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H.e.a.t. Festival, Tag 1 in Rockfabrik, Ludwigsburg am 25.11. & 26.11.2

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7 Stunden Deutschlands Autobahnen mit entzückender Begleitung unsicher gemacht, im Hotel eingecheckt und (fast) pünktlich zum Beginn an der Rockfabrik angekommen, werden wir mit den Worten begrüßt: „Ihr steht nicht auf der Liste!“ Na toll, kann ja nur noch besser werden. So der erste Gedanke. Doch nach einem kleinen, aber harmlosen Hin und Her wurde unser Name ohne große Probleme einfach auf die Liste geschrieben. So muss das sein, denn Menschen machen nun einmal Fehler und das in einer dermaßen opulenten Organisation einmal etwas untergehen kann, ist mehr als menschlich. Herrlich, wenn solche Dinge dann völlig unbürokratisch gelöst werden. Das hinterlässt definitiv einen positiven Eindruck und zeigt, dass hier Leute am Werk sind, die einfach Spaß an der Freude haben.

In der Halle toben Maverick bereits ordentlich und eröffnen mit einer beeindruckenden Performance, was die Freude auf das was noch kommen soll, stetig steigert. Doch mit den Schweden von Miss Behaviour erfolgt erst mal eine ordentlich Ernüchterung, denn Sänger Sebastian Roos scheint arge Probleme mit dem Monitorsound zu haben. Er liegt ganz häufig dermaßen neben der Spur, dass es nur daran liegen kann, hat er doch eigentlich eine aussagefähige und kräftige Stimme. Der Band scheint das aber keine Sorgen zu bereiten, denn sie ziehen ihr Set durch, verstehen es, die anwesenden ca. 600 Fans zu begeistern. Aber auch die aus dem Altenteil zurückgekehrten Zar um Gitarrero Tommy Claus scheinen ein ähnliches Problem zu haben, denn auch Tommy liegt greift tonal extrem oft daneben. Leider scheinen davon auch die Gitarren betroffen zu sein, denn wer genauer hinhört, kann so manchen schiefen Ton entdecken. Musikalisch scheinen Zar den Neuanfang gut getroffen zu haben, nur Tommy wünscht man gerne einen adäquaten Sänger zur Seite, der auch imstande ist sowohl die alten Songs der John Lawton Ära zu intonieren, als auch die neuen Songs des aktuellen Werks „Don’t Wait For Heroes“. So bleibt leider ein etwas fader Beigeschmack, was aber sicherlich in näherer Zukunft wieder ausgebügelt wird.

Als nächstes kamen die Schweden Houston zum Zuge, die ein souveränes Set spielten, die Fans ordentlich zu unterhalten verstanden, aber auch ein wenig unspektakulär erschienen. Herausragendstes Mitglied war dabei Sänger Hank Erix, der es nicht nur verstand die Fans bei der Stange zu halten, sondern auch durch seine Bühnenpräsenz zu wirken. Dann kam der Act, der quasi in letzter Minute für Mitch Malloy eingesprungen war, der leider absagen musste. Robbie Valentine, die vermeintliche Inkarnation von Freddie Mercury, konnte dann mit seiner Band überzeugen, wirkte aber mit seiner androgynen Art ein wenig deplatziert. Dennoch war es ein echtes und ehrliches Vergnügen, diese Band endlich einmal live erleben zu dürfen, denn in unsere Gefilde verirrt sich der Mann ja kaum noch. Sängerin Maria Catharina, die Robbie stimmlich unterstützte, tobte dabei wie ein Wirbelwind über die Bühne, schleuderte ihr rotes Haar und flirtete mit den Fans. Dass im Set natürlich auch ein Queen Song nicht fehlen durfte liegt auf der Hand und so intonierte die Band den Klassiker „Tie Your Mother Down“ in einer recht verhaltenen Version, die dem Song aber ein neues Gesicht verleihen konnte. Valentine präsentiert sein aktuelles Opus „Bizarro World“ und brachte mit „No Turning Back“ auch einen alten Klassiker zu Gehör.

Was dann folgen sollte, galt nicht umsonst als kleines Highlight des Festivals, denn der Kalifornier Johnny Lima spielte mit seiner phänomenalen Band auf. Ein Hit jagte den nächsten, Lima bei perfekter Stimme, feuerte das Publikum an und so manch Einer geriet angesichts der puren Energie gehörig ins schwitzen. Lima und seine Band boten einen kleinen Querschnitt durch so ziemlich alle Alben und verwirrte seine Fans lediglich mit einem „Zakk Wylde Gedächtnisbart“, der den Sunnyboy leider etwas entstellt. Aber Äußerlichkeiten sind ja kein Spiegelbild musikalischen Könnens - da war die Band ganz vorne dabei! Die Urväter von Treat hatten danach anfangs einen ziemlich schweren Stand, den sie aber gekonnt mit der Abgeklärtheit einer lange im Business befindlichen Band beiseite schieben konnten. Auch hier galt es ein neues Album zu promoten und so spielte die Band neben einigen alten Klassikern auch Songs aus dem aktuellen Werk „Ghost Of Graceland“, die beim Publikum genauso gut ankamen. Sänger Robert Ernlund ließ seine Stimmbänder sicher durch alle Tonlagen erklingen, Gitarrist Anders „Gary“ Wikström beeindruckte mit brillantem Riffing und Bassmann Pontus Egberg legte das Fundament. Eine Zeitreise zurück in die achtziger Jahre war es dann auch für viele, als die Songs aus den Klassikern „The Pleasure Principle“ und „Dreamhunter“ aus den Boxen quollen. Eine Band, die es ganz alleine schon wert gewesen war, den Weg zum H.E.A.T.- Festival auf sich zu nehmen.

Den Schlusspunkt setzten dann die mit Spannung erwarteten Headliner von Eclispe. Die Youngsters wirkten dabei genau so sicher wie alte Profis, die seit vierzig Jahren nichts anderes machen. Wie ein Flummi hüpfte, sprang und rannte Sänger Erik Mårtensson dabei über die Bühne, stachelte sowohl die Fans als auch seine Bandmitglieder zu Höchstleistungen an. Dabei verbreitete die Band eine dermaßen große Freude und zauberte so manch einem Fan ein wohliges Lächeln ins Gesicht. Erstaunlich, was die Band innerhalb von ein paar Jahren für eine Entwicklung gemacht hat! Jedenfalls schienen sie sich im Rampenlicht und unter den Begeisterungsstürmen der Anwesenden sichtlich wohl zu fühlen. Hinzu kommt, dass selbst Songs, die auf dem entsprechenden Album nicht so recht zünden wollten, hier perfekt funktionierten. Diese jungen Schweden sind definitiv das Highlight des ersten Tages gewesen.

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geschrieben am 07.12.2016   von Christoph
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