Power Of Metal Tour 2011 in Hamburg, Markthalle am 17.03.2011
Der Hamburger Konzertmarathon mit drei hochkarätigen Events an drei Tagen nahm sein finales Ende am 17. März 2011 in der grandiosen Power of Metal Tour 2011
Dabei gastierten in der Hamburger Markthalle NEVERMORE, SYMPHONY X, PSYCHOTIC WALTZ, MERCENARY und THAUROROD. Vor allem die Rückkehr von PSYCHOTIC WALTZ stand dabei im Focus vieler anwesenden.
Den Auftakt machten an diesem Abend THAUROROD, die vor einer vorerst überschaubaren Fanschar ihre gelungene Verschmelzung von Power und Pagan Metal präsentierten. Sonata Arctica meets Ensiferum lautet die simple aber effektive Formel der sechs Finnen, die wirklich Spielfreudig dargeboten wurde. Wenngleich THAUROROD gerade erst ihr Debütscheibchen im Kasten haben, Live wirken sie durchaus schon sehr souverän und konnten einiges an positiver Resonanz einheimsen.
Die Dänen MERCENARY sind so etwas wie das schwarze Schaf bei diesem Billing, wobei der Vergleich nicht die Qualität ihrer Show unter ein falsches Licht stellen soll. Aber so recht passte ihr „Melodic
Death / Power Metal Mix mit progressiver Schlagseite“ eben nicht zum Billing. Aber die Band wurde gefeiert, was nicht zuletzt den reichlich anwesenden Dänen in der Halle geschuldet war. Die Band konnte über die Jahre eine wirklich loyale Basis aufbauen, und bot an diesem Abend eine agile und energische Vorstellung. Als die letzten Töne von ’Firesoul’ verklungen waren, waren sich nahezu alle anwesenden einig: Eine Show, an der es kaum etwas auszusetzen gab gesehen zu haben.
Nach kurzer Umbaupause enterten die heimlichen Headliner die Bühne der Markthalle. Nach 14 Jahren Abstinenz wurde die Rückkehr von PSYCHOTIC WALTZ von vielen entgegen gefiebert. Und die Band wurde entsprechend frenetisch empfangen, und stieg mit ’Ashes’ fulminant in den Set ein. Als noch die ersten leisen Töne des Opener erklungen brandete der Jubel auf. Und für viele Fans gab es kein halten mehr. Jede Note die PSYCHOTIC WALTZ den Fans in der Folge zum Fraß vorwarfen wurde begierig aufgesogen. Die Band bewies eindrucksvoll dass sie schlichtweg nichts verlernt hat.
Die beiden Gitarristen Brian McAlpin und Dan Rock eiferten um die Wette wie einst und die erhabenen Stimmbänder von Buddy Lackey haben nichts von ihrer Ausdruckstärke und Ausstrahlung verloren. Da auch der Sound perfekt war und die Rückkehr des Quintetts von einer stimmigen Lichtshow untermalt wurde kann man den Gig nur als Triumphzug titulieren. Da ein sichtlich gerührter Buddy Lackey den Fans ein neues Album in Aussicht stellte darf man hoffen, das die Band alsbald für eine Headlinertour nach Europa zurück kehrt. Auch als die letzten Töne des abschließenden ’I of the Storm’ verklungen waren hallten die Zugabe und PSCHOTIC WALTZ Rufe durch die Markthalle... Hammer Gig mit Gänsehautgarantie!
Danach stellten sich viele die Frage, ob SYMPHONY X es schaffen nachzulegen. Um es vorweg zu nehmen: Nein! – wenngleich die amerikanischen Power Proggies mit ’Of Sins and Shadows’ vom genialen Meilenstein „The Divine Wings of Tragedy“ gleich einen fulminanten Start hinlegten. Goldkehlchen Russell Allen ist nicht nur eine imposante Erscheinung, der Mann hat auch ein Stimmvolumen, das zum Besten gehört was das Genre zu bieten hat. Der Focus an diesem Abend lag eindeutig auf neuerem Material, alleine vier Songs vom „Paradise Lost“ Album fanden Einzug in die Setlist. Das man gleich zwei gefeierte Songs vom für den Sommer angekündigten neuem Album „Iconoclast“ präsentierte verwunderte bei der Spielzeit doch ein wenig. Aber die Songs zeigte, das das neue Material die konsequente Fortsetzung des SYMPHONY X Sound darstellen wird. Die coolen Nummern wurden schlichtweg it abgefeiert, als ob sie schon jahrelang im Set der Amis zu finden wären. Insgesamt ein wirklich guter Auftritt, der aber im Schatten der Rückkehr von Psychotic Waltz stand.
Da der Headlinerposten zwischen SYMPHONY X und NEVERMORE allabendlich rotierte, war es an diesem Abend an den Seattle Metallern NEVERMORE einen würdigen Schlusspunkt unter ein bis dato tolles konzert zu setzen. Und das taten sie dann auch furios. Anstelle von Jim Sheppard, der immer noch an den Folgen seiner Tumoroperation laboriert, zockte einmal mehr Dagna Silesia souverän am Bass. Mit ’Inside Four Walls’ legten NEVERMORE dann amtlich los und hatten die proppevolle Markthalle sofort im Griff. Ein bestens aufgelegter und sehr agiler Warrel Dane schoß über die
Bühne wie ein Brummkreisel auf Speed und legte eine für ihn beachtliche Performance aufs Parkett. Aber auch der Rest war gewillt die Headlinerposition zu untermauern und zeigte eine amtliche Bühnenpräsenz, bei der Mrs. Silesia sicher den Preis für die weitesten Laufwege des Abends verdiente. Der Sound war wie bei den Bands zuvor fett, die Lightshow gut und die Fans bei bester Laune. Somit wurde der Abend würdig beschlossen. Spätestens beim ’ Heart Collector’ war die Stimmung auf dem Siedepunkt angelangt. Natürlich weiß eine Band wie NEVERMORE das für sich zu nutzen und entfachte zum Ende des Gigs noch einmal ein richtiges Feuerwerk, indem man mit Enemies of Reality und der Zugabe The Obsidian Conspiracy richtig in die vollen langte und die Hamburger glücklich in die kühle Nacht entließ.
Die Power of Metal Tour 2011 Tour in Hamburg war ein durchweg gelungener Abend, der sicher den meisten lange in Erinnerung bleiben wird. Mit Thaurorod und Mercenary hatte man zwei Anheizer im Gepäck die überraschten. Die furiose Rückkehr von Psychotic Waltz ist eh über jeden Zweifel erhaben und Symphony X und Nevermore sind Bands, die auf (fast) jedem Konzert überzeugen. Somit bleibt als Fazit nur zu sagen: ein rundum gelungener Abend der lediglich Gewinner präsentierte.
Anbei die Setlists (allerdings ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit...)
Setlist Nevermore
1. Inside Four Walls
2. Moonrise (Through Mirrors of Death)
3. The Termination Proclamation
4. Your Poison Throne
5. Born
6. The Heart Collector
7. The River Dragon Has Come
8. Emptiness Unobstructed
9. This Godless Endeavor
10. Enemies of Reality
Encore:
11. The Obsidian Conspiracy
Setlist Symphony X
1. Of Sins and Shadows
2. Domination
3. Serpent's Kiss
4. End of Innocence (unreleased)
5. Paradise Lost
6. Inferno (Unleash the Fire)
7. Smoke and Mirrors
8. Dehumanized (unreleased)
9. Set The World On Fire (The Lie Of Lies)
Encore:
10. Eve of Seduction
Setlist Psychotic Waltz
1. Ashes
2. Haze One
3. Into the Everflow
4. Morbid
5. Halo of Thorns
6. Nothing
7. I of the Storm
Setlist Mercenary
1. Through The Eyes Of The Devil
2. In A River Of Madness
3. In Bloodred Shades
4. The Follower
5. Firesoul
Setlist Thaurorod
1. Warrior's Heart
2. Tales Of The End
3. Morning Lake
4. Guide For The Blind
5. Scion of Stars
6. Shadows And Rain
geschrieben am 23.03.2011 von Blizzard
(NEU!!!!)Über den Artikel diskutieren:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:
musikalischer Background des Verfassers NWOBHM; Thrash- / Speed- / Power- / US- / Death- / Doom / Stoner Metal ; Glam / Classic/ Hard Rock & Sleaze,
X Aktuelle Top6
1. Steel Panther "Balls Out"
2. Steel Panther "Feel the Steel"
3. Gary Moore "After the War"
4. Mötley Crüe "Shout at the Devil"
5. Judas Priest "Defenders of the Faith"
6. Carnage "Dark Recollections"
X Alltime-Klassix Top6
1. Death "alles"
2. Savatage "alles bis Edge of Thorns"
3. Mötley Crüe "Shout at the Devil / Dr. Feelgood / Girls,Girls,Girls"
4. Overkill "Taking Over"
5. Deep Purple "Live in Japan"
6. Helloween "alles bis Keeper Pt. II"
[ Seit dem 23.03.11 wurde der Artikel 2826 mal gelesen ]