Doomsday in Hannover. Mit Trouble, Sahg und Gorialla Monsoon lud eine geballte Ladung tonnenschwerer Metal Power zum Live Date in die niedersächsischen Hauptstadt. Und es waren nicht wenige Fans, die diesem Ruf folgten. Wenn ich da noch an das Trouble Konzert vor einigen Monaten in Hamburg denke, wo die Band aus Chicago mit Rise To Addiction nicht mal das kleine Marx füllen konnten... Nicht so heute. Das Musikzentrum war zwar weit vom „ausverkauft“ entfernt, aber doch recht ansehnlich gefüllt. Ein angemessener Rahmen also für den Besuch der Doom Institution, den sicher auch die Mitreisenden Sahg und Gorilla Monsoon zu schätzen wussten.
Letzteren gebührte die zweifelhafte Ehre der Konzerteröffnung. Von Beginn an profitierten die Modern Doomster vom glasklaren Sound in der Halle. Die fies groovenden Kompositionen rockten schwer durch die sich langsam füllenden Reihen. Fette Gitarrenwände, ein mitreißender Gesang und Hits wie „Night Of The Wolverine“ sorgten für eine sehr intensive Show, die mir sicher noch eine Weile in Erinnerung bleiben wird. Wenn es GORILLA MONSOON gelingt, diese Form auf das nächste Album zu bannen, dann steht uns Großes bevor.
SAHG gelang es trotz allem, den Energielevel noch ein wenig in die Höhe zu schrauben. Eindrucksvoll demonstrieren sie den Anwesenden, wo im Doom Universum die Unterschiede zwischen Europa und den USA liegen. Die Metal und Hard Rock Wurzeln der Norweger kommen live noch viel deutlicher zum Vorschein als auf CD. Psychedlic Einflüsse suchte man in der sehr straighten Vorstellung nahezu vergebens. Spätestens bei „Pyromancer“ kam der Saal so richtig in Wallung. „Godless Faith“ brachte ihn schließlich zum Überkochen. Sahg ließen sich vom fantastischen Sound und der rockenden Menge mitreißen und boten mal wieder eine erstklassige Performance. (Christian)
Um es vorweg zu nehmen: TROUBLE konnten den hohe Energielevel von Sahg noch intensivieren. Nach einem netten Beatles Intro stieg man wie üblich mit „R.I.P." in den knapp 95 minütigen Set ein. Die Band hatte offensichtlich von Beginn an mächtig Spaß an diesem Abend, und traf Sound und Songtechnisch ohnehin voll ins Schwarze. „Doom tritt Live eben mächtig in den A...!" Die ersten „echten Hits" ließen nicht lange auf sich warten und wurden entsprechend abgefeiert. Spätestens bei „Plastic Green Head" hatte der Fünfer aus Chicago auch die/den letzte(n) Besucher(in) dieses Abends auf seiner Seite. Das Frontmann Eric Wagner sich danach mit den Worten „Sorry Guys, I’ll have a P**s now" erstmal charmant in eine Pinkelpause verabschiedet, wurde mit einem allgemeinen Grinsen toleriert. Klar, wenn danach einfach mit Songs wie „The Eye", „Simple Mind Condition" oder „Troublemaker" weiter Vollgas gegeben wird, stört sich wohl niemand dran. Überhaupt kamen die Songs vom aktuellen Longplayer überraschend gut an.
Ab jetzt wurden nur noch Klassiker präsentiert. Songs wie „Wickedness of man", „Run to the light" oder „Scuse me" wurden mit Leichtigkeit und im tonneschweren Soundgewand auf die Anwesenden losgelassen. Dabei wirkte die Band allerdings zu keiner Zeit müde oder gelangweilt. Ganz im Gegenteil: Besonders das kongeniale Gitarrenduo Wartell/Franklin bot „ganz nebenbei" noch mächtig was fürs Auge. Nach gut 80 Minuten war dann erstmal Schluss.
Ein Trouble-Roadie mimte nach den etwas zaghaften „Zugabe" Rufen dann erfolgreich den Animateur. Die Band kehrte für „Bastards will pay" und natürlich „The Tempter" noch mal zurück auf die Bühne, bevor im Musikzentrum endgültig Schluss war...
Unterm Strich steht ein grandioser Konzertabend, der keine Wünsche offen ließ. Wenn es etwas zu kritisieren gab, dann nur das diese Show den ein oder anderen Zuschauer mehr verdient gehabt hätte. Wer nicht dabei war ist selber Schuld ;-)
(Blizzard)
geschrieben am 27.04.2008 von Christian
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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5. Alestorm "Back Through Time"
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