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Swordbrothers Ii in JuZ Andernach am 17.9.2005

Runde zwei des Swordbrothers-Festivals, das sich als mitteldeutsche Pendant des HOA und des KIT versteht und (folglich) mit einem sauberen Billing aufwarten konnte. Verkehrgünstig gelegen, mit ausreichend Parkkapazitäten versehen und einem angemessenen Fassungsvermögen, bietet das JuZ in Andernach (nähe Koblenz) ideale Voraussetzungen, um sich langfristig als halbjährige Pflichtveranstaltung für den wahren Metaller zu etablieren. Organisatorisch gab es nichts zu meckern: Ein vernünftiger Preis, unkomplizierter Einlass und viele Möglichkeiten an den Händler-Ständen nach Metal zu wühlen und das eine oder andere edle Stück zu erwerben. Die Atmosphäre war familiär, friedlich und man konnte getreu des Festival-Namens so einige Verbrüderungsszenen miterleben. Die lockere Party fand nicht nur im JuZ, sondern auch auf den Grünflächen rund um die Halle statt.


Mit leichter Verspätung von 15 Minuten und damit rechtzeitig zu meinem Eintrudeln eröffneten die Vorderpfälzer Boomerang das zweite Swordbrothers-Festival. Neben dem (wie immer) gutgelaunten, sehr agilen Sänger Axel „Hüpfburg“ Johann, fiel vor allem Thomas Fahrnbach an der Gitarre mit ordentlich Dampf unterm Hintern und mächtig Spiellaune auf. Der neue Mann am Bass, Daniel Schäfer (auch Gesang bei Disturbed Mind) wirkte zwar noch etwas unsicher, fügte sich aber gut in das Bild des Fünfers ein und eröffnet mit seinen gesanglichen Qualitäten ganz neue Möglichkeiten für die eigenwillig-typischen Boomerang-Gesangslinien. Die undankbare Aufgabe des Openers zu ungünstiger Stunde erfüllten die Wurfhölzer trotz reichlicher Spielfehler vor schon erstaunlich gut besuchter Halle mit Bravour.



Die Osnabrücker Underground-Sensation (denn angesichts des mächtigen Songmaterials und dem grandiosen Sänger Michael Seifert bleibt keine andere Bezeichnung) Black Destiny legte noch mehr Kohle ins Feuer. Garniert mit starkem Riffing und einer makellosen Bühnenshow untermauerte der Fünfer einmal mehr seine vorzüglichen Live-Qualitäten.






Für mich begann nun die schwermetallische Entdeckungsreise in Andernach, denn von den folgenden vier Bands kannte ich genau keine.
Und das war auch gut so, denn ich liebe so Überraschungen wie Lonewolf, wenn ich fassungslos vor der Bühne stehe und zu rätseln, wieso in Gottes Namen mir so eine mordsgeile Band nicht bekannt war. Die Franzosen spielten ihren ersten Gig in Deutschland. Sänger Jens Borner gab sich bescheiden und „versuchte die Ansagen auf Deutsch“ und war darin sicherer und verständlicher als so mancher Einheimische. Der gute Einsatz auf der Bühne wurde mit mächtig gutem Material untersetzt. Vor allem die neuen Stücke der bald erscheinenden dritten CD gehen mir noch heute im Ohr rum. Sehr stark. Man darf also äußerst gespannt sein auf das Silbereisen und hoffen, dass Lonewolf weitere Gigs in Deutschland folgen lassen.




Es folgte das hellenische Epic-Doppelpack Airged Lamh und
Battleroar, die beide im Vorfeld sehr hoch gehandelt wurden. Beide Bands boten einen Auftritt voller Leidenschaft und versprühten ungemein viel Spaß. Nicht zuletzt die griechisch-französische Mannschaft vor der Bühne machte Stimmung und trieb beide Bands ordentlich nach vorne. Vom Hocker gerissen haben sie mich allerdings beide nicht. Jener Effekt wie zuvor bei Lonewolf blieb bei den Griechen aus, auch wenn mir das stellenweise äußerst originelle und kreative Songmaterial insgesamt gut gefallen hat.





Die Italiener Raising Fear sorgten dann (ungewollt) für eine Atempause. Die Track-Titel ihrer CD „Mythos“ ( Thorr, Merlin, Charon, Gilgamesh) lassen schon vermuten, was auf der Bühne geboten wurde. Reichlich durchschnittliches Material mit einem kleinen Zwischenhoch. Fader Allerwelts-Metal, der irgendwann auch ziemlich nervte. Das JuZ wurde leerer und vor der Bühne war so wenig los, wie bei keiner anderen Band. Bezeichnend, dass die Band für zwei Coverversionen zum Ende ihres Auftrittes den meisten Applaus bekam.




Es war also an der Zeit, dass die Seelen der Ungläubigen vom Durchschnitt geläutert werden und sich der wahren Kunst des Metal zuwenden. Wer, wenn nicht der Metal Inquisitor käme für diese Aufgabe besser in Frage. Die Koblenzer Lokalhelden räumten ab. In baldiger Erwartung eines Nachfolgers zu „The Apparition“ wurde ein schwermetallisches Feuerwerk aus den alten Gassenhauern (u.a. „Beware“, „Run For Your Life“, „Take Revenge“, „Zombie Drivers”, „Daze Of Avalon“) und neuen Stücken spielen. Zwei Zugaben musste die Inquisition noch geben. Und es hätten gerne noch mehr sein dürfen. METAL INQUISITOR IS KING.




Nicht wenige dürften mit Spannung dem Deutschland-Debüt der mächtigen Schweden-Newcomer entgegengefiebert haben. Sabaton, als einzige Band mit Keyboard, eröffneten mit Wolfpack ihren Auftritt und machten gleich Bekanntschaft mit massiven Soundproblemen. Denn außer Keyboard und Gesang war anfänglich nichts zu vernehmen. Und Metal ohne Gitarren ist nicht geschaffen, um gute Stimmung zu machen. Die Luft war leider gleich zu Beginn etwas raus. Hinzu kam, dass es die Schweden vielleicht deswegen auch nicht geschafft haben, den drückend-wuchtigen Klang ihres Albums auf die Bühne zu bringen. Letztendlich reichte trotz durchschnittlicher Bühnenshow das starke Songmaterial aber dann doch, um den Auftritt noch zu einem Erfolg werden zu lassen. Denn geil sind Sabton auf jeden Fall.




Zum Headliner Wizard bedarf es keiner großen Worte, denn die vier treten mächtig in den Arsch. Wer zum Ende einer über 12stündigen Metal-Veranstaltung, die bei allen sichtbar an den Kräften gezehrt hat, aus dem Publikum noch mal so viel Stimmung rauskitzeln kann, ist ein würdiger Headliner und METAL!

Bleibt mir zum Abschluss noch der Dank an die gewaltige Dreifaltigkeit Veranstalter, Bands und Fans sowie der Hinweis auf das Swordbrothers III, für das u.a. Viron, Double Diamond, Torch, Ironsword, Warrant und Bloodstained schon zugesagt haben.
Wenn das kein Grund ist im März wieder nach Andernach zu pilgern...







geschrieben am 26.09.2005   von Nameless
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