher noch keinen Titel hat, wird von mir stammen.


MG: Ihr habt jetzt, ich glaube insgesamt 14 Shows in Europa gehabt bzw. noch vor euch. Wie seht ihr die Tour?


DJ: Die Tour läuft fantastisch. Wir haben auf einigen Festivals wie Download in England und dem Graspop in Belgien gespielt. Die Show bei Rock am Ring fiel ja leider dem Wetter zum Opfer. Wir sind absolut begeistert wie wir von den Fans empfangen werden, schließlich ist es das erste Mal, dass wir in Europa unterwegs sind.


MG: Ihr seid es ja alle gewohnt in großen Hallen oder Stadien zu spielen. Wie ist es für euch in solch kleinen Clubs wie hier heute Abend? Ihr seid den Fans viel näher und kommt auch mehr mit dem Publikum in Kontakt.


DJ: So neu ist das gar nicht für uns. Mit Guns N’Roses haben wir auch manchmal in kleinen Venues gespielt oder Secret Gigs gemacht. Wir sehen uns als junge Band, als Baby Band, die gar nicht danach strebt die großen Bühnen zu rocken. Wir haben zum Beispiel eine Sache, die sich „Hit and Run“ nennt. Wir texten dann „Meet us at the Buses“ und dann packen wir unsere akustischen Gitarren aus und spielen auf dem Parkplatz des jeweiligen Venues. Ich liebe es in den kleinen Clubs zu spielen. Du fühlst die Energie der Fans viel mehr als auf den großen Festivals.


MG: Was haben wir für heute Abend zu erwarten?


DJ: Ich glaube, dass wir heute neunzig Minuten spielen werden und Songs aus unserem kompletten Katalog zum Besten geben. Das wird viel Spaß machen und dadurch, dass wir bisher ja noch so gut wie gar nicht getourt haben, haben wir auch die Möglichkeit auf diesen enormen Katalog von Songs zurückgreifen zu können.


MG: Dann sag ich mal ein herzliches Dankeschön und freue mich, mit dir ein paar Worte gewechselt zu haben.


DJ: Danke an euch und viel Spaß nachher!
geführt am 22.06.2016   von Christoph
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