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Ballads Of A Hangman Tour 2009 in Markthalle, Hamburg am 25.01.2009
Galerie Ballads Of A Hangman Tour 2009 zum Livereview anschauen!
Galerie Ballads Of A Hangman Tour 2009 zum Livereview anschauen!

Die Vorfreude auf diese Tour war groß, entsprechend dann leider auch die Ernüchterung angesichts der relativ geringen Zuschauerzahl, denn es hätten wohl auch doppelt so viele Headbanger in die Markthalle gepasst. Der Stimmung bei ALESTORM und vor allem bei GRAVE DIGGER tat das aber keinen Abbruch, und selbst der Opener TALETELLERS erntete mehr Beifall als nur den üblichen Höflichkeitsapplaus von der bei ihnen noch sehr übersichtlichen Menschenmenge. Mir persönlich hat die junge Band aus Saarbrücken allerdings nicht so viel gegeben, obwohl sie ihren dreckigen 80er Jahre Thrash Metal sehr sympathisch rüberbrachten.

Bei ALESTORM ging dann ab der ersten Note von "Over The Seas" die Post ab, und es waren vor allem jüngere Fans, die vor der Bühne Party machten. Mit diesem Support im Rücken ließen die schottischen Piraten nichts anbrennen, und ich muss ihnen nun auch den Rock'n'Roll Faktor attestieren, den ich ihnen zuvor in der Rezension ihrer aktuellen EP "Leviathan" abgesprochen hatte. Die Jungs legten nämlich ein ganz schönes Brett auf's Parkett, der Sound war überraschend transparent, und ihre Bühnenpräsenz war auch schon mehr als ordentlich. Sänger Christopher Bowes wusste mit knarzigen Piratenansagen zu gefallen, auch wenn dem Jungen zum Schluss deutlich die Kondition ausging. Aber die Combo ist ja auch blutjung und lernt noch dazu. Ihre Hits wie "Leviathan", "Wenches & Mead" (mit auf Deutsch gesungenem Mittelteil; kult!), "Nancy The Tavern Wench" und dem Oberhit "Captain Morgan's Revenge" waren absolute Highlights. Zudem spielten sie den bisher unveröffentlichten Song "Keelhauled", eine Art hymnenhafter Polka Metal, der begeistert von den Fans aufgenommen wurde. Viele der älteren Semester, mit denen ich nach dem Konzert sprach, konnten mit ALESTORM zwar nicht viel anfangen, aber dennoch haben die Schotten die allerbesten Karten, um ihren Bekanntheitsgrad sehr schnell sehr hoch zu steigern. Ich jedenfalls habe Hunger auf mehr und freue mich schon tierisch auf das neue Album, das noch in diesem Frühjahr erscheinen soll.

Nach der letzten Umbaupause, in der sich die Alestürmer mit ihren Fans vor dem Merchandise Stand tummelten, war dann endlich die Zeit für GRAVE DIGGER gekommen, und die Herren um Chris Boltendahl, kamen, rockten und siegten auf ganzer Linie. Von der Stimmung weiter hinten im Saal kann ich nur vom Hörensagen berichten, denn dieses Konzert sah ich mir nur aus der zweiten und ersten Reihe an. Zum Einstieg gab es gleich das herrliche "Ballad Of A Hangman", und der Song ist, wie schon vermutet, zur absoluten Livegranate mutiert. Darauf folgte ein Best Of Programm durch die reichhaltige Bandgeschichte, bei der sich die Band spielfreudig und Fan nah zeigte. Chris, Manni, Thilo und Jens klatschten das Publikum ständig ab, welches sich mit Sprechchören nach jedem einzelnen Song bedankte. Die Folge war ein debiles Dauergrinsen vor und auf der Bühne. Schon früh beim Gig haben die Diggers sich von ihrer geplanten Setliste verabschiedet. Die Überraschungsnummer des Abends war "Wedding Day" vom "The Reaper" Album. Des weiteren standen Kracher wie "Witch Hunter", "The Dark Of The Sun", "Excalibur", "Headbanging Man" und "Pray" an. Absoluter Höhepunkt war das aus fast allen Kehlen mitgesungene "Rebellion", bei dem der ganze Saal brodelte und eine wirklich ergreifende Stimmung herrschte. Nach dem Lied stellte ein schon älterer Metal King in der dritten Reihe treffend fest: "Geil! Das war eine Eins mit Sternchen". Und die gibt es auch von mir, für den absolut genialen Abschluss "Heavy Metal Breakdown" und für das Konzert insgesamt. GRAVE DIGGER zeigten sich in Bestform, der Sound war gut und die Verstärkung durch Thilo Hoffmann als zweiten Gitarristen trug Früchte, sowohl soundtechnisch, als auch optisch, denn genau wie alle anderen war er sich für keine Pose zu schade, die auch alle von Herzen zu kommen schienen.

Hinterher gab es nur zufriedene Gesichter, zumal sich alle Bandmitglieder schon kurz nach dem Auftritt zum Händeschütteln und Autogramme-Verteilen unter das Volk mischten (nur ob die Reaper Inkarnation Hans Peter Katzenburg ebenfalls zugegen war, entzieht sich meiner Kenntnis, denn auf der Bühne war er geschminkt und tief unter seiner Kapuze verborgen). Unter dem Strich hat sich der Ausflug nach Hamburg wirklich gelohnt, GRAVE DIGGER scheinen stark wie nie zu sein, und auch ALESTORM muss man zukünftig auf dem Zettel haben. Vielen Dank an alle Beteiligten für einen herrlichen Abend im Zeichen des unverfälschten Heavy Metals.






geschrieben am 28.01.2009   von Chickenfires
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musikalischer Background des Verfassers
Hauptsächlich Metal und 60er/70er Jahre Rock. Daneben alles Mögliche (z.B. EBM, Soundtracks, Folk, diversen Jazz Kram & Krautrock) und manches Unmögliche (z.B. Aqua, Madonna, Torfrock, Björk & Doris Day).
X   Aktuelle Top6
1. Alestorm "Leviathan"
2. Grave Digger "Ballads Of A Hangman"
3. Saxon "Into The Labyrinth"
4. Band Of Horses "Cease To Begin"
5. AC/DV "Black Ice"
6. Opeth "Watershed"
X   Alltime-Klassix Top6
1. Rush "Grace Under Pressure"
2. Böhse Onkelz "Adios"
3. ELP "Brainsalad Surgery"
4. The Fair Sex "Bite Release Bite"
5. Scooter "Encore The Whole Story"
6. Chroma Key "Dead Air For Radios"

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