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Deathstars, Mortiis in Musikzentrum, Hannover am 23.04.2007
Galerie Deathstars, Mortiis - Hannover 23.04.07 zum Livereview anschauen!

Mortiis warfen sich in Schale (siehe Bilder), daher ist denen der etwas verspätete Beginn zu verzeihen. Oder hatten die Veranstalter und die Band wirklich darauf gehofft, dass noch einige mehr den Weg zum Musikzentrum an diesen Tag finden?! Leider war dem nicht so. Und dies war das einzige Manko des Abends, denn leider 134 zahlende Fans haben es geschafft zu erscheinen, um sich diesen beiden TOP-Bands zu widmen. Diese traurige Bilanz der Besucher ließ sich zum Glück nicht auf Mortiis (http://www.mortiis.com/) übertragen. Zumindest nicht, was die Songauswahl und das Stageacting angeht.
Mortiis ist zwar ohne seine berühmt berüchtigte Schminke (Maske Ohren, Gesicht und Nase!), dafür aber mit genügend Schlamm bedeckt aufgetreten. Somit wurde er trotzdem seinem „DRECK-Image“ gerecht, passend zum Sound eben. Sein Gefolge passte sich ebenfalls an.

Was die Probleme mit dem Licht beim ersten Track angeht, das konnte sich wohl kaum jemand erklären. Ich muss aber zugeben, dass auch dieser kurze und kleine Ausfall elektrogeladenen Sound passte. Beim zweiten Song „Decadent & Desperate“ war dann wieder alles in Lot und die Band zeigte sich von ihrer besten Seite. Die Songs des letzten offiziellen Outputs „The Grudge“ waren überwiegend präsent. Agil, powervoll und allemal sehr energiegeladene Darstelllung. Dieser Mix aus Industrial, Black und düsterem Elektro ist nun mal einzigartig. Auch wenn der Bass aus der Konserve kam und die Samples ein oder andere mal zu laut daher wurden, so muss ich zugeben, dass diese Band es trotzdem weiß, wie sie die Sau rauslassen soll. Mortiis persönlich war das Tier im Manne. Der Typ ist förmlich durchgedreht. Wahnsinn, wie intensiv er sich seinen Songs widmet. Auch seine Dreadlocks passten hervorragend zum Stil der gesamten –über eine Stunde andauernden- Show. Man merkte, dass die Band nicht nur auf die Musik als solches acht gibt, sondern auch auf das Styling achtet. Das Drumherum muss eben auch stimmen, wenn es um Liveauftritte geht - „Was fürs Auge und was fürs Ohr!“ sozusagen.
Dieses Motto passte ebenfalls für die Headliner der Tournee.
Deathstars (http://www.deathstars.net/) ließen sich ebenfalls nicht ver- und beiirren, was die wenigen Besucher (in meinen Augen t viel zu wenig!) anging. Sie ließen es ebenfalls rocken und krachen. Schon zu Beginn war klar, dass diese Band weiß, was sich gehört. Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau: Posing, Stageacting und Instrumentenbeherrschung wie die Profis! Ob die Songs des starken Debüts „Synthetic Generation“ oder des bisher letzten Outputs „Termination Bliss“ (sie Tracklist unten), sie wussten allemal zu überzeugen. Die Fans haben die meisten ihrer Tracks mitgesungen oder zumindest laut mitgekreischt. Zum lauteren Gekreische - durch die überwiegend weiblichen Fans in der ersten Reihe- kam es, als sich Frontman und Sprachohr der Schweden von seiner Jacke verabschiedete. Bei allem Respekt vor den weiblichen Fans und ihm selbst, aber wie zum Teufel hat er seine Hose noch halten können (siehe Bild – oder fehlt bei ihm etwas?). Na ja, Show ist ja manchmal viel, wie das zu vertretende Image eben auch. Aber die Jungs werden ihrem Image gerecht.
Geile Show, cooles Posing, hervorragende Tracklist und totale Kontrolle über das Publikum, was will man mehr? Vielleicht ein paar mehr Tracks? Aber hey, die Jungs haben doch erst zwei Alben.

Ich persönlich wurde an diesem Abend kaum enttäuscht, auch wenn ich mir eine „echten“ Basser bei Mortiis durchaus gewünscht hätte. Die Spielfreude und die Power an diesem Abend, die beide Bands gezeigt und gebracht haben, war wirklich sehens- und hörenswert. Solche Konzerte sind es, die einem das Gefühl geben, dass es noch Bands gibt die alles geben wollen und dies auch tatsächlich tun. Ein geiler Abend, selbst die Bilder können schon einige der Eindrücke und das Posing sehr gut rüberbringen.

Mein Dank geht an Thorsten (Burn-it-down), der sich diesem Konzert für Hannover gewidmet hat. Es ist wohl leider nicht so leicht die Hannoveraner davon zu überzeugen, dass es sich heutzutage auch lohnen kann ein Konzert zu besuchen. Endlich haben wir hier in der Gegend etliche Clubs und viele Möglichkeiten und nun erscheinen diejenige, die sich vor Jahren darüber beschwert haben, dass nichts passiert, nicht zu den Gigs. Aber diese Leute wird es immer geben.





DEATHSTARS, Hannover Setlist:
Motherzone
New Dead Nation
Trinity Fields
The Last Ammunition
Synthetic Generation
Tongues
Blitzkrieg
Greatest Fight On Earth
Play God
Semi-Automatic
Damn Me
Virtue To Vice
Cyanide
The Revolution Exodus




geschrieben am 02.05.2007   von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers
...sehr viel
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