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What Doesnt Kill Me... in Austria, Klagenfurt, Volxhaus am 04.04.2009

Eines vorweg: Großer Dank geht an Wolfgang Wedenig. Mit dessen Erlaubnis ich euch auch ein paar Fotos unterbreiten kann.
Mehr Fotos, größere Fotos und in hoher Auflösung gibt es bei ihm direkt unter:
LastFM.de
Vielen Dank nochmal, Ccchheerrrss!!


Der Blutgott kam nach Klagenfurt/Österreich, im Schlepptau von Ektomorf.
Und seine Jünger hatten sich versammelt. (ok, eine Menge Ektomorf Fans wohl auch ;-) )

Die Rede ist von der ’What doesn’t kill me…’-Tour, die am letzten Samstag, den 04.04.2009 auch hier vor meiner Haustür Halt machte.
Mit dabei an diesem Abend:
Ektomorf
Debauchery
Aggressive Fear
Dread the Moment


Abgesehen von der perfekten Größe der Location, war natürlich der Preis der Hammer.
Diesen Abend wurde wieder mal der Beweis angetreten, dass auch ’bekannte’ Bands einen vernünftigen Eintrittspreis auf die Reihe kriegen.
Im Vorverkauf 14,- und am Abend mit 16,- Euro! In unserer Zeit und bei den Preisen überall ist das hier nicht nur fair, sondern firmiert ja schon als ’geschenkt’!

Ok, lasst uns einfach rein gehen.
Kurz noch den Merchandisestand durchforstet - unter der Beschallung von DREAD THE MOMENT, die bereits angefangen hatten.
Die Bühne ist ziemlich klein, angepasst an den nicht allzu großen Club. Hätte man nicht den Platz für zwei Schlagzeuge verbraucht, wäre der Auftritt von DREAD THE MOMENT sicherlich etwas bewegungsfreudiger abgelaufen. Die Mucke ist zielsicher dem Metalcore zuzuordnen. Auch wenn das Genre einen etwas schlechten Ruf ’genießt’, konnten sie einen guten Eindruck hinterlassen. Metalcore – sehr Basis orientiert. Keine cleanen Vocals, keine unnötigen Frickelmelodien. Pure Gewalt, mitten in die Fresse, total Moshpit tauglich.
Die Anwesenden waren nicht wirklich mit dem Material vertraut, daher auch die verhaltenen Publikumsreaktionen. Sie machten aber das Beste draus und somit verließ ein Teil von ihnen die Bühne Richtung ’nicht vorhandenen’ Moshpit und gab sich einfach zwischen den Leuten den Rest. Hierbei konnte man zumindest feststellen, dass, hätten DREAD THE MOMENT etwas mehr Platz gehabt, sie auch auf der Bühne eine energiegeladene Show geboten hätten.

Nach kurzer Umbaupause mussten dann AGGRESSIVE FEAR mit dem gleichen Problem kämpfen: Zu wenig Platz. Die Jungs kuschelten sich rund um’s Schlagzeug, aber wie der Opener auch, machten sie das Beste draus und rockten das Haus.
Mir war leider auch von ihnen das Material unbekannt, generell war es aber so, dass diverse Leute ihre Songs sehr wohl kannten (MySpace sein Dank!).
Aber mit ihrer Brachialmischung aus Neo-Thrash/Hard/Metalcore, konnten die mit mehr oder weniger Newcomer-Status behafteten AGGRESSIVE FEAR, auch die Leute auf ihre Seite ziehen, die ihr Material noch nicht kannten.
Man stelle sich vor, Machine Head hätten auf ihrem Debutalbum richtig, richtig aufs Gaspedal getreten, in diese Richtung gehen AGGRESSIVE FEAR.
Fette Gitarren-Wände, ein sympathischer Aggro-Shouter, gewaltige Drumbeats. Was will man mehr? Und somit konnten AGGRESSIVE FEAR auch mehr als nur Achtungsapplaus einfahren.

Danach merkte man bereits, warum der Großteil der Anwesenden hier war. Nur Minuten nachdem die letzten Klänge von Aggressive Fear verhallt waren, wuselten die Leute in den Saal und füllten die Fläche im Handumdrehen. Die Zeit war gekommen, um die Ankunft des Bloodgod zu preisen. Die Zeit war gekommen für…DEBAUCHERY! Verkaufte Thomas gerade noch sein Merchandise ganz friedlich hinterm Tresen, so stand er jetzt blutverschmiert auf der Bühne und rammte eine Death Metal Show ins Volk, die sich gewaschen hatte. Diese Mucke ist einfach prädestiniert für Party & Moshpit. Über die Mitgröhl- Kompatibilität des DEBAUCHERY-Songmaterials brauchen wir an dieser Stelle ohnehin nicht diskutieren.
Leider hatten auch DEBAUCHERY das Platzproblem. Bei solchen Death Metal Walzen ist dies aber ohnehin kein Ding, denn wenn der Mob tobt, kriegt man sowieso nicht mehr viel von dem mit, was sich auf der Bühne tut.
Somit brachten sie das Volxhaus zum Beben, unter anderem mit Tracks wie: Blood god rising, Back to blood, Continue to kill, Blood for the blood god u.v.a. Bei DEBAUCHERY ist auch ein ganz seltenes Phänomen zu beobachten: Es wurden auch neue Tracks gespielt. Und obwohl das Album erst 24 Stunden am Markt war, gehen Tracks wie ’Killing ground’ oder ’3 riff hit’ sofort ins Tanzbein und der Mob tobte fröhlich und verschwitzt weiter!
(Jaja, man könnte jetzt all jenen illegale Downloads vorwerfen – aber das kann wohl kaum auf den ganzen Saal zutreffen.)

DEBAUCHERY sind, waren und bleiben eine Macht. Genau so sollte Death Metal klingen!

Nach nur sehr kurzer Umbaupause, wurde die Bühne dann freigegeben für den eigentlichen Headliner EKTOMORF. Ein sehr gut gefülltes Volxhaus verwandelte den Schuppen in einen einzigen, riesigen Moshpit. Man kann sagen was man will – auf der Bühne sind EKTOMORF Der Wahnsinn.
Es wird am laufenden Bande mit dem Publikum kommuniziert, man feuert sich gegenseitig an, es gibt Action auf der Bühne (Kein Wunder, waren sie doch die einzige Band, die wirklich Platz hatte.) und die Mucke ist einfach Live-tauglich ohne Ende.
Sorry, dass ich nicht wirklich näher auf die einzelnen Tracks eingehen kann, da ich mit dem Material nicht so vertraut bin. Aber die Hits werden sie sicher vom Stapel gelassen haben und zwei oder drei neue Songs wurden auch gleich vorgestellt.
EKTOMORF sind ein zweischneidiges Schwert. Entweder mag man die Soulfly/Sepultura Mucke oder man kann damit nichts anfangen.
Aber egal. Live geht es ab wie bei Omma unterm Sofa und eigentlich geht es ja genau darum. Unter diesem Aspekt: Ein gelungener Abend (auch wenn mich Ektomorf niemals wegblasen werden, aber nett zum Zusehen alle mal)!





geschrieben am 14.04.2009   von Meaningless
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