Da ist es nun mal endlich soweit. Das coolste Package kommt auf große European Tour und dann sind da ganze 50 Leute in Hamburg dabei! Tja, woran lag das? Doch nicht etwa an dem ach so „hohem“ Preis von ganzen 15 Euro? Oder war das der Montag? Oder sind die Hamburger so gesättigt, was die Flut an Gigs angeht und sie sich solch krass-extrem Maschinerien wie HATE, DIES IRAE, CRIONICS und vor allem DECAPITATED entgehen lassen?! Wer weiß das schon!?
Kaum angekommen schon habe ich die erste Band „Crionics“ verpasst. Leider hatte ich vorher ein ausgiebiges Gespräch mit Novy und Docent geführt. Somit habe ich lediglich die letzten beiden Tracks der Black Metaller des Abends mitbekommen. Wie es schien haben auch die bis dato 20 anderen im Publikum echte Annäherungsschwierigkeiten gehabt. Was jedoch nicht an der Band gelegen haben kann, da sich Crionics für meine Begriffe sehr gut verkauft haben. Und mit einem Aushilfsdrummer DAREY (Vesania, Vader und ex- Pyorryhea), der übrigens nur eingesprungen ist, da er keinen Bock hatte zu Hause für 3 Wochen nur rumzusitzen, konnte die Band schon ihr Können präsentieren.
Nach einer sehr kurzen Umbaupause durften dann die „alten HATE-Hasen“, um Bandkopf Adam „The First Sinner“, auf die Bretter. Nun wurde es etwas fülliger. Ja, ca. 30 Leute wurden nun vorn gesichtet und einige durften auch ausgiebig ihre Halsmuskeln strapazieren.
Sehr böse und düster die Show, wobei diese Jungs nun deutlich mehr mit dem Sound zu kämpfen hatten, als es noch bei Crionics der Fall war. Schade, denn so konnten leider nicht die Songs, u.a. des aktuellen Megawerks „The Awakening of the Liar“, die Power und Perfektion entfalten. Daher gilt für diesen Gig: ordentlich evil, aber leider hat der Sound nicht so richtig mitgespielt. An dieser Stelle möchte ich doch lieber die Live-DVD „THE LITANIES OF SATAN“ empfehlen, auf der deutlich die Livequalitäten von HATE zu erkennen sind.
DIES IRAE im Orignal Line Up, mit Mauser (guit. – Vader), Novy (bass & voc. – Vader, Spinal Cord, Crucifed Mortals, ex-Behemoth, ex-Devilyn), Doc (drums, Vader, Sweet Noise) und last but not least Hiro (guit. – Sceptic). Tja, endlich füllte sich die Marx noch deutlicher. So haben die ca. 50 Leutchen reichlich Platz um die Band um die VADER-Mannen zu begutachten. Einige hatten sichtlich ihren Spaß und in den nächsten Tag wohl gewisse Nackenschmerzen.
Absolut gute Auswahl der Tracks, die u.a. vier neue Stücke der „Sculpture of Stone“ CD“ („Beyond all dimensions“ und „The hunger“). Der Rest der Tracks bestand natürlich aus den zwei Vorgängeralben (u.a „Zohak“, „Sirius B“ und als letzten Track natürlich „Lion of knowledge“). Doch leider waren hier die Soundprobleme wohl erneut der Hauptgrund, dass der Gig nicht zu den besten der Band gehören wird. Vor allem den sonst so spürbar harten Basssound habe ich vermisst. Die Vocals von Novy waren auch zeitweise nicht so, wie ich sie mir bisher vorgestellt hatte. Nur bei einigen wenigen Parts konnte er genau die Wut und Genauigkeit so wiedergeben, wie es von den Aufnahmen her bekannt ist. Aber die Jungs sind ja erst am Anfang der ausgiebigen Tour und schließlich haben sie nur drei kurze Tage zum Proben gehabt. Doch irgendwie schienen diese wenigen Proben dem Doc an den Trommeln nichts ausgemacht zu haben. Schließlich wirkte er auf mich, also ob er nie von dem Tourstress weggeblieben wäre. Doc ist und bleibt einer der besten Drummer, egal was und wie man es betrachtet. Lediglich ein Schweizer Uhrwerk könnte es aufgrund der Perfektion mit ihm aufnehmen, nehme ich mal an. Komisch der Typ, aber er beherrscht sein Instrument aufs Genauste. Totale Kontrolle und Perfektion.
Mauser hat seine gewohnten Posen, die schon von den Vadershows bekannt sind, zum Besten gegeben und die Solis von Hiro an seiner kleinen (aber feinen) Klampfe sind unbeschreiblich. Unglaublich was der Typ drauf hat.
Gegen 23.00 Uhr durften endlich die Headliner die Bühne betreten. Doch auch sie wurden vom heutigen „mäßigen“ Sound nicht verschont. Diese Tatsache führte wohl auch dazu, dass die meisten der Besucher die Halle verließen. Aber die paar übriggebliebenen Fans durften sich dann trotzdem von den gewaltigen Ausbrüchen Saurons als auch durch die Präzision und Perfektion von Vitek, Vogg und Martin in Tracks wie u.a. „The Fury“ überzeugen. Und wäre der Sound hier besser...., aber ich wiederhole mich ja. Was wäre wenn, zählt ja nicht.
Doch allem „Ärger“ zum Trotz hielt es die gesamte Truppe des polnischen Geschwaders nicht davon ab die nächsten Kisten Pilsner zu killen, nachdem sie sich alle einen Tag zuvor in Amsterdam einen Day Off gegönnt haben und hier in Hamburg wohl eher dies als „Fannähe“ betrachteten als sonst etwas.
Also, die nächsten Städte sind nun dran und hoffen wir mal, dass die nächste Ultimate Tour in Hamburg mehr Besucher hinterm Ofen hervorlockt.
Mein Dank geht diesmal an Novy & Sauron!
Mehr Fotos des Tages aus Hamburg gibt es in der Galerie!
geschrieben am 14.02.2005 von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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