Bevor es mit der gewaltigen Ladung Grind-Death los ging, bekam das Publikum deftigen Nu Metal und hausgemachten Thrash im S.O.M.A. (http://www.soma-music-club.de) um die Ohren gehauen.
Es starteten zum einen die „sehr“ junge Band (Durchschnittsalter geschätzte 17!) aus Wolfsburg Obscure (http://www.obscure-music.de). Aber wer achtet schon seit Tokio Hotel auf das Alter? Die Jungs fegten los wie ein Orkan. Zwar passte dieser Stil nicht zum heutigen Abend, aber es rockte allemal wie sau. Auch wenn der Sound nicht der Beste war, so kamen die Machine Head-lastigen Songs durchaus überzeugend rüber. Vor allem der Sänger/Gitarrist und der Lead-Gitarrist flippten förmlich aus.
Trotz des zurückhaltenden Publikums ließen sich die Jungs die Laune nicht verderben, auch wenn sogar etliche Aufforderungen zum Ausflippen fruchtlos blieben. Die Wolfsburger gingen ab wie auf einer riesigen Bühne vor einem zahlreichen Publikum. Eher unpassend war dabei das unsichere Wirken des Drummers. Aber na ja, im Rahmen der Möglichkeiten und auch wenn es nicht so wirklich mein Ding ist, was den Nu Speed Metal angeht, so muss ich zugeben, dass aus den Jungs echt was werden könnte. Ein „richtiges“ Label sollte hier mal die Ohren spitzen.
Danach waren für eine Dreiviertelstunde die Lokalmatadoren Cripper, http://www.cripper.de um Frontfrau Britta (sozusagen die Angela Gossow der Hannover-Metalszene!). Power- und energiegeladene Show! Auch wenn es ein Heimspiel war, so waren die Fans nicht so richtig in Fahrt und nur einzelne, wenige taten dies, um was sie von der Combo aufgefordert wurden: Moshen!
Der Sound wurde leider nicht viel besser, also schien dies das Manko des heutigen Abends zu werden. Aber Cripper taten das, wofür sie bekannt sind und flippten förmlich aus. Auch wenn man die Musik nicht mögen sollte, so präsentier sich die Band genau richtig, um eben aufzufallen und zu überzeugen; das soll heißen eine gewisse Professionalität im Umgang mit dem Publikum und Durchdrehen auf der Bühne strahlen sie durchaus schon aus, nicht nur aufgrund des letzten Covertracks von Testament.
Dying Fetus http://www.dyingfetus.com bewiesen einmal mehr, dass sie Härte im Blut haben. Der Sound wurde zwar im Vergleich zu den Vorbands etwas besser, hat aber während der knapp 70minütige Show trotzdem kleine Macken bereitet. Schade, denn so war das ein und andere Mal der gewaltige und brachiale Druck nicht immer vorhanden. Mal war die Gitarre zu leise, dann wiederum die Growls und ab und an kam es einem vor, als ob die Box durchgeknallt wäre. Doch trotzdem gab es genügend Tracks, die wirklich genau so rüber kamen, wie sie auch sollten bzw. wie man dies von den Amis gewohnt ist. Also bei den meisten der 120 Anwesenden hieß es: Nackenmuskulatur mit wehenden Haaren auf Dauerrotation!
Neben brandneuen Tracks des aktuellen Albums „War Of Attrition“ (u.a. „Insidious Repression“ und „Fate Of The Condemned“) gab es noch einige der „Stop at nothing“ Scheibe „Schematics“ und „One Shot, One Kill“ zu hören. Dazu gesellten sich altbekannten Knaller aus „Killing on Adrenaline“ sowie der bis dato besten Mini-CD des Grind/Death Metal „Grotesque Impalement“, u.a. neben dem Titeltrack auch noch „Bringing Back The Glory“. Einfach herrlich. Von mir aus hätten sie die gesamte Mini spielen können. Nicht unerwähnt möchte ich die uralten Tracks “Skull Fucked”, „Purged Of My Worldly Being“ und „Kill Your Mother, Rape Your Dog” lassen.
Zwar habe ich die Jungs um Boss John Gallagher schon mal besser erlebt (da werden Erinnerungen an das legendäre Konzert neben Vader und Konsorten im Metropol in Hengelo wach), aber in Anbetracht dessen, dass das Publikum die Band voll akzeptiert hat und die Amis aus dem Laden rausgeholt haben was möglich war, ist abschließend zu sagen, dass es durchaus ein gelungener Auftritt gewesen ist. Auch wenn ich erwähnen muss, dass eine Zugabe nicht geschadet hätte.
Mein Dank geht an Emilio und Moritz (Gordeon). Bis zum nächsten Mal.
An dieser Stelle möchte ich auch noch auf den Livebericht von Toby hinweisen: siehe Forum/Diskussion.
Die restlichen Bilder, wie immer in der Galerie!
geschrieben am 20.08.2007 von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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