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Running Wild in Osnabrück, Hyde Park am 24.09.2005

Kaperfahrt nach Osnabrück! Der neue Hyde Park ist eigentlich gar nicht mehr so neu, aber mich hatte es schon lange nicht mehr in die etwas unscheinbare Niedersächsische Kleinstadt verschlagen. So betrat ich diesen Musiktempel zum ersten Mal und muss sagen, dass er mir sehr gut gefallen hat. Eine weitläufige Halle, viele Theken und hübsche Bedienungen schufen das richtige Ambiente für einen sehr gelungenen True Metal Abend. Die Tresendamen waren jedoch alles andere als auf den Mund gefallen: Als ich mein drittes Bier holte, zückte ich zunächst einen Zwanni, entdeckte dann aber noch einen Zehner. Madame am Ausschank nahm ihn lächelnd entgegen und sagte: „Den anderen bekomme ich früher oder später doch.“. Sie sollte recht behalten. War aber auch verdammt heiß im Hyde Park. Beste Voraussetzungen also für Hamburger Wikinger und Piraten, den Saal zum Kochen zu bringen. Es sollte ein großer Tag für Hansestädter werden. Bereits im Auto erreichte uns die Nachricht, dass der HSV die Bayern vom Platz gefegt hatte. Und die musikalischen Vertreter von Deutschlands Tor zur Welt sollten ihren kickenden Genossen in Nichts nachstehen.

Die Rolle des Openers wurde einer Band namens HORUS zuteil, über die ich wirklich gar nichts weiß. Das wird wohl auch so bleiben, denn mein Interesse konnte diese Formation nicht wecken. Sie spielten leicht proggigen Metal, den zwei niedliche, aber extrem schüchterne Ladies mit Geigentönen anreicherten. Ein substanzloser Sänger und eine unzureichende Bühnenpräsenz riefen jedoch den Eindruck hervor, dass die Band der ihr zugetragenen Aufgabe nicht gewachsen war.

Ganz anders STORMWARRIOR. Nach einem ausgedehnten Intro stürmten die Söhne des Nordens selbstbewusst die Bühne, ließen die Haare kreisen und legten furios mit „Signe Of The Warlorde“ los. Mit Firebolt alias Alex Guth präsentierte sich ein neuer Mann an der Axt. Hier hat es mitnichten einen Besetzungswechsel gegeben. Für die Live Gigs soll die Neuverpflichtung Frontmann Lars mehr Raum geben, damit dieser sich als Sänger ausleben kann. Bleibt zu klären, ob sich diese Banderweiterung auf Live Aktivitäten beschränkt oder ob der Stormwarrior Clan gewachsen ist. Lars kam mit seiner neu gewonnenen Freiheit jedenfalls prima zurecht und peitschte das Publikum bei Hymnen wie „Heavy Metal Fire“, dem Old School Geschoss „The Axewielder“ oder „Valhala“ gehörig nach vorn. Abseits der wahnwitzigen Lead Gitarren Duelle unterstützte der tobende Mob den Frontmann, der seinen neuen Kettenlook Mikroständer wie ein gewaltiges Schwert über die Bretter schwang. „Odinn's Warriors“, die „Ballade“ (ahem) „Welcome thy rite“ und „Thunderer“ machten uns gehörig Feuer unter dem Allerwertesten. Ein junger Mann entging beim seeligen Piratenflaggenschwenken nur knapp schwersten Verletzungen. Er war der Meinung, seiner Passion unbedingt crowdsurfenderweise nachgehen zu müssen. Leider war die Crowd recht löchrig. Seine Kumpels kümmerten sich aber vorbildlich um ihn und sorgten dafür, dass es keine ekligen roten Flecke auf dem Hallenboden gab. Die Putzfrauen Osnabrücks sind ihnen ewig dankbar. „Iron prayers“ beschloss einen gewaltigen Stormwarrior Gig. Das heftigst vom Publikum geforderte „Lindisfarne“ blieb ungespielt. Auch meinen persönlichen Fave „Deathe By The Blade“ werde ich wohl nie live zu hören bekommen. Schade drum, aber man kann eben nicht alles haben.

„RUNNING WILD, RUNNING WILD“ Sprechchöre machten schon in der Umbaupause klar, dass die Hamburger Piraten allen Widrigkeiten und Kritiken zum Trotz immer noch auf eine gewisse Fanbasis bauen können. Die ist vielleicht in den letzten Jahren etwas geschrumpft, hält dafür jedoch scheinbar wie Pech und Schwefel zusammen. Rolf Kasparek hatte mal wieder eine Mannschaft zusammen gewürfelt und war nun auf großer Fahrt, um das neue Album „Rogues en vogue“ zu promoten. Ohne große Faxen legten die Musiker wie auf diesem Scheibchen mit „Draw the line“ los.. Anfangs schien der Mischer etwas übervorsichtig zu agieren, denn Running Wild kamen zunächst doch sehr leise aus den Boxen. Das legte sich jedoch bald, und spätestens beim Klassiker „Raise your fist“ schmolz das Eis zwischen Band und Publikum, sofern da überhaupt welches gewesen sein soll.
Rock ’n’ Rolf zeigte sich in mörderischer Spiellaune und fegte wie ein Wirbelwind über die Bühne. Während er singt, erinnert mich sein wackelnder Kopf immer ein wenig an Blackie Lawless, was ich als Kompliment verstanden haben möchte. Spieltechnisch bot die Formation eine tadellose Vorstellung, und Rolfs charismatische Stimme zog das Publikum von Anfang an in seinen Bann. „Death or glory“, das erste echte Highlight, explodierte wie eine Bombe. „Black wings of death“ und „Skeleton Dance“ waren die nächsten abgefeuerten Granaten. Die neuen Songs funktionierten live prächtig, insbesondere „Black gold“. Nach einem weiteren Alltime Klassier („Bad to the bone“) und dem Brotherhood-Opener „Welcome to hell“ folgte ein Drum Solo. Die Herren an den Saiteninstrumenten müssen schließlich auch mal eine Pause machen dürfen. „Soulless“ und „Little Big Horn“ geleiteten die Menge schließlich zur Bandhymne „Prisoner of our time“, die wie immer fanatisch abgefeiert wurde. Und wieder diese endlosen „Running Wild, Running Wild“ Chöre, die einem schon einen Schauer über den Rücken jagen konnten. Doch die Piratencrew hatte ihr Feuer noch nicht ganz verschossen. „Victory“, „Conquistadores“ und natürlich „Under Jolly Roger“ setzten den Schlusspunkt unter ein fantastisches Konzerterlebnis. Rolf verzichtete auf den ganz großen Schnick Schnack und lieferte eine amtliche Metal Performance ab. Mir hat der Abend jede Menge Freude bereitet. Mit Running Wild ist, in welcher Zusammensetzung auch immer, auf jeden Fall weiterhin zu rechnen.




geschrieben am 25.09.2005   von Christian
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