Besucher Online
 
Statistik für Mai 2014
Visits: 426269
PageImpressions: 1462095
Statistik und Mediadaten

Banner Werbung bei Metalglory
 
Liveberichte () alphabetisch:         0..9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

With Full Force 2011 in Roitzschjora am 01.-03.07.2011
Galerie With Full Force 2011 zum Livereview anschauen!

Wenn sich schwarze Wolken und Regen bereits am Anreisetag zu einem Festival als dunkle Omen offenbaren, sollte man diese nicht unnötig auf die leichte Schulter nehmen. Nicht anders lief es für uns allerdings beim diesjährigen WITH FULL FORCE Festival in Roitzschjora. Der Wetterbericht hatte es vorhergesagt und doch fuhren wir am Donnerstagmorgen mit einer Hoffnung auf Besserung Richtung Ostdeutschland. Jegliche Hoffnung wurde allerdings schon beim Passieren der ehemaligen innerdeutschen Grenze zerstört, wo man sofort mit Starkregen empfangen wurde. Nunja, ändern kann man am Wetter nichts - außer man verfügt zufällig über ein paar tolle Salzraketen, um die Wolken wegzubomben - also hieß es: Augen zu und durch!


Donnerstag, 30.06.2011

In Roitzschjora angekommen findet man sich erst einmal in der üblichen Autoschlange wieder, die Wartezeit beträgt diesmal allerdings für ca. zwei Kilometer zweieinhalb Stunden. Nun, die Anfahrtswege zum WFF waren schon immer stark eingeschränkt und auch wenn es nervt, kennt man diesen rituellen Stau am Anfang bereits. Am Ende entpuppt sich der Stau sogar als hilfreiche Verzögerung, denn so sitzt man während der stärksten Schauer noch im Auto und kann schließlich auf dem Campground angekommen fast im Trockenen aufbauen!
Nachdem das Camp wetterfest gemacht worden ist und man ein paar alte Bekannte aus dem Vorjahr wiedergetroffen hat, geht es dann schließlich bei trockenem Wetter und relativ angenehmen Temperaturen auf den Vorplatz, wo sich schon einige Feierwütige eingefunden haben. Man merkt trotzdem, dass die Menge noch gar kein Vergleich zu den Massen ist, die sich im Vorjahr bereits um diese Uhrzeit hier getümmelt haben und fragt sich, wieviele arme Schweine wohl immer noch im Stau vor der Festivalzufahrt stehen. Von dem angeblich so gut wie noch nie gelaufenen Vorverkauf ist hier jedenfalls noch nicht viel zu sehen, was sich erst im Laufe des späten Abends ändert, als der Vorplatz mit DJ-Tower (ja, er spielt immer noch dieselben Songs wie in den Vorjahren...) und reichlich Getränkeständen erneut zur Partymeile wird.


Freitag, 01.07.2011

Der erste Festivaltag startet zu unserer aller Überraschung mit bestem Wetter: Mal Sonne, mal Wolken, kein Regen und ca. 22 Grad. Perfekt! Jetzt bitte weiter so! Die Ehre der ersten Band des WFF gebührt dieses Jahr den Finnen von OMNIUM GATHERUM, die auch schon immerhin eine ansehnliche Schar vor die Bühne ziehen und mit ihrem Melodic Death überzeugen möchten. Klasse Gitarrenarbeit und Spielfreude sind die zwei Hauptattribute, welche man den Mannen attestieren kann, ein etwas gezwungen energisch wirkender Sänger hingegen ein kleiner Minuspunkt. Trotzdem liefert die Band einen sauberen Auftritt mit überdurchschnittlichen Songs und die zuschauende und lauschende Menge dürfte sich ausreichend unterhalten gefühlt haben.

Direkt danach geht es kurz rüber ins HARD-BOWL-Zelt zu TITLE FIGHT, die sich in der Beschreibung des Programmhefts noch ganz interessant lesen ("Kaum eine Emo-Band bringt schmerzliche Härte und melodische Melancholie so genial zusammen...") live dann aber doch ziemlich langweilen und keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Hat man bei zig Bands schon besser und/oder interessanter erlebt.

Dann doch lieber als nächstes zu DEADLOCK. Die Melodic-Deather polarisieren inzwischen die Szene, denn für die einen sind sie DIE deutsche Hoffnung im modernen, melodischen Death Metal, für andere sind sie hingegen nur eine gehypte Durchschnittsband. Live beweisen die Herren und Dame aber immer wieder, dass sie engagiert und professionell ihre durchaus guten Songs rüberzubringen wissen. Besonders Sängerin Sabine weiß dabei mit ihrer hohen aber guten Stimme zu überzeugen und die nötigen Akzente zu setzen. Da schaut man dann auch mal über deplatzierte Dance-Music-Ausbrüche in ein oder zwei Songs hinweg. Fette Minuspunkte sammelt die Truppe dieses Jahr lediglich mit den fett auf den Backdrops platzierten Werbelogos von "Monster Energy Drinks". Sponsoring ist in der Metal-Szene sicherlich nicht erst seit gestern ein Thema - Jägermeister waren hier ja ganz großer Vorreiter - ob man sich allerdings soweit kaufen lassen muss, dass das Logo einer Firma auf dem Bandbanner auftaucht, wage ich zu bezweifeln. Üble Aktion von DEADLOCK, die besonders in Hinsicht auf die Gutmenschen-Einstellungen der Bandmitglieder ziemlich daneben wirkt.

Dann doch lieber ohne Werbemaßnahmen und mit kleinerem Banner direkt ein paar in die Schnauze von DISBELIEF kriegen. Das Death-Metal-Urgestein weiß schon seit Ewigkeiten mit seinem ziemlich eigenen Sound zu überzeugen, sind aber leider nie über den Status einer mittelgroßen Undergroundband hinausgekommen. Schade, denn wie auch der Auftritt beim WFF beweist, hat die Truppe ein paar richtige Hits vorzuweisen und agiert zwar nicht auf einem Bewegungsniveau wie andere Bands, wirkt aber trotz personeller Wechsel und längerer Live-Abstinenz eingespielt und überzeugend.

Vor Ende des Auftritts von DISBELIEF treibt es mich dann allerdings schon rüber ins Zelt zu PROTEST THE HERO. Einstmals als Mathcore-Randale-Combo gestartet, sind die Kanadier inzwischen endgültig im Bereich des extremen Prog Metal angekommen und passen daher eigentlich nur noch aufgrund ihrer musikalischen Wurzeln in den HARD BOWL. Sei's drum, denn der Sound ist trotzdem super und man darf sich 35 Minuten lang mit offenem Mund wildestes Gefrickel, abgefahrene Rhythmen und fast schon an Jazzfusion grenzende Einschübe zu Gemüte führen. Obwohl vermutlich nicht allzu viele Leute auf dem WFF wirklich etwas mit der Musik der Herren anfangen kann, ist das Zelt trotzdem ordentlich gefüllt und dem Fünfer wird reichlich Applaus geschenkt. Da ist es schön zu sehen, dass PROTEST THE HERO anscheinend auch am Spielen ihrer eigenen Musik so viel Freude haben, dass sie bisweilen mit fettem Grinsen auf der Bühne stehen. Wenn es nach mir ginge, könnte ich nächstes Jahr gerne noch mehr Bands solcher Couleur auf dem WFF sehen, denn gerade in der extremen Prog-Szene rappelt es momentan kräftig mit Bands, die bestimmt auch einen nicht geringen Teil der Core-Fraktion anziehen würden (Stichwort: Djent).

Auch Kollege Rocky kommt derweil am Gelände an, dem ich hier erst einmal das Wort zur Anreise übergebe:
Rocky: Am 1. Juli war es endlich soweit: Mit dem 18. With Full Force stand ein ganzes Wochenende voller Metal und Hardcore an! Also schnell ein paar Paletten Bier und sonstigen überlebenswichtigen Kram in den Kofferraum gepackt und auf nach Roitzschjora! Gut gelaunt fuhren ein Kumpel und ich vormittags los und tatsächlich erreichten wir die beschauliche Gemeinde nach geplanten 2 Stunden Fahrt, auch wenn wir auf den letzten Kilometern aufgrund fehlenden Handynetzes Schwierigkeiten mit unserer Navigations-App bekamen. Die Freude über die Pünktlichkeit verging jedoch schnell, als wir eine riesen Schlange vor dem Camping-Gelände erblickten. So hieß es dann trotz 4 Spuren ganze 2 (!) weitere Stunden im Stau zu stehen, bis wir endlich auf´s Gelände konnten. Keine Ahnung, wie das bei solch oberflächlichen Kontrollen passieren konnte... Zu allem Überfluss verpassten wir auch noch den Pressecontainer, von dessen Existenz wir erst am normalen Einlass erfuhren. Doch bevor ich endlich mein Bändchen abholen konnte, wurden wir von zahlreichen freundlichen, aber scheinbar planlosen Ordnungshütern mehrfach über das gesamte Campinggelände geschickt, da einfach niemand sagen konnte, wo sich der besagte Container denn nun genau befindet...

So dauert es schließlich bis rund 18:00 Uhr, als wir endlich das Konzertgelände betreten können und gerade noch die letzten beiden Lieder von Protest the Hero mitbekommen. Schade, da wir so u.a. Disbelief verpassten.

Der ganze Ärger ist jedoch schnell vergessen, als nun die DEEZ NUTS die Bühne betreten. Eigentlich hielt ich deren Crossover aus Rap und Hardcore eher für einen Geheimtipp, doch stattdessen werde ich von einem randvoll gefülltem Zelt überrascht. Die meisten kennen tatsächlich die Songs auswendig und so sorgt die Band von Anfang an für ordentlich Stimmung. Hits wie „Tonight we´re gonna Party“ oder „Stay True“ werden mit gereckten Fäusten und etlichen Crowdsurfern gnadenlos abgefeiert und machen den Auftritt somit zu einem ersten Highlight des Festivals.

Anschließend geht es dann zur Mainstage, wo nun LEGION OF THE DAMNED anstehen. Diese haben anfangs mit schlechtem Sound zu kämpfen (ich fand die Gitarren zu leise) und spielen sich etwas zu routiniert durch ihr Set. Das Publikum ist auch nicht gerade am Ausrasten. Unterm Strich klingen sie ganz solide, aber ich persönlich kann den Hype um diese Band sowieso nicht verstehen. Gerade die Songs des neuen Albums „Descent into Chaos“ bieten einfach keinerlei Überraschungen.


Gorlokk: Nach einem gepflegten Abendessen vom Grill geht es als nächstes zu den Emocore-Bubis von BRING ME THE HORIZON. Schaut man sich die Menschenmenge vor der Mainstage an, bekommt man einen Eindruck davon, in welche Richtung sich das WFF nicht nur publikumstechnisch immer mehr entwickelt. Bereits letztes Jahr fragte man sich, wohin die einstmals reichlich vertretenen Metal-Bands verschwunden sind und in der Tat sieht man dieses Jahr auch immer weniger eindeutig als Metaller zu erkennende Fans auf dem Festivalgelände... Die Veranstalter sollten sich für nächstes Jahr gut überlegen, ob sie eine der zwei Musikrichtungen, die das Festival dereinst groß machte immer mehr vernachlässigen wollen und ob es im Sinne des WFF ist, wenn Langhaarige u.a. als "Asis" bepöbelt werden. Nun, zurück zu BRING ME THE HORIZON. Auch wer mit der Band musikalisch nichts anfangen kann, der muss den Engländern zugestehen, dass sie ihren Job live mehr als tadellos erledigen. Von der ersten Sekunde an herrscht immense Bewegung auf der Bühne, besonders Sänger und Mädchenschwarm Oli Sykes (der übrigens auch sein eigenes Modelabel besitzt) heizt dem Publikum wie irre ein, sagt Circle Pits und Wall of Death an, springt beinahe in die Menge oder fordert die Fans auf, per Crowdsurfing nach vorne zu kommen, um sich ein "High Five" vor der Bühne abzuholen. Dieser Aufforderung kommen die Fans sofort nach und die Security kommt reichlich ins Schwitzen, um die in Stakkato in den Fotograben prasselnden Fans aufzufangen. Respekt an die Herren in Rot!

Direkt danach geben sich die WFF-Stammgäste von AGNOSTIC FRONT mal wieder die Ehre auf der Main Stage, doch mich zieht es lieber ins Zelt zu den 90er-Collegepunk-Heroen von MILLENCOLIN. Rannte vor 15 Jahren noch gefühlt jeder dritte mit einem Shirt der Schweden an meiner Schule rum, ist es lange Zeit stiller geworden um die Herren, dank ihres Kultstatus muss man aber doch mal schauen, was da auf der Bühne passiert. Leider ist das nicht allzu viel. Recht statisch ballern die Herren ihre Setlist ins Publikum, die auch noch laut Aussage meiner besser mit der Band vertrauten Begleitung eher "neueren" Songs Raum gibt und zu wenig Klassiker der frühen Alben beinhaltet. Unterhaltsam und nett anzuhören ist das trotzdem, für einen HARD-BOWL-Headliner allerdings etwas zu wenig.

Rocky: Nach einer Pause auf dem Zeltplatz machen wir uns dann um 21:15 auf zur Mainstage, wo die New York-Hardcore Legenden von AGNOSTIC FRONT der Menge einheizen. Wie zu erwarten, geht das Publikum zu Klassikern wie „Dead Yuppies“ und dem unsterblichen „Gotta Go“ ordentlich ab und so gibt es sogar einige Circle Pits zu bestaunen. Roger Miret lebt nachwievor seinen Hardcore-Lifestyle und sucht dementsprechend die Nähe zum Publikum. So lässt er es sich nicht nehmen, sogar ein kurzes Crowsurfing hinzulegen. Die „alten“ Herren bleiben halt trotz ihrer langen Karriere authentisch und werden auch noch in etlichen Jahren ein Garant für gute Stimmung sein!

Gorlokk: BULLET FOR MY VALENTINE sind der erste Main-Stage-Headliner, der sich dieses Jahr beweisen darf und laut Frontmann Matt ist es generell das erste Mal, dass man als Headliner eines Festivals agieren darf. Was die Waliser dort zu suchen haben wird mir und vermutlich einigen anderen auch bis zum Schluß nicht klar. Obwohl sich eine respektable Menschenmenge einfindet, ist selbst bei den vorher spielenden AGNOSTIC FRONT und BRING ME THE HORIZON mehr vor der Bühne los gewesen. Die Jungs von der Insel wissen zwar zu rocken und mit ihren Songs, die irgendwo zwischen modernem Metal, Thrash und viel Metallica-Einfluß pendeln (nicht zumsonst covert man "Creeping Death" zum Ende hin) liegt man nicht vollkommen daneben. Von der Präsenz eines "richtigen" Headliners ist die Band allerdings noch weit entfernt. Da nützen auch gute Livesongs wie "Hand of Blood", "4 Words to choke upon", "Tears don't fall" oder "Scream Aim Fire" nicht sehr viel - auf diesen Slot im Billing gehören BULLET FOR MY VALENTINE eindeutig nicht.

Rocky: Auf die Headliner BULLET FOR MY VALENTINE kann ich guten Gewissens verzichten und deshalb geht es erst spät abends zur Knüppelnacht. Allerdings kann mich das Death/Thrash-Geknüppel der „Allstar“-Band INSIDIOUS DISEASE aus dem MORGOTH, DIMMU BORGIR und NAPALM DEATH-Umfeld nicht wirklich überzeugen. Live klingen die Songs vom Debüt „Shadowcast“ einfach etwas zu beliebig. Aber einigen gefällt es sicher trotzdem.

Gorlokk: Kurz vor Ende des BFMV-Sets verziehe ich mich schon ins Zelt, wo nun die Knüppelnacht startet. Selten hat man ein solch schwaches Knüppelnacht-Billing wie dieses Jahr erlebt, das mit WATAIN und GRAVE eigentlich nur zwei wirkliche Namen bietet. Den Anfang machen aber zuerst INSIDIOUS DISEASE, wie von Rocky bereits erwähnt eine neue "Allstar-Band", bestehend aus Mitgliedern von DIMMU BORGIR, MORGOTH, NILE, NAPALM DEATH und OLD MAN'S CHILD. Die Truppe konzentriert sich dabei auf krachenden Death Metal, der nur zeitweise etwas schwarze Raserei durchscheinen lässt und ansonsten eher frontal die Kauleiste poliert. Drückender Sound und eine ordentliche Performance hinterlassen zuerst einen guten Eindruck, auf Dauer wirken die Songs leider nur etwas zu eintönig und gleichförmig. Trotzdem ein ordentlicher Anheizer für die folgenden WATAIN.

Rocky: Zu den anschließenden WATAIN kann ich nicht viel sagen, da ich nur wenige Lieder mitbekomme. Die Bühnenshow wird zwar gewohnt stimmungsvoll inszeniert, aber musikalisch geben sie mir einfach nichts. Zum Glück sind Geschmäcker verschieden und so ist das Zelt dennoch recht gut gefüllt.

Gorlokk: Die schwedischen Beelzebuben hatten erst Ende Mai in Zürich für einen Eklat gesorgt, als sie beim dortigen Metal Fest versicherten, dass sie auf Blut und Tierkadaver bei ihrer Show verzichten würden, dann kurz vor dem Auftritt aber doch allerlei Tierreste aus dem Sack zauberten. Zack, wurden der Auftritt kurzerhand gestrichen, es kam zu Handgreiflichkeiten zwischen Band und Security und hunderte enttäuschte Fans ließen ihrem Unmut gegenüber den darauf folgenden, unbeteiligten Amorphis mit Bierdosenwürfen freien Lauf. Gerüchteweise wären WATAIN aus diesem Grund auch beinahe vom WFF-Billing geflogen, doch als die Mannen (mit zwanzig Minuten Verspätung) endlich im Zelt loslegen, wird klar, dass sich die Schweden diesmal wirklich zusammenreißen und auf reichlich Kerzen, Fackeln und ein paar Tierschädel auf der Bühne beschränken. Geboten bekommt man dafür erstklassiges Black-Metal-Geballer mit diabolischer Ausstrahlung und einem leider nicht sehr gutem Sound. Trotzdem: Daumen hoch für WATAIN!
Danach geht es dann nach einem langen Tag auch schon zurück ins Camp und man schläft mit dem Wunsch ein, auch morgen wieder von so angenehmen Wetter beglückt zu werden.


Samstag, 02.07.2011

Dieser Wunsch geht leider nicht in Erfüllung. So viel sei vorweggenommen: Über den Tag gibt es immer mehr Regen und Sturm und bereits Samstagabend kann man festhalten, dass man es 2011 mit dem schlechtesten WFF-Wetter seit jeher (naja, zumindest seit 2003, als ich das erste Mal vor Ort war) zu tun hat.

Da heißt es also, dem Regen zu trotzen und sich stattdessen flugs KYLESA auf der Hauptbühne anzuschauen. Die Amis sind seit ihrem letzten Album der Liebling besonders der ausländischen Fachpresse und gespannt schaue ich mir an, ob die Herren plus Dame ihren Vorschußlorbeeren gerecht werden können. In der Tat bin auch ich ziemlich schnell von den mit zwei Drummern auftretenden Stoner/Sludge Metallern überzeugt. Mit einem kräftigen Sound und fesselnden Songs, die zwischen drückender Härte, rockender Melodik und variationsreichen Vocals pendeln sind KYLESA ein klasse Opener für den Samstag und wissen auch das (etwas spärliche) bereits vor der Bühne stehende Publikum zu begeistern.

Rocky: Am Samstag geht es dann recht früh (zumindest für Festivalverhältnisse) in Richtung Impericon Hard Bowl, wo ARMA GATHAS den Tag eröffnen. Scheinbar hat es sich noch nicht herumgesprochen, dass u.a. Ex-BORN FROM PAIN Sänger Che Snelting und einige Ex-CATARACT-Mitglieder hinter dieser Band stecken, anders kann ich mir die gähnende Leere im Zelt nicht vorstellen. Egal, die Band gibt auch vor halben Publikum alles und versucht die Zuschauer stets zum Mitmachen zu animieren. Die Ansagen wirken zwar teils etwas verzweifelt (ständiges Bedanken bei den wenigen Leuten usw.), aber ihr Hardcore mit Metalkante und gelegentlichen Doomanleihen macht dennoch Laune. Ihr solltet unbedingt ihr Debüt „Dead to this World“ anchecken!

Als nächstes sind dann 50 LIONS an der Reihe, welche ihre wütenden Hardcoreattacken runterholzen. Mir klingt das Ganze etwas zu austauschbar, aber die meisten sehen das wohl anders. Kein Wunder, schließlich wird das WFF dieses Jahr eindeutig von der „Core“-Fraktion dominiert. Allerdings kann ich mir nicht wirklich erklären, wie der langhaarige Däne neben mir zu solcher Musik Gras rauchen kann. Wirklich seltsam...

Bei den anschließenden EMIL BULLS droht das Zelt wieder zu platzen. Die Jungs bieten mit dem kräftigen Opener „Here comes the Fire“ von Anfang an eine energiegeladene Show, welche definitiv als weiteres Highlight des Full Force 2011 gezählt werden darf. Die Fans beweisen bei Gassenhauern der Marke „The most evil Spell“ Textsicherheit und sind einfach nur am Feiern. Die Band hat die Masse voll im Griff und kann am Ende sogar eine beachtliche Wall of Death inszenieren. Leider ist es trotz tosendem Applaus und Zugabe-Rufen um 16:05 auch schon vorbei. Laut Ansagen des Sängers konnten sie aber sowieso mehr Lieder als erwartet spielen.


Gorlokk: Als nächstes schlage ich bei den Qualitätsgaranten von ENTOMBED vor der Main Stage auf. Sicherlich sind Worte wie "Überraschung" oder "Agilität" nicht unbedingt die richtigen Assoziationen bei ENTOMBED, bei den Herren weiß man aber, dass man immer einen engagierten und ordentlichen Auftritt mit ein paar klasse Hits und geilem Old-School-Feeling zu sehen bekommt. Viel mehr gibt es da gar nicht zu erzählen. ENTOMBED kamen, rockten und siegten. Alles wie immer also.

Rocky: Nach einer längeren Pause heißt es dann um 18:55 Uhr „Stumpf ist Trumpf!“. Die mächtigen KASSIERER spielen im Tentstage und locken unglaubliche Massen an. Trotz Regen stehen die Leute sogar draußen an, um wenigstens ein paar Tönen der Spaßmusik lauschen zu können. Warum weiß wahrscheinlich niemand, denn die Songs sind einfach gestrickt und die Texte platt und anstößig. Mit genügend Bier im Kessel machen sie aber dennoch Laune und so ist das gesamte Publikum am Mitgröhlen. Aber wer erwartet schon Spieltechnik und Niveau von den KASSIERERN?

Gorlokk: Alles wie immer auch bei SATYRICON, die am frühen Abend die Bretter betreten, denn wie von den Norwegern inzwischen gewohnt, darf man ein paar Minuten länger als geplant auf sie warten. Die Schwarzmetaller und besonders Frontmann Satyr wollen dem reichlich vertretenen Publikum aber gut einheizen und trotz stärkerem Dauerregen trotzt die Menge dem Nass und feiert Granaten wie "K.I.N.G.", "Black Crow On A Tombstone", "Fuel For Hatred" und natürlich das obligatorische "Mother North" soweit es bei solch beschissenem Wetter eben geht ab. Auch wenn der Auftritt Satyrs schon lange nichts mehr mit Black Metal zu tun hat - fordert er u.a. doch tatsächlich bei einem Song zum Springen auf - klasse Songs und eine solide Performance kann man SATYRICON nicht absprechen. So bieten die Norweger für mich eines der Highlights des diesjährigen Force.

Bei immer stärker werdendem Regen geht es anschließend mit CAVALERA CONSPIRACY weiter, die sich genau wie Max Cavaleras SOULFLY langsam zu Stammgästen auf dem WFF mausern. Die trotz miesem Wetter gut vor der Bühne vertretene Menge bekommt einen soliden Auftritt mit den üblichen Extras (z.B. Gastauftritt von Maxens Sohn etc.) und ein paar SEPULTURA-Klassikern geboten, die wie gewohnt am meisten abgefeiert werden. Für meinen Geschmack zu vorhersehbar und altbekannt, die Fans vor der Bühne scheint es aber nicht zu stören.

Der immer noch prasselnde Regen scheint auch die Menge bei HATEBREED nicht zu stören, welche den Samstag als Headliner beschließen dürfen. Bei keinem anderen Festival können die Amis mit ihrem Mix aus Hardcore und Metal diese Funktion erfüllen, mit ihrer Stilmixtur verkörpern sie das Motto des WFF jedoch perfekt und ziehen somit auch eine entsprechend große Fanschar an, die den Auftritt so gut wie eben möglich zu einer großen Party machen. Entgegen der Meinung der barbusigen, abrockenden Dame in der ersten Reihe z.B. wird mir persönlich das Ganze (und besonders meine Klamotten) jedoch langsam zu nass und ich verziehe mich ins Trockene. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag.

Rocky: Von HATEBREED bekomme ich dann abends nur wenig mit. Lieber gehen wir schon kurz nach halb Zwölf zur Tentstage, um einen guten Platz für den anstehenden KNORKATOR-Gig zu erwischen. Scheinbar denken viele genauso, weswegen das Zelt schon brechend voll ist, als ob der Headliner nebenan gar nicht spielen würde. Mit etwas Verspätung geht es dann auch schon kurz nach 0:00 Uhr los. Die Stimmung ist hervorragend, die Ansagen sorgen für einige Lacher und die Zuschauer können natürlich alle Songs mitsingen. So nutzen Stumpen, Alf Ator und Co die Gunst der Stunde und präsentieren mit „Refrain“ sogar einen genialen neuen Song vom kommenden Album. Die Reunion hat sich wirklich gelohnt! Leider muss der Auftritt pünktlich um 00:40 Uhr enden, weswegen KNORKATOR aufgrund der anfänglichen Verspätung nicht ihr komplettes Set spielen können. So muss man trotz lauter Zugaberufe auf die Klassiker „Wir werden“ und „Ich hasse Musik“ verzichten. Wirklich Schade!


Sonntag, 03.07.2011

Gorlokk: Der Sonntag beginnt für mich mit einer Katastrophe: Der anhaltende Regen und Sturm hat über Nacht mein Zelt, sowie meine letzten trockenen Klamotten unter Wasser gesetzt! Nach einigem Hin und Her fasse ich schließlich in Anbetracht des anhaltenden Regens und Temperaturen um 15 Grad den Entschluss, das erste Mal überhaupt das WFF vorzeitig zu verlassen. Verdammt ärgerlich aber auf eine Lungenentzündung als Souvenir kann ich gerne verzichten.

Vorher mache ich mich aber noch einmal auf zum Gelände, um mir zumindest noch zwei Bands anzuschauen. Den Anfang machen STONEWALL NOISE ORCHESTRA, die vor einer sehr überschaubaren Menge ihren Stoner Rock zum Besten geben und damit durchaus zu unterhalten wissen. Ein richtiger Funke mag in der durchgefrorenen und gebeutelten Menge aber nur noch schwer überzuspringen. Trotzdem ernten die Herren aus Schweden respektablen Applaus und hinterlassen einen soliden wenn auch nicht gänzlich überzeugenden Eindruck.

Als letzte Band vor der fast 600 Kilometer langen Heimfahrt muss ich mir die momentan sehr gehypten und an jeder Laterne spielenden KVELERTAK noch anschauen. Mit ihrer kruden Mixtur aus Black Metal und räudigem In-die-Schnauze-Rock sind die Mannen bereits über den Undergroundtipp hinausgewachsen und können auch mich live überzeugen. Selbst wenn immer noch nicht sehr viel vor der Bühne los ist und die Reaktionen eher verhalten ausfallen, schießen die Waldschrate energiegeladen ihre Songs ins Publikum und machen das Beste aus dem schon wieder einsetzenden Regen und ihrem Nachmittagsslot. Beim Wacken oder Summer Breeze werde ich mir die Jungs jedenfalls auf jeden Fall noch einmal und dann hoffentlich bei besserem Wetter zu Gemüte führen.

Danach heißt es dann für mich auch schon, mit einem tränenden Auge die Rückfahrt anzutreten, verpasse ich so doch leider u.a. PARKWAY DRIVE, VOLBEAT, SOLSTAFIR und MOONSPELL, welche ich eigentlich noch fest auf dem Plan hatte.

Rocky: Der Sonntag beginnt wieder mit Sturm und Regen. Schon am Vormittag bleiben etliche Autos in Zentimeter tiefem Schlamm stecken. Aber was will man machen? - „The Show must go on“! Und so geht es nach dem Zusammenpacken des Zeltes in Richtung Konzertgelände zu KVELERTAK. Diese rocken zwar mit ihrem schwarzmetallischen Mix aus Punk und Retro-Rock die Bühne, aber irgendwie hätte ich mehr erwartet. Trotz gutem Sound und sicheren Hits a lá „Fossegrimm“ und „Offernat“ fallen die Reaktionen etwas zu verhalten aus. Das Publikum hätte ruhig etwas mehr abgehen können. Scheinbar machen sich nach 3 Tagen Kälte und Nässe die ersten Ermüdungserscheinungen bemerkbar.

Bei den folgenden Modern Metallern von SKINDRED sieht das Ganze jedoch anders aus: Trotz Regen sind zahlreiche Fans erschienen und freuen sich auf den Auftritt. Leider hat die Band mit Technikschwierigkeiten zu kämpfen, weswegen die Gitarre mehrfach ausfällt. Die Reperaturversuche überbrückt der sympathische Sänger Benji Webbe kurzer Hand mit etwas Improvisation, indem er die Zuschauer mit kleinen Hüpf- und Gesangseinlagen zum Mitmachen animiert. Trotzdem fällt die Gitarre nach versuchter Problembehebung wieder aus, weswegen die Band den Auftritt vorzeitig nach rund 2,5 Liedern abbrechen muss. Allerdings haben sie die Zuschauer auf ihrer Seite und so wird die Ausrede "das schlechte Wetter ist Schuld" des Veranstalters mit lauten Buhrufen quittiert. Als Plus muss man hingegen anmerken, dass SKINDRED dann um 21:30 nochmal im Zelt spielen dürfen. Glaubt man diversen Internetkommentaren, so haben sie dort die Tentstage ordentlich zum beben gebracht und einen sauberen Gig hingelegt.

Bei den anschließenden ILL NINO kommt es glücklicherweise zu keinen Stromproblemen, dafür müssen sie mit schlechtem Sound zurechtkommen: Der Gesang ist zu leise, dafür dominiert wieder mal das Schlagzeug. Doch auch das Publikum bereitet ihnen Probleme. So fahren sie zwar mit Hymnen wie "This is war" oder "God save aus" das volle Programm auf, aber der berühmte Funke willt nicht so recht überspringen. Trotz einwandfreier Performance und aller Bemühungen von Cristian Machado agieren die Zuschauer viel zu hüftlahm und reagieren kaum auf Ansagen. Erst mit "How can I live" kommt richtig Stimmung auf, allerdings ist es da schon bald zu Ende. Das verstehe wer will, aber zumindest mir haben sie gefallen.

Danach ging es für uns auch schon nach Hause, da wir keine Lust auf Schlamm und Stau am Abend hatten. Somit hinterließ mein erstes With Full Force einen recht zwiespältigen Eindruck: Das Wetter war beschissen (genauso wie die folgende Erkältung) und die Organisation ließ teilweise zu wünschen übrig (siehe Koordination und Einlassprobleme – kein Wunder das am Freitag-Abend die halbe Absperrung weggerissen wurde und die Besucher einfach so auf den Campingplatz fuhren). Dem gegenüber standen die tolle Stimmung (ich konnte wieder einige coole Leute kennenlernen) und viele starke Bands, von denen ich teilweise echt überrascht wurde. Am Ende überwiegt allerdings der positive Eindruck, weswegen man sich schon jetzt auf ein (hoffentlich trockenes) WFF 2012 freuen kann!


Gorlokk: Irgendwann hat jedes Festival mal Pech mit dem Wetter und dieses Jahr musste es wohl endlich mal das With Full Force treffen. Die feierwütige Meute machte trotzdem das Beste aus der Lage und mit gewohnt guter Organisation seitens der Veranstalter konnte auch sichergestellt werden, dass das Festival nicht komplett im Schlamm versinkt. Getränke und Essen waren für ein Festival dieser Größe wie immer solide bis gut und lediglich bezüglich der Bandauswahl gibt es von mir wie bereits 2010 wieder Abzüge in der B-Note. Ein fehlender richtiger Knaller als Headliner, das schleichende Auswechseln von Metal-Bands für trendige und/oder gehypte Core-Bands, sowie teilweise eher belanglose Metal-Kapellen hinterlassen auch in diesem Jahr ein etwas mulmiges Gefühl für 2012. Wie ich bereits im Fazit des letzten Jahres schrieb: Modern geht auch anders!
Man darf gespannt sein, wie im nächsten Jahr das Billing ausfällt und ob vielleicht noch weniger Metaller ihren Weg nach Roitzschjora finden. Schade wäre dies auf jeden Fall, denn das WFF bleibt mit seinem Grundmotto "Metal + Hardcore" und auch in allen anderen Bereichen eines der besten und wichtigsten Festivals in Europa.
Mein Dank geht zum Schluß an die Veranstalter, Wolf vom Presseteam, sowie Kollege Rocky und Bördy für die Unterstützung vor Ort und beim Bericht!




geschrieben am 24.07.2011   von Gorlokk
(NEU!!!!)Über den Artikel diskutieren:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:

musikalischer Background des Verfassers
Prog Rock/Metal, Post Rock/Metal/Hardcore, Djent, Swedish/Melodic Death, Folklore/Neofolk, Neo-Thrash/Metalcore, Black Metal, Düster-Rock u.v.m.
X   Aktuelle Top6
1. Haken "The Mountain"
2. Devin Townsend Project "The Retinal Circus"
3. Anathema "Universal"
4. Katatonia "Dethroned & Uncrowned"
5. Karnivool "Asymmetry"
6. 65daysofstatic "Wild Light"
X   Alltime-Klassix Top6
1. In Flames "Reroute To Remain"
2. Anathema "The Silent Enigma"
3. Porcupine Tree "Fear Of A Blank Planet"
4. Trivium "Shogun"
5. Tori Amos "Little Earthquakes"
6. Katatonia "Last Fair Deal Gone Down"

[ Seit dem 24.07.11 wurde der Artikel 3182 mal gelesen ]
Einloggen bei myGlory
  Benutzername:
  Passwort:
Auto-Login
  Noch kein Account?! Anmelden!
Die aktuelle Umfrage:
Welchen Metal-Stil favorisierst Du?
  Black Metal
  Death Metal
  Gothic (Metal)
  Doom Metal
  Hard Rock
  Hauptsache Core
  Nu Metal
  Power Metal
  Progressive (Metal)
  Thrash Metal
Um selbst abzustimmen bitte einloggen!
Die neuesten Reviews:
Zombie Undead Zombie Undead
Devoured - Verschlungen Devoured
Levania Renascentis
Racer Cafe Racer Cafe
Temtris Shallow Grave
Crystal Eyes Killer
Thunder Lord Heavy Metal Rage
Vangough Between The Madness
The Gift Land Of Shadows
Empyrium The Turn Of The Tides
Die neuesten Interviews:
Dis.Agree - 13.07.2014
Dust Bolt - 28.05.2014
Eisregen - 19.05.2014
Blood runs deep - 12.05.2014
Death Destruction - 07.05.2014
Die neuesten Artikel:
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
Metalforum Osthessen e.V. sucht Bands für Konzerte - 26.10.2010
Verlosung - 26.10.2010
KONZERTERLEBNISSE - 12.08.2010
Peter Steele - ein Rückblick auf sein musikalisches Vermächtnis - 21.04.2010
Die neuesten Live-Berichte:
23. Wave-Gotik-Treffen - 15.06.2014
Wovenhand, Christine Owman 2014 - 24.05.2014
Wacken 2014 - Vorbericht - 18.04.2014
Die neuesten Live-Vorberichte:
Vorbericht: Helge Schneider 2014 - 25.06.2014
VORBERICHT: Rock Harz Open Air - 19.06.2014
Vorbericht: Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) 2014 - 10.06.2014
Die neuesten Galerien:
Open Air Festival M´era Luna vom 10. bis 11.08.2013 in Hildesheim - 14.08.2013
With Full Force 2013 - 28.07.2013
Darkmoon-Festival 2013 - 24.07.2013
Die neuesten Links:
Second Roses Online Shop Frankfurt
Morgzine - An Independent Brutal Death/grind Fanzi
Deadwebzine - Extreme Metal Guide And Metal Web Pr
All Metal Lyrics
All Metal Videos

© 2004 Metalglory.de - Alle Rechte vorbehalten   |   Haftungsausschluss   |   Impressum   |   Statistiken   |   Werbung   |   Version 5.1.8