Taste Of Doom, Straight From Hell in Fulda, Kreuzkneipe am 01.06.2007
Diese Woche war mit drei Konzerten an drei aufeinanderfolgenden Tagen insgesamt recht ereignisreich. Zwischen UFO gestern Abend und der Earthshaker Warm Up Party am morgigen Samstag verschlägt es mich heute Abend in die dem gleichnamigen Saal angegliederte Kreuzkneipe. Balu gibt in seiner Bar in unregelmässigen Abständen regionalen Undergroundbands des harten Kalibers die Möglichkeit, selbst organisierte Gigs durchzuziehen. Eine Bühne ist nicht vorhanden, das Schlagzeug steht auf dem Podest, das ansonsten dem Tischkicker vorbehalten ist. Die restlichen Musiker gruppieren sich davor und befinden sich somit auf Augenhöhe und in Armlänge zum Publikum. Am Tresen muss man aufpassen, dass man beim Bierholen nicht das Mischpult versehentlich von demselbigen stösst, aber solches Improvisieren verstärkt das Undergroundfeeling dieser Kneipenlärm-Veranstaltungen auf angenehme Weise.
Um 23.00 Uhr, während oben im Saal schätzungsweise zehn bis fünfzehn einsame Jugendliche zu Hip Hop-Klängen tanzen, ist die Kneipe mit siebzig Leuten gut gefüllt und die Stimmung prächtig, als STRAIGHT FROM HELL ihren Set beginnen. Die Fuldaer Band lag einige Zeit auf Eis, weil sie keinen geeigneten Frontmann finden konnten. Seit kurzem hat Al Cock diese Aufgabe übernommen, der ausserdem noch bei CONSPIRATOR singt und bei ROCK COCK RODEO den Bass bearbeitet. Der Opener „War“ geht nahtlos in „Destroy“ über, danach begrüsst Al erstmal die Fans. In den nächsten 45 Minuten steht eine rohe Mischung aus Death Metal, Metalcore und Thrash Metal auf dem Programm, die trotz der konstant hohen Tempovorgabe durch den Drummer nie eintönig wirkt. Al brüllt sich durch die Refrains von „Straight From Hell“ und „ Killed By Life“, die Gitarristen lassen in der Folgezeit einige gelungene Solo-Einlagen vom Stapel. Der Sound ist in der ersten Reihe für diesen kleinen Raum schon fast zu laut, so dass einige Zuschauer langsam aber sicher Ohrenstöpsel brauchen. Mehr als acht Songs sind in der Kürze der Zeit noch nicht geschrieben, so dass nach der Zugabe „I Saw Them Dying“ STRAIGHT FROM HELL ihren Gig beenden, den sie sicher als ersten Achtungserfolg verbuchen können.
Setlist:
1. War
2. Destroy
3. Straight From Hell
4. Lord Of Suicide
5. Killed By Life
6. Reasons 2 Kill
7. 9
8. I Saw Them Dying
Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten dauert es eine Weile, bis TASTE OF DOOM ihr Equipment aufgebaut haben. Die Nordhessen gehen weniger brachial als STRAIGHT FROM HELL zu Werke. Sie spielen traditionellen Thrash Metal mit einigen Melodien, der live wesentlich kompakter klingt, als auf der aktuellen MCD „All Quiet On The West Front“. Zu "Reign Of Terror" und "Only An Existence" zeigen sich die ersten Headbanger. In der Folgezeit können TASTE OF DOOM bei den Fans punkten, denn „March“ und „Act Of Vengeance“ gehen live durch einige Breaks und Gitarrensoli schön ab. Auch der Titelsong der MCD wächst im Vergleich zur Konserve, weil er schneller gespielt wird. Zu vorgerückter Stunde verklingen nach der TANKARD Coverversion "Rectifier" und dem abschliessenden "Die Gedanken sind frei" die letzten Töne und die Zuschauer können mit der Gewissheit nach Hause gehen, zwei engagierte Nachwuchsbands gesehen zu haben.
Setlist:
01. Reign Of Terror
02. Only An Existence
03. March
04. Path Of War
05. The History Fetches Back
06. Act Of Vengeance
07. Violation
08. All Quiet
09. Rectifier
10. Die Gedanken sind frei
Fotos:
Ylania
geschrieben am 04.06.2007 von Armin
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musikalischer Background des Verfassers Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
X Aktuelle Top6
1. Ensiferum "Victory Songs"
2. Gernotshagen "Märe aus wäldernen Hallen"
3. Troopers "Bestialisch"
4. Turisas "The Varangian Way"
5. Witchburner "Blood Of Witches"
6. Excrementory Grindfuckers "Bitte nicht vor den Gästen"
X Alltime-Klassix Top6
1. Slayer "Reign In Blood"
2. Metallica "Master Of Puppets"
3. Slayer "Hell Awaits"
4. Anthrax "Among The Living"
5. Overkill "Taking Over"
6. Metallica "Ride The Lightning"
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