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Status Quo: The Last Night Of The Electrics Tour in Swiss Life Hall, Hannover am 25.11.2016

Status Quo: Alte Herren rocken besser

Bilder der Show: Fotos auf Facebook


Wenn man pünktlich zu Beginn der ersten Vorband noch im Stau steckt, ist das häufig kein gutes Omen für einen entspannten Abend. Das allerdings relativierte sich an diesem kalten Freitagabend recht schnell, denn die Band, welche dem Opener Da Rocka und da Waitler folgen sollte, ist selber schon lange eine lebende Legende. Allerdings wurden wir nicht darüber informiert, dass der Beginn ein klein wenig nach vorne geschoben wurde, was zur Folge hatte, dass der erste Song von Uriah Heep komplett an der anwesenden Presse vorbeizog. Was wir dann aber erleben durften, war eine glänzend aufgelegte Band, die, eigentlich wie immer, mit einer dermaßen riesigen Spielfreude, Intensität und Ehrlichkeit die Fans begeistern konnte, dass man fast dazu geneigt war zu vergessen, dass da gefühlte 350 Jahre auf der Bühne standen und einen Klassiker nach dem anderen ins bereitwillige Publikum feuerte. Mick Box, letztes verbliebenes Originalmitglied, feuerte seine Riffs ab, Langzeitsänger Bernie Shaw überzeugte mit seiner nach wie vor phänomenalen Stimme. Für einige Anwesende waren Uriah Heep der Gewinner des Abends, wobei es zumeist genau die Fans waren, die extra für Uriah Heep teils lange Wege auf sich genommen hatten. Ganz klar, dass vor allem die Klassiker „Lady In Black“ und „Easy Livin‘“ am Ende des Sets frenetisch abgefeiert wurden. Wer einmal gehört hat wie aus tausenden Kehlen, und davon waren an diesem Abend 5.000 anwesend, „Lady In Black“ zusammen mit der Band intoniert wird, den werden solche Momente nicht kalt lassen.
Nach einer relativ kurzen Umbaupause drangen dann die ersten Klänge von „Caroline“, DEM Opener einer Status Quo Show schlechthin, aus der gewaltigen PA. Die erste Frage, wie Status Quo ohne Rhythmusmeister Rick Parfitt, der aufgrund seines Herzinfarktes für die komplette Tour ausfiel, auftreten, wie sie klingen und sich den Fans präsentieren würden, war schon nach den ersten Tönen beantwortet. Ersatz Richie Malone fügte sich nahtlos in die Band ein, passte mit seinem Spiel perfekt als Ersatz. Gleich die ersten Riffs machten klar, dass wir es hier nicht mit Altherrenrock zu tun hatten, der gemächlich seine Runden zieht und für ein müdes „Ach, weißt du noch?“ Lächeln taugt, sondern, dass hier eine Band aufspielte, der man nicht abkaufen kann, dass nun endgültig Schluss ist mit dem elektrischen Boogie Rock. Quo wollen zwar weitermachen, nur eben nicht mehr elektrisch – wer das nach dieser Vorstellung glaubt, der zieht auch dem Osterhasen die Löffel lang und glaubt an die Eier legende Wollmilchsau. Ein glänzend aufgelegter Francis Rossi, der seine Späße machte, mit den Fans fast schon einen Diskurs führte, grandios bei Stimme war, wie gewohnt agil und jugendlich wirkte, bearbeitete seine Telecaster mit gewohnter Präzision und brachte den Saal zum Kochen. Hit auf Hit folgte – alte Songs wie „Rain“, das selten gespielte „Paper Plane“ oder die Hommage an zwei Bielefelder Fans „Gerdundula“ („Warum pfeift ihr?“), wechselten sich ab mit aktuelleren Songs wie „Beginning Of The End“ und „The Oriental“. Böse Stimmen beklagen die Eintönigkeit eines Quo-Songs, dem immer gleichen Rhythmus, dem Riff, das immer gleich ausfällt und dennoch kann niemand wirklich die Füße still halten. Das aber zeichnet Musik aus: sie berührt Herz, Körper und Verstand und macht glücklich. Quo erreicht genau das!
Knapp zwei Stunden rockten sich Quo durch ihr Set, Bassist Johnny „Rhino“ Edwards machte eine gute Figur bei den übernommenen Gesangsparts, die normalerweise Rick zugestanden hätten. Andy Bown, eigentlich schon immer das fünfte Member, strahlte seine Ruhe und Gelassenheit aus, übertrug sie auf die Band. Drummer Leon Cave drückte den Beat von hinten der Band auf. Wer an diesem Abend dabei war, hatte zu keiner Sekunde das Gefühl hier eine Band zu erleben, die an den Abtritt von der großen Bühne denkt. Man darf gespannt sein, wie die seit über 50 Jahren andauernde Karriere weiter seinen Verlauf nehmen wird. In dieser Form und Spielfreude… kaum vorstellbar, dass damit Schluss sein soll.

Bilder der Show: Fotos auf Facebook

Setlist Uriah Heep:

1. Gypsy
2. Look At Yourself
3. The Law
4. Sunrise
5. Stealin‘
6. One Minute
7. July Morning
8. Lady In Black
9. Easy Livin‘

Setlist Status Quo:

1. Caroline
2. The Wanderer
3. Something ‚bout You Baby I Like
4. Rain
5. Softer Ride
6. Beginning Of The End
7. Hold You Back
8. What You’re Proposing/Down The Dustpipe/Wild Side Of Life/Railroad/Again And Again
9. Paper Plane
10. The Oriental
11. Creepin’ Up On You
12. Gerdundula
13. In The Army Now
14. Drum Solo (The Caveman)
15. Roll Over Lay Down
16. Down Down
17. Whatever You Want
18. Rockin’ All Over The World
19. Burning Bridges (On And Off And On Again)
20. Rock And Roll Music/Bye Bye Johnny
geschrieben am 01.12.2016   von Christoph
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