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M´era Luna Festival 2011 in Hildesheim Flughafen am 13.-14.08.11
Galerie M´era Luna Festival 2011 zum Livereview anschauen!

Es gibt Sprichwörter, die nicht eingehalten werden müssen. Eins davon trifft nun mal auf das alljährliche M´era Luna Festival in Hildesheim zu, nämlich „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“! Und seit Jahren kann ich eigentlich nur Positives über dieses „gemütlich“-düstere Festival berichten. Coole Atmosphäre, ausgelassen zuvorkommende Fans und überwiegend für jeden dunkleren Musikgeschmack etwas dabei.
Das einzige Problem, was jedoch jedes Festival gleichermaßen betrifft, ist die Tatsache, dass alle Jahre wieder die gleichen Bands auftauchen. Dabei kann man besonders in Hildesheim beobachten, wie sich doch die Karrieren jener verbessern. Spielten einige noch vor zwei, drei Jahren früh morgens im Hangar, sind sie heutzutage auf der Hauptbühne und zur Nachmittagszeit.
Zudem schaffte es der Veranstalter seit mind. vier Jahren schon eine besondere Überraschung zu bieten. So dieses Jahr sicherlich mit den Senkrechstartern Hurts am Sonntag als auch einer besonderen Show von ASP am ersten Tag des Geschehens.



Wenn es nach mir geht, zählten zu den Favoriten – was sich auch durch die Livedarstellungen bewiesen hat- Bands wie Mono Inc., End of Green, Tiamat und vor allen Dingen My Dying Bride dazu.
Von daher widme ich mich auch gleich dem verregneten Sonntag zu.

Der Sonntag des 11. M´era Luna begann gar nicht fröhlich; Regen, Regen, immer wieder Regen. Kurzum, die ersten packten ihre Zelte bereits in den Morgenstunden zusammen, um sich auf den Heimweg zu machen. Schade, den jene haben so einiges verpasst und pünktlich zum Start der Show von Mono Inc. hört es auf zu regnen. Wie drei Jahre zuvor, die gleiche Stelle, aber nicht mehr als Opener, sondern als Nachmittags-Vorstellung auf der Hauptbühne. Es scheint nun mal ein Phänomen zu sein, was diese Band anbelangt oder sie haben einen Pakt mit dem Wettergott geschlossen. Schließlich meine ich mich zu erinnern, dass beim Rock Harz 2010 es ebenfalls aufgehört hat zu regnen, als sie ihre Show gestartet hatten. Egal. Musikalisch konnte die Hamburger Band voll und ganz überzeugen. Natürlich standen die neuen Songs des „Viva Hades“-Albums im Vordergrund. Doch es gab auch die typisch Düster-Rockigen Nummern der Vorgängeralben (u.a. Voices of Doom“) als auch ein Solobeitrag von Martin an der akustischen Gitarre und „The Passenger“ von Iggy Pop (einiges auch zu betrachten @
Mono Inc. TV).
Sehens- und hörenswerte Vorstellung, die ordentlich vom Publikum gewürdigt worden ist. Was ich schon mal über diese Band sagte, hat sich mal wieder bestätigt: Mono Inc. sind definitiv die nächsten Chartstürmer der Rock-Szene.


Viel besser erging es den Süddeutschen Düster-Subcore-Rockern von End of Green nicht – zumindest wettertechnisch gesehen. Sie boten zwar eine wirklich coole Show; typisch Depri-Phase und eben Coolness hoch 10, aber es fing wieder an zu regnen. Lag es etwas daran, dass etwas weniger Fans im Publikum zu gegen waren, als es noch bei Mono Inc. der Fall gewesen ist? Erst zum Schuss der Show der Südländer hat es dann für den Sonntag mit dem Regen aufgehört und man konnte sich auf die Musik konzentrieren.
In ihren knapp 50 Minuten haben sie einige Hits präsentieren können, auch wenn leider kaum ältere Songs im Set waren, so kann man sich nicht wirklich beschweren, da ihre letzten beiden –sehr erfolgreichen- Alben „The Sick´s Sense“ und „High Hopes In Low Places“ bieten so einigen Ohrwürmer. Trotz der düsteren-depressiven Variante. Einziges Manko, nach einem Song wie „Tie Me A Rope...While You're Calling My Name” hätte es sofort loskrachen müssen (mit u.a. Highway 69 o.ä.). Cleverness und Qualität, für mich immer noch ein Wunder, warum diese Band nicht deutlich mehr im Radio und den Medien vertreten ist, die Songs eignen sich dafür hervorragend.



Project Pitchfork haben dieses Jahr etwas mehr Power auf der Bühne geboten und die Truppe wirkte viel offener und zugänglicher. Selbst einen Track des brandneuen Albums konnten sie vorstellen, welcher vom Publikum mit tobendem Applaus aufgenommen worden ist. Diese Truppe hat wirklich Power und gehört allemal zu diesem Festival, wie der Flugplatz Drispenstedt zu Hildesheim im August.
VNV Nation dagegen, auch kein unbekannter Gast, hatte sich diesmal trotz zahlreicher Elektrobeats, doch mit den weicheren Nummern die Lorbeeren einheimsen können. Die Jungs wirkten eingespielt, aber mir fehlte ab und an der gewisse härtere Kick. Doch ich muss zugeben, dass auch die ruhigeren Nummern für Abwechslung sorgten.


Tiamat im Hangar -mit den angemalten Johan und Anders- boten eine „fast“ stinknormale und eben typische Show ab. Schön böse reinschauen, aber puren Rock bieten. Angefangen bei „Cain“ und „Whatever That Hurts“. Sofort wurde mal wieder unter Beweis gestellt, Johann und Co. sind die wahren Pink Floyd-Sound-Vertreter des Metal. Uanbhängig ob nun böse oder nicht. Johan selbst wirkte die gesamte Show über nicht wirklich fröhlich, dafür haben seine Kumpels sich auf der Bühne deutlich verausgabt. Zum Glück gab es neben den zahlreichen Hits der letzten Zeit „Vote For Love“ oder auch „Brighter Than The Sun“, wurden natürlich auch „Klassiker“ –ja, ist ja fast 20 Jahre her!- performt. Ungewöhnlich dabei war, dass die Jungs nach gerade mal 40 Minuten die Bühne verließen, um sich hinterher als eine Art Zugabe mit drei weiteren Songs zu verabschieden. Dabei gibt es doch beim Festival immer die Zeitvorgaben, was nun mal jeder im Publikum auch weiß. Trotzdem, denn sowohl die Performance von „Gaia“ als auch die black-metallische Version -mit Gastsänger- von „The Sleeping Beauty“ haben das besondere Etwas aus dieser Show doch noch erschaffen können. Von daher, die beste Art und Weise, um die Meute auf den Hauptact des Abends im Hangar vorzubereiten.
My Dying Bride! Keine Ahnung wie oft ich diese Band mittlerweile erleben durfte, ob nun Festival oder Clubshow. Aber diese Stunde werde ich nicht so schnell wieder vergessen. Auch wenn sicherlich hier und da der Sound nicht so wollte, wie er sollte, Festival eben, so haben die Engländer alles gegeben. Nicht nur, dass sie Tracks wie „Cry Of Mankind“, „The Sexuality of Bereavement“ „Like Gods Of The Sun“ oder „Your River“ zum Besten gegeben haben, sie wirkten enorm gut auf sich eingespielt zu sein. Da sei ihnen auch das Streichen von „Sear Me“ von der Setlist verziehen. Zumal sie auch „My Body A Funeral“ und die geniale (kurze!) Single „Bring Me Victory“ vom letzten regulären Album ins Set mit aufgenommen hatten. Einfach nur genial, göttlich! Profis schlechthin. Ein äußerst druckvolle und energiegeladene Show; somit nur fett!
Man darf sich also aufgrund der Ankündigung von Aaron auf das neue Album und eine Tour in 2012 freuen.



Hurts: seit 2010 die Überraschung der Popszene schlechthin und nun gleich in 2011 als Headliner auf der Hauptbühne in Hildesheim. Man hatte im Vorfeld nur eine Ahnung, ob nun etliche Pop-Liebhaber zum Festival stürmen werden oder ob derartige Songs wirklich für ein „solches“ Open Air umsetzbar sind. Hut ab, vor den Leuten, die sich dazu entschieden haben diese Chartstürmer zu engagieren. Die wundervolle Stimme in Verbindung mit den 1980er-Wave-Sounds und dazu die Streicher als auch die Lichtshow haben jedoch gezeigt, dass es durchaus wirken kann. Ihre Megahits als auch die düster-melancholischen Tracks des aktuellen Albums, haben durchaus ihre Wirkung hinterlassen. Ob es nun wirklich ein Hauptact sein muss, sei mal dahingestellt. Man kann sich nämlich sicher darüber streiten, ob ein Headliner nicht eher deutlich rockiger agieren müsste, um eben mehr bleibenden Eindruck hinterlassen zu können, sozusagen als Abschluss der fette Kick, aber hier machte eben die Qualität der Songs das gewisse Etwas aus.

Zum Samstag will ich selbst nicht viele Worte verlieren, sondern übergebe das Wort zwei Dauerkarten-Besitzerinnen, also treuen Fans des alljährlichen Festivals, und zwar Tine als auch Frauke und bitte somit um allgemeine Stellungnahme vom Fan an die Fans:

„Frauke aus Rehburg:
M´era Luna 2011: Ja, wenn ich so daran zurück denke kann ich nur sagen, dass es einfach nur geil war. In den Jahren zuvor hatte ich manchmal das Gefühl, dass es was die Bands betrifft, ziemlich eintönig und berechenbar wurde. Es fehlte irgendwie einfach der Knaller – und dieser war dieses Jahr definitiv da. Stellt für mich alles andere in den Schatten; man könnte auch sagen ASP hat mir den Rest vom Festival "versaut" weil danach einfach nichts mehr kam was an die Stimmung, die während deren Show herrschte, heran kam. Sicherlich gab es auch noch andere gute Bands aber ASP waren einfach großartig: von der Songauswahl über die geniale Bühnenshow - einfach alles und das hat man dem Publikum auch angemerkt, es war einfach eine einzigartige Stimmung!“




„Tine aus Münder:
Mir persönlich hat der erste Tag, also Samstag musikalisch besser gefallen. Die erste Band, die ich bewusst wahrgenommen habe...(musste erst die Shoppingmeile unsicher machen)...waren Equilibrium. Habe ich bis dato noch nicht live gesehen und musste nun feststellen, die Musik ist ganz nach meinem Geschmack und die Stimmung passte. Apocalyptica haben mich zudem positiv überrascht, vor allem war die Songwahl sehr gut zusammengestellt, Sachen wie „Master of Puppets“, „Seek & Destroy“ oder „Inquisition Symphony“ kamen beim Publikum und mir richtig gut an. Aber den besten Auftritt des Tagen haben ASP hingelegt...Show...Stimmung...alles perfekt!!! Within Temptations Show war zwar auch gut, aber mit ASP konnten die Niederländer nicht mithalten. Tja, und der Sonntag war für mich weniger spannend. Tanzwut war ganz gut, aber alles andere war mir persönlich zu soft, wobei ich leider im Hangar Tiamat und My Dying Bride verpasst habe. Für die kommenden Jahre würde ich mir Headliner mit etwas mehr Biss wünschen. Der Auftritt von Hurts war zwar an sich ganz ok, aber ich will mich bei einem Open Air austoben und nicht zu seichter Popmusik schunkeln...;)“

…da kann ich nicht viel mehr hinzufügen!




Einen Hinweis hätte ich noch: bei zahlreichen Händlern wurden Baby- und Kinderklamotten gesichtet. Es scheint, dass immer mehr Hersteller von „düsteren“ Klamotten erkannt haben, dass die Fans von damals nun ihre eigenen Kinder in die Szene integrieren müssen. Was vor ein paar Jahren sicherlich nur als „Gag“ daherkam, scheint sich nun auszuweiten. Nun stellt sich mir die Frage bzw. es wäre an der Zeit zu überlegen, ob nicht auch ein Kinderhort oder Kinderbespaßungs-Dienst für die Zeit des Festivals auf dem Gelände eigerichtet werden könnte?! Ob nun vergleichbar mit der Art einer schwedischen Möbelkette oder den zahlreichen Einkaufshäusern der Großstädte. – Kind zum Spielen mit anderen „schwarz-gekleideten“ Kindern abgeben und ab zur Bühne in die erste Reihe zum Abfeiern.- Und in Hildesheim wäre sicherlich ein Nonnenverein zu finden, die sich gern um die Kinder kümmern würden:-). (Spaß muss sein!)



Fazit:
M´era Luna 2011 Erneut ein gelungenes, da vielfältiges und ereignisreiches Festival und von daher ist die Vorfreude auf 2012 da. ist allemal daher auf 2012 schon mal vorhanden und wenn man Wünsche äußern darf: bitte nicht Sisters Of Mercy oder Unheilig nächstes Jahr. Des Weiteren wären etwas mehr Bands vom Kaliber Tiamat und My Dying Bride sicherlich geeignet und als Hauptact vielleicht The Cure, Marilyn Manson, Him oder gar (ich weiß, eher unglaublich) Rammstein!




...weitere Bilder in der Galerie!


geschrieben am 19.08.2011   von Arturek
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