Gernotshagen, Kromlek, Elexorien, Pestis, Tarabas in Bad Salzungen, KW 70 am 01.12.2007
Daran sollten sich andere wirklich mal ein Beispiel nehmen. Für faire 8 Euro Eintritt präsentieren die Macher des „Hard As Iron“-Festivals heute Abend fünf Bands im KW 70 in Bad Salzungen. Die Pagan Metal-Fans werden dabei ebenso auf ihre Kosten kommen, wie die Anhänger von Viking Metal und Epic Metal. Zu den ersten beiden Bands, nämlich TARABAS und PESTIS, kann ich leider gar nichts sagen, da ich mit meinen Kumpels erst in dem Moment eintreffe, als die letzten Töne vor der Umbaupause verklingen. Wenn ich mir so die Review vom aktuellen TARABAS Album des Kollegen Barbar durchlese und die beiden Myspace-Seiten checke, war das sicherlich ein Fehler. Aber egal, so bleibt wenigstens Zeit für einen kleinen Snack und eine kühle Auerhahn-Brause vom Fass.
Als nächstes betreten ELEXORIEN die Bühne. Die Band aus Groningen beschreibt ihren Stil als Epic Battle Metal. Tatsache ist, dass die Niederländer den knapp 500 Zuschauern eine kraftvolle Mischung aus Power Metal, Viking Metal, vielen Gitarrensoli und gelegentlichen Death Metal Parts kredenzen. Blickfang ist neben der Bassistin Liza die Sängerin Ine, die sich regelmässig mit Lainedil beim Singen abwechselt. Das Pendeln zwischen klaren und tiefen Vocals gibt epischen Songs wie „Running With The Wolves Of War“ eine ganz eigene Note. Weiter geht es mit „Rising Of The Storm“ und „Smeagol“ vom aktuellen Album „Elexorien“, die von den Fans mit lautem Beifall beklatscht werden. Das hymnische „Dryads And Trolls“, bei dem das Keyboard öfter mal im Vordergrund steht, beendet nach einer Stunde viel zu früh einen tollen Auftritt.
Im Anschluss wird es zünftig folkig und die Partystimmung bei den Fans steigt. KROMLEK aus Bayern kombinieren Viking Metal mit finnischer Humppa, was sich live richtig abgefahren anhört. Da sind vor allem Tracks wie das harte „Herjan“ und das Humppa-mässige „Kromlek“. Sänger Alphavarg post ordentlich mit einigen Grimassen dazu. Zum Schluss gibt es noch ein Duett mit Ine von ELEXORIEN.
Zu fortgeschrittener Stunde sind dann die Lokalmatadoren GERNOTSHAGEN an der Reihe. Die Kollegin Steffi hat den Pagan/Black Metallern ja schon an anderer Stelle einen beachtlichen Fortschritt mit dem neuen Album „Märe aus wäldernen Hallen“ bescheinigt. Der Wechsel von tragenden Melodien, rasenden Parts und instrumentalen Einschüben erzeugt live jedenfalls eine tolle Atmosphäre. GERNOTSHAGEN eröffnen ihren Set mit „Der alte Wald“ und schon kommt Bewegung in die dicht gedrängten Reihen vor der Bühne. Die Jungs aus Trusetal spielen fast das komplette Album runter. Bei „Dem Skirnir zu Ehren“ werden sogar tanzbare Parts eingebaut, die sich schön mit dem eingängigen Refrain ergänzen. „Widars Klagesturm“ wird von einer tragenden Melodie und klarem Gesang bestimmt. Rasender ist da schon der Beginn von „Kriegshorn“, bevor der Track des 2002er Debüts „Wintermythen“ in epischen Klängen mündet. Mit fast neun Minuten ist „Schlachtensang der Einherjer“ der längste Song an diesem Abend, der mit den oben erwähnten Instrumental-Parts aufgelockert wird. Insgesamt ein starker Auftritt, der alle Anwesenden begeistert hat.
geschrieben am 09.12.2007 von Armin
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musikalischer Background des Verfassers Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
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2. Gernotshagen "Märe aus wäldernen Hallen"
3. Troopers "Bestialisch"
4. Turisas "The Varangian Way"
5. Witchburner "Blood Of Witches"
6. Excrementory Grindfuckers "Bitte nicht vor den Gästen"
X Alltime-Klassix Top6
1. Slayer "Reign In Blood"
2. Metallica "Master Of Puppets"
3. Slayer "Hell Awaits"
4. Anthrax "Among The Living"
5. Overkill "Taking Over"
6. Metallica "Ride The Lightning"
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