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Liedfett, Kapelle Petra, Elfmorgen - 2016 in Hannover, Musikzentrum am 17.12.2016

- - - Thomas Springer war live dabei, daher hat er auch diesen Bericht verfasst - - -

Vorab erst mal gab es heute kein Einzelkonzert der genialen Münsteraner, sondern ein volles Paket Fun-Punk-Rock-Festival. Mit elfmorgen, Kapelle Petra und den Hamburgern LIEDFETT war der Abend im Zeichen von Spaß, Blödsinn und Party vorherbestimmt.
„Party on“, würde so manch ein gewisser Schauspieler sagen.

Den Opener übernahmen die Frankfurter elfmorgen. Das Trio konnte vom ersten Riff an das Publikum auf seine Seite ziehen. Von schnodderigem Punkrock bis hin zum Reggae-Ska haben die Jungs um den charismatischen Sänger Andy eine knappe Stunde die Rolle der Einheizer perfekt erfüllen können. Vor allem bei ihrem Hit „Oberlippenbart“ (das Leben ist hart ohne Oberlippenbart) tobte der noch nicht ganz gefüllte Saal.

Als dann kurioserweise der Headliner des Abends kAPEllE PEtra bereits gegen 20:45 Uhr die Bühne betraten, gab es kein Halten mehr unter den inzwischen gut 300 Fans. Am Tag vor dem Konzert wurde auf Facebook bekannt gegeben, dass die Spielreihenfolge des Packages geändert wurde, aber dazu später. Kapelle Petra wurden den ganzen Gig über von Andy (elfmorgen) an der Gitarre unterstützt. Zum Besten wurden hauptsächlich die Songs der neuen Albums „The underforgotten table“ geben, ergänzt durch Hits wie „Protestlied“, „Überall diese erfolgreichen Familienväter“ oder „Gazelle trainiert für Olympia“. Apropos Gazelle…er ist den Ruf der Bühnenskulptur mehr als gerecht geworden und hat, wenn er nicht gerade Bier trinkend auf einen Anglersessel mitten auf der Bühne saß, die Songs tatkräftig mit einer beeindruckenden Bühnenpräsens unterstrichen. Das Publikum feierte die Band kräftig, gröhlte bei alles Songs enthusiastisch mit und ließ etliche Stagediver über sich ergehen. Nach einer guten Stunde haben dann Kapelle Petra ihren Megakracher „Geburtstag“ anlässlich der Geburt von Siepes Tocher als krönenden Konzertabschluss gespielt. Leider verließen die Vier/die Fünf die Bühne ohne Zugabe. Alles im Allem eine runde Sache, hat Spaß gemacht, jedoch leider alles zu kurz.

Was dann allerdings folgte hatte ich so nicht wirklich erwartet: das Hamburger Quartett LIEDFETT entert gegen 22:00 Uhr die Bühne… und entern ist im wahrsten Sinne des Wortes zu verstehen. Mir waren die drei bislang nicht bekannt, aber vergessen werde ich sie wohl nie wieder. Unglaublich, wie diese Combo es mit nur wenigen Takten versteht, den ganzen Saal zum Kochen zu bringen. Ich kann nichts zu den einzelnen Songs sagen, ist auch egal: das Publikum rastet aus!!!
Über meinem bequemen Tribünenplatz konnte ich froh und dankbar sein, selten habe ich so ein unbändiges Publikum gesehen. Pogo, Moshpit und Stagediving en masse, der ganze Saal ist in Bewegung und geht ab wie Schmidts Katze…
Das „Schmierlappen Kommando“ hat nach gut zwei Stunden seine Mission mit Bravour erfüllt.

Im Nachgang muss ich sagen, dass die wahre Headliner die Hamburger LIEDFETT waren, die mit ihrer Mischung aus Punk, Ska und HipHop-Elementen, den rotzigen Texten und ihrem absolut überzeugenden Frontmann Sprinder die Massen zum Toben gebracht haben. Gute Entscheidung die Reihenfolge des Line-ups zu ändern, obwohl es mir für meine vorherigen Favoriten Kapelle Petra (etwas) leid getan hat.


Live dabei und daher für diesen Bericht verantwortlich: Thomas Springer
geschrieben am 20.12.2016   von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers
...sehr viel
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