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My Jerusalem "Unser Jerusalem Des Dark Wave - Rock"
Das Besondere an dieser Band ist, dass sie sich nicht so richtig einordnen lässt. My Jerusalem schafft es in den Songs einige, sehr zugängliche Genres miteinander verschmelzen zu lassen; was das neue „A Little Death“-Album alles andere als langweilig aussehen lässt. Grund genug, um etwas mehr über diese gewissermaßen „neue“ Band zu erfahren.
Weitere Infos zu My Jerusalem:
REVIEWS:
My Jerusalem A Little Death
INTERVIEWS:
My Jerusalem - Unser Jerusalem Des Dark Wave - Rock

Jeff, euer Album hat mich insofern überrascht, dass es eben sehr abwechslungsreich ist, meinen Glückwunsch. Es ist nicht nur der typische Alternative-Rock, den man sonst aus dem Radio eben kennt. Aber dennoch sind Songs drauf, die das Zeug dazu haben die Maßen zu überzeugen. Beschreib doch mal, was Du bisher sonst von der Presse oder Fans darüber zu hören bekommen hast?
Danke sehr. Bisher habe ich wirklich überragende Reaktionen auf das Album erhalten. Und Du hast recht, die Songs sind verschieden. Ich würde auch nie etwas machen, was typisch wie alles andere klingt. Ich denke, es gibt eine Art Mischung von guten alten Rock´n´Roll-Zeiten.

Wie sollte es auch anders sein, den Namen My Jerusalem haben sicherlich einige noch nie gehört. Beschreib doch mal den Werdegang der Band und vor allen Dingen, was der Name zu bedeuten hat…
Nun, als ich mit Musik anfing, hatte ich ein paar Solo-Alben auf One Little Indian Records (die auch u.a. Björk hatten). Dann trat ich in die Bands Twilight Singers und Gutter Twins für ein paar Jahre ein. Doch dann packte es mich meine eigene Musik wieder zu starten, daher begann die Zeit für My Jerusalem. Den Namen habe ich von einer Israel-Tour mit Gutter Twins aufgeschnappt. Wir hatten einen day off in Jerusalem, da hatte ich dann sehr stark reflektieren können, wie intensiv die Stimmung in der Stadt war. Welch´eine große Bedeutung diese Stadt hat und für so viele Menschen eben auch viel bietet und verbindet. Ich wollte, dass meine Band mein Jerusalem ist, wie sie auch dein Jerusalem sein kann. Ich bin nicht religiös, aber ich glaube an Spiritualität. Und Jon, Grant und Kyle habe ich in anderen Bands in Szene von Austin, Texas kennengelernt und so für My Jerusalem gewinnen können.

Ich hatte jetzt erst mit „A Little Death“ das Vergnügen My Jerusalem kennen zu lernen, was sind die wesentliche Unterschiede zu den vorherigen Veröffentlichung? Was müsste also ein Label überzeugen, um das Ding zu veröffentlichen…
Ich denke, beim neuen Album macht es der meist „cohesive“ Sound aus. Wir hatten auch schon in der Vergangenheit tolle Songs geschrieben, aber noch eher ein wenig auf der Suche unserer Identität. Dieses Album besitzt die Vertrautheit, die Zuversicht von uns, was vielleicht bei den Vorgängern etwas fehlt. Wenn das Label also dunklere Musik liebt, gute und ehrliche Songs zu schätzen weiß, dann sollten sie es veröffentlichen. Vom Folk über Punk bis hin zu New Wave zieht sich ein roter Faden in unserem Album, was zugleich echt, herzlich und gefährlich zugleich ist. Alles was Rock´n´Roll eben sein sollte.


Meine Favoriten, wenn ich das so bezeichnen sollte, wäre die Songs “Young Leather”, “No One Give You Love” und "It´s Torture”. Dies sind die drei Songs, die genau diese zahlreichen Rock-Sound-Genres mit dem gewissen Dark-Pop-Feeling der 1980er Jahre verbinden – und eben für mich den Unterschied dieses Albums ausmachen, weil sie eben auch so unterschiedlich sind. Vielleicht kannst Du etwas mehr auf genau diese Songs eingehen?
…das sind auch, wenn ich ehrlich sein soll, meine Favoriten des Albums. "Young Leather" startete mit dem bluesigen Bass-Riff, als ich angfing dazu zu summen. Den Song komponierte ich sehr schnell, kam so aus mir heraus; er hat diesen „very lusty, late night, up-to-no-good swagger“ in sich. "No One Give You Love" hat das gewisse Etwas von Roy Orbison meets Ronettes in sich. Als wir den Song aufgenommen hatten, war ein ganz andere Schlagzeugbeat dahinter, es fehlte eben etwas. Als wir dann dazu eben diesen gewissen Retro-Ansatz wagten, machte es dann endlich klick. "It´s Torture” war der letzte Song, der für dieses Album auch geschrieben worden ist. Ich wurde sarkastisch, wollte es auf den Punkt bringen, welch ein Folter es sein kann Songs zu schreiben. Aber dann wurde es doch ein richtig guter Song, ein perfekter Song fürs Autofahren. Ja, ich liebe Songs mit strahlend-heiterer Melodie und eben dunklen Texten.

Wenn wir schon dabei sein. Gibt es für Dich ganz spezielle Themen in den Texten oder worauf beziehst Du Dich, bzw. lässt Dich von etwas inspirieren?
Worte bedeuten mir alles. Der einzige Grund, warum ich noch am Leben bin ist, weil ich den Weg zu den Textern und Autoren wie
Paul Westerberg, Leonard Cohen und Amy Hempel gefunden habe. Ich habe deren Sachen wochenlang verschlungen, bis in die letzten Aufnahmen des Gesangs. Ich habe auch oft einige Wörter noch im Aufnahmeprozess geändert, denn ich denke auch, dass es wichtig ist Texte gleichermaßen sinnvoll, poetisch und zusammenhängend auszudrücken. Aber manchmal versuche ich auch witzig zu sein, es gibt eben viel Platz für jede Art von Stimmung in den Texten.

…und in Verbindung zum Sound, woher schöpfst Du da die Inspirationen oder Favoriten? Schließlich höre ich in den Songs etliche Bands/Künstler heraus, wenn man eben Vergleichen ziehen müsste, als Beispiel: Willy DeVille, Moneybrother, The Cure, Mando Diao, Hugo Race, Placebo,….und dann wäre da sicherlich noch ein Song von euch auf einem Soundtrack á la „Lost Boys“ oder „From Dusk Till Dawn“ gut platziert.
Nun, ich liebe Kino; Filme zu schauen bereitet mir große Freude. Daher denke ich auch, dass meine Musik auch das Gefühl verleiten kann, dass sie „filmisch“ wirkt; letztlich ist es das Soundtrack zu meinem Leben. Als ich ein Kind war, hörte ich eine Menge Punk und Folk, zu gleichen Teilen The Clash, The Replacements und Nick Drake. Dann begann ich mich mi Künstlern wie The Cure, Tindersticks, Roy Orbison zu beschäftigen, mein Geschmack hat sich erweitert. Und zurzeit sagen mir Erik Satie und auch Frank Sinatra sehr zu, Sachen wie „In The Wee Small Hours“, also eher nicht die Big-Band-Ära. Sicherlich nicht die Antwort, die Du erwartet hast, aber es ist nun mal wieder der Ansatz von ehrlichen Textern, herzzerreißende Performances und eben der Musik, die Dich erreicht.

Nö, alles schön und gut, zu bunt kann es ja wohl nicht sein. Doch, wie würdest Du denn nun Deine Musik beschrieben? Interessieren Dich überhaupt Klassifizierungen oder eben Presse-/Fanmeinungen?
Die einfache Antwort ist, dass wir Rock´n´Roll spielen. Ok, manchmal sage ich auch Doom-Pop dazu, weil es eine überwiegend dunkle Stimmung gibt, trotz eher eingängiger Songs. Ich mache mir nicht wirklich viel aus Genres oder viele Gedanken über Genres, das ist etwas für die Marketingabteilungen. Wir machen Soul-Musik, weil es vom Herzen kommt. Völlig egal, welche Richtung es auch sein mag, wenn Du meine Musiksammlung auf shuffle setzten würdest, dann hast Du gute Chancen einiges von Little Richard über Wolves In The Throne Room bis hin zu Glenn Campbell zu ergattern. Ich liebe einfach großartige Songs, die in mir Gefühle erzeugen. Egal. Ja, ich versuche auch mich zu bessern und nicht oft auf die Meinung der Presse oder so zu achten. Es ist nicht förderlich sich von so etwas anstecken zu lassen, für die Schaffung überzeugender, anregender Kunst. Davon abgesehen, erwische ich mich aber trotzdem mal es zu lesen. Ich bin auch darüber glücklich, wenn jemand über meine Kunst spricht oder sie auch schätzt. Aber natürlich bin ich konzentriert nach vorne zu schauen.

Kommen wir nun zum Visuellen bei euch. Wie kommt es zu diesem Coverartwork des neuen Album und was ist die Aussage dessen, zumal es sicherlich auch seine coole Wirkung auf einer Vinyl haben dürfte?!
Das Album-Cover ist ein Foto, welches ich an einem späten Abend von Freunden mitnahm. Es hat irgendwas, was mich dazu antreibt wieder zurück zu kommen, immer wieder. Es fühlte sich geheimnisvoll, mysteriös & einsam an, aber auch überzeugend genug, um zu sagen „komm her, küss meine Hand“. Es müssen eben nicht immer Cover sein, zu denen man eher gezwungen wird sie zu nehmen. Ja, es gab so viele Cover, die ich einfach ablehnen musste. Denn Grafik/Artwork bindet für meine Begriffe auch die Stimmung eines Albums zusammen. Es ist genauso wichtig wie die Musik, weil der Zuhörer oder eben Käufer einen ersten Eindruck bekommt. Ja, ich bin ein Vinyl-Junkie. Es gibt eben diese Wärme und gewisse Luft auf Vinyl, die ihresgleichen sucht. Dazu eben die Größe der Grafik. Es ist eine ganz andere Ebene der Intensität. Es erfordert, dass man auch anwesend sein muss. Tja, es gibt ein Ritual, ich liebe Rituale.

Na dann…wäre es doch mal an der Zeit, dass das Album einschlägt, die Wirkung erzeugt und ihr hoffentlich bald n Deutschland auftreten könnt? Festivals wie M´era Luna, WGT als auch ein Hurricane wären ja wie geschaffen für euch?
Wir planen durchaus eine Tour, soviel wie nur möglich. Einige Pläne für eine Tour in Deutschland zum Ende des Jahres sind wohl schon vorhanden. Wir können es kaum noch abwarten zukommen, denn die Musik ist am besten, wenn sie eben live gespielt wird.

Dann freuen wir uns, freue ich mich drauf euch in Deutschland zu sehen. Alles Gute mit und für das neuen Album „A Little Death“.
geführt am 28.06.2016   von Arturek
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