The Gathering in Hannover, Faust, 60er Jahre Halle am 02.12.2004
Manchmal ist das Leben richtig scheiße. Oder, wie Beavis es ausdrücken würde: Live sucks! Then you die. Da stehe ich schon mal bei einer meiner absoluten Lieblingsbands auf der Gästeliste, und schon erwischt mich die Erkältungsvirenarmee. Aber wozu hat man Freunde? Vielen Dank an Matthias Wiechmann, der kurzfristig eingesprungen ist und uns als Gastautor das folgende Review zukommen ließ.
Christian
Vom ersten Akkord an waren The Gathering eine Energie geladene Präsens auf der Bühne und wurden stürmisch vom Publikum begrüßt. Schon nach dem ersten Lied wurde das Gehörte, insbesondere der raumfüllende und völlig ergreifende Gesang von Anneke, mit euphorischem Applaus des Publikums gefeiert. Und der Applaus ließ sich auch nach den weiteren Liedern erst durch den nächst folgenden Song übertönen. Anneke ließ sich von der Stimmung des Publikums tragen und mitreißen – mit faszinierender Stimme und prallem Bauch (siebter Monat? ) trug sie das Leben in sich und sang es hinaus in die Welt.
„The Gathering“ beglückten uns auch mit zahlreichen Songs von der „Mandylion“ und „Nighttime Birds“ und gaben uns mit dem freudig druckvollen Doublebasepart in „Eléanor“ das Musikalische Feuerwerk, das sich die Band aus Ihrer Metalfrühphase bewahrt hat und das sonst bei klangvoller Musik so fehlt ( Hey wieso hört sich das auf der CD so dünne an? Hab ich bloß ne scheiß Anlage – mhm ich probier’s mal mit 'ner neuen).
Insgesammt waren „The Gathering“ auf der Bühne wesentlich druckvoller, energiegeladener und präsenter als man es von Ihren Cd's gewohnt ist. Hannover hatte lange gewartet das „The Gathering“ unser „Dorf an der Leine“ finden – nun, bei diesem großartigen Konzert war man nicht bereit, sie wieder gehen zu lassen. Also startete schließlich nach mehreren heftig beklatschten Zugaben ein 10 minütiges „wir spielen jetzt solange 3 Akkorde bis wir nach hause dürfen“ . Erst als der Song dann wieder anschloss war das Publikum halbwegs bereit, das Ende des Konzertes zu akzeptieren. Fazit: Ein großartiges Konzert, daß die letzten Auftritte auf dem Mera Luna oder in Bremen weit überstrahlt und das noch am nächsten Tag angenehm nachklingt – vermutlich ein „bewegendes“ Erlebnis für den Nachwuchs im Bauch.
Anneke, wir wünschen Dir alles gute für die Geburt und hoffen, Dich nach nicht allzu langer Baby-Pause wieder hier begrüßen zu dürfen.
Als Einziger Wehrmutstropfen bleibt, dass jetzt erst mal Tonträger genügen müssen, die der Qualität dieser ausgesprochenen Liveband einfach nicht genügen.
Matthias Wiechmann
P.S. Danke Sascha, dass Du erstmals „The Gathering“ nach H geholt hast.
geschrieben am 04.12.2004 von Christian
(NEU!!!!)Über den Artikel diskutieren:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:
musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
X Aktuelle Top6
1. Darkest Era "The Last Caress Of Light"
2. Doomsword "The Eternal Battle"
3. Volbeat "Beyond Hell / Above Heaven"
4. While Heaven Wept "Fear Of Infinity"
5. Alestorm "Back Through Time"
6. Mael Mordha "Manannán"
X Alltime-Klassix Top6
1. Manowar "Into glory ride"
2. Doomsword "Let battle commence"
3. Slayer "Reign in blood"
4. Iron Maiden "7th Son Of A 7th Son"
5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"
[ Seit dem 04.12.04 wurde der Artikel 5351 mal gelesen ]