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Ruhrpott Metal Meeting 2016 in Oberhausen, Turbinenhalle am 2.+3.12.16

- - Live dabei gewesen und daher Verfasser des Berichtes: Jens Hecker - -
Am 2. und 3. Dezember öffnete die Turbinenhalle in Oberhausen zum zweiten Mal ihre Pforten für das Ruhrpott Metal Meeting. Getreu dem Festival-Motto „Stahl liegt in der Luft“, ließen es circa Zweitausend Metalheads schon am Freitag ordentlich krachen.
Tag 1:
NAILED TO OBSCURITY gaben sich als Opener die Ehre. Leider nur vor wenig Publikum, da Einlassbeginn und Spielstart der Esenser Death Metaller auf dieselbe Uhrzeit fielen. An dieser Stelle sollte die Orga dringend nachbessern. Auf Facebook gelobt der Veranstalter Besserung für das dritte Ruhrpott Metal Meeting, das am 8. und 9. Dezember 2017 stattfinden wird. Man darf gespannt sein!
Nach NAILED TO OBSCURITY aus dem hohen Norden ging es dann weiter mit unseren Nachbarn aus den Niederlanden. IZEGRIM, die vor ein paar Wochen schon mit der hannoveraner Band CRIPPER in Deutschland auf Tour waren, heizten der mittlerweile halbvolle Turbinenhalle ordentlich ein. Dabei zeigte sich die die Truppe um Frontfrau und Bassistin Marloes wie gewohnt dynamisch und nah am Publikum. Zum Ende des halbstündigen Sets hatte sich der Stau am Festivaleingang gelöst, sodass die Halle langsam voll wurde. Gitarrist Jeroen fasste den Auftritt im Anschluss treffend zusammen: “Wir machen Musik, weil es Spaß macht!“
Der MTV Headbangers Ball, der am Vortag seinen Auftakt in Berlin hatte, startete pünktlich um 19:30 Uhr mit UNEARTH. Die namensgebende TV-Show auf MTV gehörte nach seiner Erstausstrahlung Ende der 1980er zu den erfolgreichen Formaten des Musiksender und wurde in den USA acht und in Europa sechs Jahre im Hauptprogramm ausgestrahlt. Die 5 Metalcorer von UNEARTH aus Massachusetts gaben ab dem ersten Song Vollgas. Nicht musikalisch, sondern auch sportlich eine echte Leistung!
Leider knickte der gute Sound der ersten beiden Bands mit Beginn der Headbangers Ball rapide ab und wurde bis einschließlich des Headliner-Gigs von ICED EARTH auch nicht besser. Schade.
KATAKLYSM übernahm den zweiten Slot der Headbangers Ball Tour. Die Kanadier überzeugten sowohl mit Ihrer Songauswahl als auch mit einer soliden Show. Neben Klassikern wie „Taking the world by storm“ vom Album Prevail gab es für die Oberhausener Metal-Heads in der mittlerweile vollen Turbinenhalle auch viele neue Songs auf die Ohren. Einen guten Kontrast zum Death/Thrash Schwerpunkt des Abends gab es anschließend mit einer Mischung aus Folk- und Viking-Metal von ENSIFERUM. Mit ihrer energiegeladenen Show hatten die Fünf Finnen die Turbinenhalle fest im Griff und lieferten einen gewohnt guten Gig mit einer passenden Mischung aus Ihrem Song-Repertoire. Trotz des leider immer noch mittelmäßigen Sounds ein guter Auftritt.
Headliner des Abends waren ICED EARTH. Die Fünf amerikanischen Power-Metaller zeigten durch die Bank eine gute Bühnenpräsenz, konnten die Besucher aber nicht so fesseln, wie ENSIFERUM, KATAKLYSM oder UNEARTH. Das lag nicht zuletzt an der Auswahl der Songs. Ziemlich genau um 0:00 Uhr war Schicht im Schacht. Die Band um Jon Schaffer beendete mit dem Klassiker „Watching Over Me“ und ohne anschließende Zugabe den Headbangers Ball und somit auch den ersten Abend des Ruhrpott Metal Meetings 2016.
Alles in allem ein guter Auftakt für das noch junge Festival mit Hoffnung auf besseren Sound an Tag zwei!


Bilder - Tag 1: https://www.facebook.com/metalglory.de


Tag 2:
Die vier Schwedenmetallern um Sänger Jamie Anderson von SISTER eröffneten auf der Mainstage den zweiten Tag des Ruhrpott Metal Meetings. Der Gig war Bestandteil der DESTINATION DUST TOUR zum im November erschienenen neuen Studioalbum „STAND UP, FORWARD, MARCH!“. Mit ordentlich Druck und einem um Welten besseren Sound als am ersten Tag ließen SISTER in düsterer Manier die Turbinenhalle erbeben.
Barfüßig stand anschließen Frontfrau Peggy Meeussen mit den übrigen Thrash-Metallern von BLIKSEM auf der Ruhrpottstage (Mainstage) und bewies eindrucksvoll, dass Belgien nicht nur lecker Bierchen zu bieten hat! Der kurzweilige Gig ließ eine Menge
zufriedener Gesichter bei den Fans zurück. Am Samstag, also Tag 2, gab es beim RMM noch eine Zweite Stage. Die Flöz. Um 14:45 Uhr ging es hier für die Newcommer los.
Qualifiziert hatten sie HOPELEZZ, DELIRIOUS,TEUTONIC SLAUGHTER und WORDS OF FAREWELL. Um kurz vor Sieben war es dann so weit und der von vielen Fans erwartete Auftritt von DARKNESS begann. The Death Squad ist back! Die 84 in Essen gegründete, 91 aufgelöste und 04 wiedervereinigte Thrash-Band aus Essen hatte während ihres fast einstündigen Gigs die Flöz sicher im Griff und bewies einmal mehr, dass Dirk, Arnd, Lee, Lacky und Meik wissen, was Schwermetallerherzen im Pott begehren. Die Black Metaller von DESASTER um Sänger Guido „Sataniac“ Wissmann erspielten sich ab 19:00 Uhr zustimmendes Mitwippen in den ersten 10 Reihen auf der Ruhrpottstage. Fürsorglich: Auf der Bandhomepage gab die Band vor dem Auftritt auf dem Ruhrpott Metal Meeting noch Tipps zu Hotels rund um die Turbinenhalle. Alles in allem ein Runder Gig, der mit Sicherheit den ein oder anderen Black Metaller innerlich zur Eskalation gebracht hat.
Headliner waren am Samstag RAGE MEETS REFUGE (leider genau parallel zum Gig von LEGION OF THE DAMNED auf der Ruhrpottstage) auf der „Flöz-Stage“ in der kleinen Halle in der Turbinenhalle, die fast wegen Überfüllung geschlossen werden musste. Zu Beginn lieferten die Herner Powermetaler um Peavy Wagner eine Mischung aus alten Schätzen und Tracks vom neuen Album „The Devil Strikes Again“. Im späteren Verlauf standen dann neben Peavy die REFUGEE Musiker Manni Schmidt und Christos Efthimiadis auf der Bühne und bildeten die Bandformation, mit der RAGE Ende der 1980er auf der Bühne stand und auch 1993 das Album „The Missing Link“ veröffentlichte.
Heimvorteil souverän genutzt und die Flöz zerlegt. Danke Peavy!
Das am zweiten Tag das Sound-Team des RMM die richtigen Knöpfe getroffen hat, wurde spätestens beim Auftritt von LEGION OF THE DAMNED klar. Die 12 Jahre alte Thrash-Band aus den Niederlanden um Sänger und Gründungsmitglied Maurice Swinkels hämmerte ab 20:00 Uhr mit einem irrsinnigen Druck nun auch dem letzten Besucher den Kater vom Vorabend aus der Kopf. Die vorher etwas bewegungsmüde Crowd konnte nun auch zeigen, dass das Ruhrgebiet nicht nur den Pütt (also Schacht), sondern auch den Pit kennt. Die Fans von LEGION OF THE DAMNED und Rage hatten es leider schwer, da es eine komplette Überschneidung der beiden Bands gab. Schade, wir hätten gerne beide Bands in voller Länge gesehen. Ab jetzt ging es nur noch auf der Mainstage weiter.
Wie erwartet lieferten SAXON eine gute Show ab, zu der sie angemessen vom Oberhausener Publikum gefeiert wurde. Bewegend wurde es im letzten Teil des Sets der britischen Schwermetaller. Eigentlich wäre dieses Jahr eine gemeinsame Tour mit MOTÖRHEAD geplant gewesen. So ließen es sich die Briten zum kommenden einjährigen Todestag von Lemmy Kilmister am 28.12. nicht nehmen, „ Ace of Spades zu performen“, was die Menge mit einem gepflegten, dreiminütigen Ausrasten quittierte. Danke dafür!

Auch Princess of the Night, Wheels of Steel und 20.000 Feet durften natürlich zum Abschluss des Gigs nicht fehlen. "Im Pott ist es immer noch am schönsten!“, begrüßte BLIND GUARDIAN -Frontmann Hansi Kürsch die gut aufgeheizte Turbinenhalle. Schon vorher kündigten
Veranstalter und Band an, dass der Gig der Krefelder Metallegenden ganz im Zeichen der 95er Platte „Imagionations from the other side“ stehen wird. Während der ersten knapp zwei Stunden spielten und feierten sich Band und Publikum in eine handfeste Euphorie.
Laut Zeitplan sollten der Gig und damit auch das RMM um 0:30 Uhr zu Ende sein.
War es aber nicht...
Der Zugabenteil ging unter die Haut. Beim Bard's Song zeigten die Besucher beeindruckend, dass ca. 3.000 Menschen lauter sein können als die nicht gerade kleine PA beim Metal Meeting. Weltspitzenklasse findet Hansi. Wir auch! Was dann folgte, traf die Fans hart. Valhalla wird langsam zum Alteisen gelegt und aus dem Programm genommen. Aber, „weil ja Weihnachten ist, spielen wir ihn nochmal!“
Knapp 10 Minuten später bewiesen die Fans, dass sie noch lauter als bei Valhalla können und Zauberten Herrn Kürsch damit ein hübsches Lächeln auf die Lippen. Frohe Weihnachten! Zum krönenden Abschluss gab es als letzten Song Majesty auf die Ohren, um dann die nun vollends heiseren Fans und die Band in den wohlverdienten Feierabend zu entlassen. Um 1:30 Uhr war vielen klar, dass das der wohl beste BLIND GUARDIAN auftritt der letzten Jahre war. Festivalfeeling in der Turbinenhalle? Was gab’s neben den Bands? Größer als erwartet erstreckte sich der Metalmarkt in einer weiteren Halle der Turbinenhalle. Neben Merch wurde auch für den guten Zweck geflippert. Der Erlös dieser gelungenen Aktion ging an die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe in Mülheim und Oberhausen. Auch der verwöhnte kulinarische Pott-Gaumen kam mit Currywurst-Pommes-Mayo voll auf seine Kosten. Jummy! Da Merch und Essen sich allerdings die Halle geteilt haben, gab's zum neuen Shirt den Pommesgeruch für zuhause gratis dazu. Zugunsten einer ausreichenden Zahl an Schließfächern für Jacke und Wertsachen, suchte man eine große Garderobe in der Turbinenhalle vergebens. Der Vorteil der Schließfächer: keine lange Warterei an der Garderobe. Bezahlt wird auf dem GMM mit Wertmarken. Also zweimal anstehen für Bier und Currywurst. Ein wenig frisch war es in der Vorhalle, dafür aber in beiden Konzerthallen und dem Metalmarkt muckelig warm.

Bilder - Tag 2: https://www.facebook.com/metalglory.de


Fazit:
Glücklicherweise hatte die Soundcrew am zweiten Tag ein gutes Händchen und bereitete dem gut gewählten Billing einen angemessenen Sound. In Sachen Orga darf gerne im Bereich des Einlassen und dem Zeitplan noch etwas nachgebessert werden. Dennoch: Wir freuen uns auf das RMM 2017.


- -- Live dabei gewesen und somit für diesen Bericht verantwortlich: Jens Hecker - Copyright der Bilder: VerSehen/Jens Hecker- - -
geschrieben am 15.12.2016   von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers
...sehr viel
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