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Full Of Hate 2012 Cannibal Corpse, Behemoth in Hamburg, Markthalle am 09.02.2012
Galerie Full Of Hate: Behemoth, Cannibal Corpse in HH 2012 zum Livereview anschauen!

Der erste Tag einer langen Tournee ist immer etwas schwierig. Der hat immer so seine Tücken. Dies trifft sicherlich nicht nur für die Musiker zu, sondern für die Fans als auch die Veranstalter. Doch wenn hochkarätige und eben derart professionelle Livebands wie u.a. Cannibal Corpse, Behemoth oder Legion Of The Damned beim FULL OF HATE Festival 2012 dabei sind kann recht wenig schiefgehen. Und wie bereits im Vorbericht angemerkt, besser kann das Jahr für die Fans der extremen Death Metal-Szene nicht anfangen. Oder?
Genau! Der erste Tag war sofort ein Erfolg, schließlich fand dieser in Hamburg statt und dann gleich mit einer ausverkauften Show in der Markthalle.

Kurz vor 18 Uhr durften die Briten von Nexus Inferis an jenem kalten Freitag im Norden das Festival für 30 Minuten eröffnen. Ihr Debütalbum „A Vision Of The Final Earth“ zeigt deutlich, dass sie sich im sog. "future-extrem Death Metal“ wohlfühlen. Doch auf der Bühne, da merkte man, dass ihnen noch einiges an Erfahrung fehlt. Doch genau solche Opener-Shows für derartige Größen des diesjährigen Full Of Hate sind eben für eine junge und aufstrebende Combo in diesem Genre geeignet. Im Studio ist es sicherlich einfacher sich durchzusetzen, aber vor dem Publikum zu bestehen, zumal sich tatsächlich einige Fans bereits vor der Bühne versammelt haben, die andere. Nexus Inferis wirkten sehr verhalten, als auch etwas zu chaotisch. Zudem extrem publikumsfern, obwohl sich trotz des frühen Abends einige „Fans“ vor der Bühne und an den Bierständen der Konzerthalle versammelt, um eben diese Band anzusehen. Von daher, für die Combo sicherlich eine wichtige Erfahrung, aber wir können hoffen, dass sie aus dieser Tournee so einige Eindrücke annehmen und lernen.

Um meinen Bericht etwas objektiver zu gestalten, werde ich an dieser Stelle ein paar Stellungnahmen zu den Bands SUCIDAL ANGELS und MISERY INDEX (die mit ihren jeweils fast 40minütigen Shows hier und da zu überzeugen wussten) einigen Leuten aus dem Publikum überlassen – (diese Zeilen reich ich noch nach).


LEGION OF THE DAMNED sind seit etlichen Jahren ein Garant für coole Liveshows. Ihr „normaler“ Death Metal mit einigen altbewährten Thrash-Riffs ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber LIVE, da wissen die Holländer wirklich was zu tun ist. So auch in Hamburg. Tolles Zusammenspiel, ausgiebiges Stageacting sowie gute Kommunikation zum Publikum. An der Setlist konnte man auch nicht meckern, zumal die Burschen das lt. Aktuelle Album vor mehr als einem Jahr veröffentlicht haben; aber nun „Bleed For Me“ oder „Feel The Blade“ durften nicht fehlen. Alles in allem: mitreißend und voller Elan präsentiert sich die Truppe, als ob es keine Headliner an diesem Abend geben würde. Doch die Würdigung zu den beiden Hauptbands durfte von Maurice natürlich nicht fehlen. Und das ist auch gut so.

BEHEMOTH! Die erste große Tournee nach der schweren und wohl überstandenen Krankheit von Nergal. Sichtlich sicherlich noch zu erkennen, aber seine Wut, seine Bösartigkeit und die Perfektion die Songs zu präsentieren und dem Publikum, nein, den Fans etwas zu bieten, hat er nicht verlernt. Also ob er nie eine Pause oder die schlimme Krankheit gehabt hätte.
Wahnsinn, wie eingespielt sich diese Truppe präsentiert, dabei musste Nergal alles neu erlernen. Es macht sich mal wieder bezahlt mit den richtigen Leuten unterwegs zu sein und eben seit Jahren sein Line-Up nicht gewechselt zu haben. Seth, Orion und natürlich Inferno passen einfach hervorragen zusammen und Nergal ist immer noch der große Führer – aber man merkt, dass die Band noch mehr zusammengewachsen zu sein scheint.
Natürlich gab es keine neueren Tracks oder heftige Überraschungen, auch wenn „Moonspell Rites“ oder „23 (The Youth Manifesto)“ sicherlich dem ein oder anderen die Sprache verschlagen hat. Die obligatorischen Knaller und besonders gut geeigneten Livesongs wie „Demigod“, „Conquer All“ oder „Chant For Ezkaton“ haben ihren Platz auf der Setlist erhalten. Und der besondere Ausnahmesong „Lucifer“ in polnischer Sprache war auch an diesem Abend, fast drei Jahre nach dem letzten Auftritt in Hamburg, der große Gewinner.



Behemoths-Show: Böse, perfekt und einfach eine hervorragende Performance einer Band, die es eben in sich hat und hochgradig sehenswert ist. Diese Band ist in ihrem Sektor –derzeit- unschlagbar.

Setlist BEHEMOTH in Hamburg, 9.2. (ohne Gewähr)
Intro
Ov Fire And The Void
Intro
Demigod
Moonspell Rites
Conquer All
Intro
The Thousand Plagues I Witness
Alas, Lord Is Upon Me
Decade Of Therion
Intro
At The Left Hand Ov God
Slaves Shall Serve
Chant For Ezkaton 2000
Intro
23 (The Youth Manifesto)
Lucifer
Outro

Auch wenn Behemoth und Cannibal Corpse als Doppel-Headliner beim Full Of Hate zu je einer Stunde Spielzeit angekündigt werden, würde es mich nicht wundern, wenn in anderen Städten sich die Reihenfolge dieser Band doch ändert. Nicht wenige haben nach der Präsentation von Behemoth die Halle bereits verlassen. An der Uhrzeit von gerade mal 22:35 oder eben diesem Freitag Abend kann es nicht gelegen haben.
Doch jene haben einen ordentlichen „Tritt in den Arsch“ von CANNIBAL CORPSE verpasst.
Die alten Hasen im Geschäft sind nicht Tod zu kriegen. Aber warum auch, wer will das schon, wenn sie seit 1988 absolut coolen, technisch ausgefeilten und eben heftigen Death Metal präsentieren. Corpsgrinder schreit sich alles heraus was nur machbar ist, Alex & Co. schütteln sich im wahrsten Sinne des Wortes die Halswirbel aus - und das eben schon so lange. Wiedererwartend: Erfahrung zahlt sich aus. Diese Band weiß einfach genau auf den Punkt, wie sie agieren muss, welcher Song wann zu erfolgen hat und was die Leute auch nach fast fünf Stunden Death-Metal LIVE in stage brauchen, um immer noch dabei zu sein und abzugehen. Dabei durften natürlich die Klassiker nicht fehlen, aber auch zahlreiche Songs der Corpsgrinder-Ära. Doch auch zwei neue Songs, des im März erscheinenden Outputs „Torture“, hatten ihren Platz auf der Setlist (siehe unten). Gewohnt brachial und eingespielt…



Setlist CANNIBAL CORPSE in Hamburg, 9.2. (ohne Gewähr)
Evisceration Plague
The Time To Kill Is Now
Disfigured
Demented Aggression (neu)
Scourge Of Iron (neu)
I Cum Blood
Fucked With A Knife
Covered With Sores
Born In A Casket
The Wretched Spawn
I Will Kill You
Priests Of Sodom
Unleashing the Bloodthirsty
Make Them Suffer
Hammer Smashed Face
Stripped, Raped and Strangled


Was will man mehr, wenn das Jahr schon so anfängt, wie mit einem fetten Full Of Hate-Festival?! Im Moment habe ich keine Antwort auf diese Frage, wenn ich noch mal Revue passieren lassen, was vor allen Dingen Behemoth im Stande sind zu leisten und Bands wie Legion of The Damned oder Cannibal Corpse auch noch auf der Bühne sich gut gelaunt und eingespielt präsentieren.





Ihr habt also noch Gelegenheit dieses coole Package des so jungen Jahres in folgenden Städten zu erleben:
2012-02-13 FR - Paris Bataclan
2012-02-14 DE - Saarbrücken Garage
2012-02-15 CH - Pratteln Z7
2012-02-16 IT - Milan Live Club
2012-02-17 AT - Wien Arena
2012-02-18 DE - München Backstage
2012-02-19 BE - Antwerpen Trix
2012-02-21 IT - Bologna Estragon
2012-02-22 SK - Bratislava Majestic Music Club
2012-02-23 CZ - Prague KD Vltavska
2012-02-24 AT - Linz Posthof
2012-02-25 DE - Geiselwind Music Hall
2012-02-27 SE - Stockholm Munchenbryggeriet
2012-02-28 SE - Gothenburg Traedgarn
2012-02-29 DK - Aarhus Voxhall
2012-03-01 DE - Berlin Postbahnhof
2012-03-02 DE - Leipzig Hellraiser
2012-03-03 DE - Gießen Hessenhalle

2012-03-04 NL - Tilburg 013

(Quelle: http://www.fullofhate.eu/dates.html)


Tickets im VVK gibt es an allen bekannten VVK-Stellen als auch u.a. hier im Online-Shop des Veranstalters: http://www.hardticket.si

Weitere Bilder der Show in Hamburg in der Galerie.





geschrieben am 13.02.2012   von Arturek
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6. Edge of Sanity/Opeth/Katatonia "fast alles"

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