Besucher Online
 
Statistik für März 2016
Visits: 107522
PageImpressions: 925005
Statistik und Mediadaten

Banner Werbung bei Metalglory
 
Reviews () alphabetisch:         0..9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 Iced Earth (USA) "The Glorious Burden" CD

Iced Earth - The Glorious Burden - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 


Label: Steamhammer  (53 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2004   (795 verwandte Reviews)
Spieldauer: 79:00
Musikstil: Heavy/Power Metal   (1874 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Power Metal
Homepage: http://www.icedearth.com
Weitere Links: http://www.icedearth.de/


Weitere Infos zu Iced Earth:
REVIEWS:
Iced Earth The Glorious Burden
Iced Earth Tribute To The Gods
Iced Earth Dark Genesis
Iced Earth Framing Armageddon
Iced Earth I Walk Among You
Mehr über Iced Earth in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Titelstorys in den großen Print-Magazine, das Anpreisen als die neuen Metal-Götter, das beste Album, das Jon Schaffer jemals komponiert hat usw. Die Liste der Superlativen wollte im Vorfeld dieser Veröffentlichung nicht abreisen. Die überaus gute Vorab-Single "The Reckoning" steigerte die Erwartung auf die Veröffentlichung von "The Glorious Burden" nochmals, vermittelte allerdings auch einen Eindruck über die rot-weiß-blaue Färbung der Texte.
Alleine die ersten 73 Sekunden haben mir die Lust auf dieses 2004er Album von Iced Earth gründlich verdorben. Was soll denn die Scheiße, die Nationalhymne der USA als Opener auf eine CD zu pressen. Wenn ich so was hören will, dann schaue ich mir US-Sportübertragungen an. Darüber mag ein Herr Bush erfreut sein oder Tipper Gore, die dem Metal dadurch vielleicht etwas freundlicher gesinnt ist. Ich bezweifle aber, dass sie sich wirklich freuen können, denn die Iced Earth-Version ist richtig schlecht. Dann höre ich mir lieber eine Interpretation von 50 Cent oder sonst einem HüpfHopf-Spacken an. Das ist der mit weitem Abstand beschissenste Opener, den ich bislang gehört habe. Dieser Müll befindet sich aber nur auf der "Limited Edition" und der US-Edition, nicht auf der regulären "European Edition". Bei jeder anderen Band wäre die CD nach so einem Start sofort im Mülleimer gelandet und das Review mit 0 Punkten beendet gewesen.
Auf der CD steht aber Iced Earth, Tim Owens singt und gekauft habe ich die DoCD auch noch. Also mutig weiterhören. Im Folgenden will ich mich zunächst mal auf die Musik beschränken. Zu den Texten gibt es am Ende des Reviews mehr.
Das "Star Spangled Banner" mag inhaltlich gut zum zweiten Stück "Declaration Day" passen, aber die Motive der Hymne kann ein Herr Schaffer origineller einarbeiten. Auch dazu mehr. "Declaration Day" ist musikalische Iced-Earth-Standard-Ware - also sehr gut. Mit dem unverkennbaren "Galopprhythmus" und klasse Refrain ausgestattet. Ripper Owens macht erwartungsgemäß eine gute Figur. Er singt schön eingängig und nicht zu hoch.
"When The Eagle Cries" ist eine derb schwülstige Ballade und völlig unnötig.
Weiter geht es mit dem bekannten "The Reckoning". Geilste Iced Earth-Ware mit messerscharfen Riffs, treibendem Rhythmus und superben Doublebass+Passagen. So und nicht anders soll es sein.
"Greenface" ist eine sehr guter, agressiver Track, der etwas an "Something Wicked"-Zeiten erinnert. Tim Owens´ aggressive Performance passt perfekt.
"Atilla" ist dann der erste Track der mich wirklich überzeugen kann. Die musikalische Umsetzung der Schlacht zwischen wilden Hunnen und wohl organisierten Römern ist durch das Wechseln zwischen aggressiv düsteren und mehrstimmigen Gesangsparts sehr gut gelungen - stilecht eingebettet in eine hymnenartige Grundmelodie und einem episch anmutenden, super eingängigen Chorus. Fett!
"Red Baron/Blue Max" ist eine nette, experimentelle Angelegenheit, in der Ripper Owens´ Einflüsse gut zum Tragen kommen. Iced Earth in der Strophe treffen Judas Priest in Chorus.
"Hollow Man" ist eine weitere Ballade, die mich durch den zarten Gesang und den Strophenaufbau unheimlich stark an die balladesken Frühwerke von Pink Cream 69 erinnert. Ein kräftiges und kitschfreies langsames Stück mit fehlender Originalität.
"Valley Forge" ist ein weiterer Killer. Grandios die Stimmungwechsel von eher zarten Gitarrenspiel und sägenden Killerriffs mit wuchtigen Vocals.
"Waterloo" ist wieder typische Hochqualitäts-ICED EARTH-Ware mit der unverkennbaren Gitarrenarbeit und einem klasse Chorus, der sich sofort ins Ohr setzt. Allerdings hätte ich erwartet, dass die Schlacht bei Waterloo noch einen Tick ideenreicher umgesetzt wird.
"When The Eagle Cries (unplugged)" ? s.o.

Und dann ist da noch Gettysburg? eine Meisterleistung, die schwer in Worte zu fassen ist und Jon´s übertriebene Selbstbeweihräucherung fast schon als Understatement erscheinen lassen. In einer unheimlichen Detailtreue und faszinierenden Dramaturgie setzen Iced Earth die Ereignisse der berühmtesten Schlacht des amerikanischen Bürgerkriegs um. Die US-Hymne als Entree geht durch die recht originelle Einflechtung und Umsetzung auch als akzeptabel durch. Hier passt es einfach ins Konzept, in die Atmosphäre und die Dramaturgie.
Die Arrangements lassen die Luft vor Spannung förmlich bersten. Zu 100% ist das umgesetzt, was in den üppigen Liner-Notes detailverliebt kommentiert wird. Ganz, ganz großes Kino. Diese 30 Minuten für sich alleine sind eine Kreation kolossaler Prägung und definitiv das Beste was Iced Earth je geschaffen haben.

Produktionstechnisch hatte ich nach der schon seit Monaten im Internet kursierenden Advance etwas mehr erwartet. Es fehlt nach meinem Empfinden der letzte Tick Power.

Eigentlich sollte die Rezension eines Albums wenig mit Politik zu tun haben. Und über manche lyrische Entgleisung kann man auch gerne mal wegsehen. Kein Patriotismus, sondern Aufarbeiten von geschichtlichen Fakten erklärte Jon Schaffer immer wieder. Und deshalb noch ein paar Sätze zu seiner textlichen "Meisterleistung":
Auf den ersten Blick eine bunte Mischung historischer Ereignisse ohen übertriebenen Hang zum Patriotismus. Auf den zweiten Blick sieht es allerdings anders aus: "Red Baron" stammt von Owens und an "Waterloo" und "Attila" war Barlow noch beteiligt. Alle Stücke, die Jon Schaffer alleine komponiert hat behandeln amerikanische Themen mit Texten, die nicht nur patriotische Zeilen in einem ekelerregendem Überfluss enthalten, sondern auch tiefen Hass von Jon Schaffer darstellen.
Einige Auszüge: (Übrigens das Argument mit "aus dem Zusammenhang gerissen" zieht nicht):
"Out of the ashes came a tempted vengeance / But we are focused, we seek redemption / We are free, we'll stay free" (der weinende Adler)
"This time it's our blood, don't tread on me / Revenge is not justice, it's the reckoning" oder "True evil grows in you, you're just a brainwashed fool / The coward close that hides, spewing forth his lies" (The Reckoning)
"A Warrior Down To The Depths Of My Soul / I Terrorize Evil That's Out Of Control." (Greenface mit seiner schleimigen Huldigung an eine US-Spezialeinheit)
"he has but one regret, / He's only got one life to give" (Valley Forge)
"And to the ones who kept our freedom free / Words can't express all that you've done" (Valley Forge)
Selbst Hollow Man hat bei mutiger Interpretation einen sehr faden Beigeschmack.
Bei diesen Texten kommt mir das Essen der letzten Wochen hoch. Die glorreichen Amerikaner, die fleischgewordene Güte der Welt, die große Nation, die noch nie Fehlverhalten an den Tag gelegt hat und ohne die unsere Welt in Anarchie und Chaos stürzen würde. Diese Ergüsse sind ein Paradebeispiel für das Nichtnutzen des Hirns, das scheinbar bei vielen US-Bürger ein fester Bestandteil ihrer "Kultur" wird. Welcome the newest member: Mr.Schaffer.
Ich wundere mich doch sehr, dass die Redakteure der großen Magazine beim Gespräch mit Jon nicht kritischer nachgehakt haben. Auf der anderen Seite: Kritik passt halt nicht, wenn man seinen Lieblingen immer nur Zucker ums Maul schmieren will?

Tja, was soll ich nun abschließend über diese Version (ltd. Digi-Pack) des Albums sagen: Licht und Schatten, Schwarz und Weiß, Gut und Böse, Genie und Wahnsinn?..
Die drei Totalausfälle (Intro + Adler in 2facher Ausführung) und die krassen textlichen Verfehlungen kosten ordentlich Kredit.
Dank Atilla und Gettysburg noch 6,5 Punkte + 0,5 Bonuspunkte für meine Amerika-unfreundliche Haltung, die meine Objektivität etwas getrübt haben mag.
"Die beste Musik, die ich je komponiert habe". Teilweise, Herr Schaffer, teilweise.

--------------
U.S. Version
1.) Star-Spangled Banner
2.) Declaration Day
3.) When the Eagle Cries
4.) The Reckoning
5.) Greenface
6.) Valley Forge
7.) Attila
8.) Hollow Man
9.) Red Baron/Blue Max
Gettysburg (1863):
10.) The Devil To Pay
11.) Hold At All Costs
12.) High Water Mark
--------------
European Version
1.) Declaration Day
2.) When the Eagle Cries
3.) The Reckoning
4.) Attila
5.) Red Baron/Blue Max
6.) Hollow Man
7.) Waterloo
8.) Valley Forge
Gettysburg (1863):
9.) The Devil To Pay
10.) Hold At All Costs
11.) High Water Mark
--------------
2-CD Limited Edition
Disc 1:
1.) Star-Spangled Banner
2.) Declaration Day
3.) When the Eagle Cries
4.) The Reckoning
5.) Greenface
6.) Attila
7.) Red Baron/Blue Max
8.) Hollow Man
9.) Valley Forge
10.) Waterloo
11.) When the Eagle Cries (Unplugged)
Disc 2: Gettysburg (1863)
12.) The Devil To Pay
13.) Hold At All Costs
14.) High Water Mark

Die Band besteht zur Zeit aus:
Jon Schaffer (Gitarre u. Backings)
Tim Owens (Gesang)
Ralph Santolla (Lead-Gitarre)
Richard Christy (Drums)

Diskussionen und Anmerkungen zu diesem Album:
http://www.metalglory.de/forum/index.php?board=1;action=display;threadid=9

 
Tracklist: Lineup:
CD 1 (Standart)
01. Star spangled banner
02. Declaration day
03. When the eagle cries
04. The reckoning (don`t tread on me)
05. Greenface
06. Attila
07. Red Baron / Blue Max
08. Hollow man
09. Valley forge
10. Waterloo
11. When the eagle cries (Unplugged)
CD 2 (BonusCD)
01. Gettysburg (1863) (Part I : The devil to pay)
02. Gettysburg (1863) (Part II : Hold at all costs)
03. Gettysburg (1863) (Part III : High water mark)

 
Guitar, Acoustic guitar: Jon Schaffer
Guitar: Larry Tarnowski
Drums: Richard Christy
Bass: Steve DiGiorgio
Vocals: Tim `Ripper` Owens

 
7.0 Punkte von nameless (am 20.01.2004)
 
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:


musikalischer Background des Verfassers
X   Aktuelle Top6
1. ""
2. ""
3. ""
4. ""
5. ""
6. ""
X   Alltime-Klassix Top6
1. ""
2. ""
3. ""
4. ""
5. ""
6. ""

[ Seit dem 20.01.04 wurde der Artikel 8499 mal gelesen ]
 
Einloggen bei myGlory
  Benutzername:
  Passwort:
Auto-Login
  Noch kein Account?! Anmelden!
Die aktuelle Umfrage:
Welchen Metal-Stil favorisierst Du?
  Black Metal
  Death Metal
  Gothic (Metal)
  Doom Metal
  Hard Rock
  Hauptsache Core
  Nu Metal
  Power Metal
  Progressive (Metal)
  Thrash Metal
Um selbst abzustimmen bitte einloggen!
Die neuesten Reviews:
Neue Webseite endlich online
Turbobier Das neue Festament
Foreign Diplomats Princess Flash
Deaf Havana All These Countless Nights
Chrome Molly Hoodoo Voodoo
Sunterra Reborn -EP
Dethrashion Assault Bombardment
Tschaika 21/16 Tante Crystal uff Crack am Reck
The Shiver The Darkest Hour
Yiek The Drive
Die neuesten Interviews:
J.B.O. - 03.01.2017
Running Wild - 05.10.2016
Lacrimas Profundere - 01.10.2016
Vicious Rumors - 08.07.2016
My Jerusalem - 28.06.2016
Die neuesten Artikel:
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
Metalforum Osthessen e.V. sucht Bands für Konzerte - 26.10.2010
Verlosung - 26.10.2010
KONZERTERLEBNISSE - 12.08.2010
Peter Steele - ein Rückblick auf sein musikalisches Vermächtnis - 21.04.2010
Die neuesten Live-Berichte:
Caliban, Suicide Silence, Any Given Day, To the Rats and Wolves - 22.12.2016
LIEDFETT, kAPEllE PEtra, elfmorgen - 2016 - 20.12.2016
Ruhrpott Metal Meeting 2016 - 15.12.2016
Die neuesten Live-Vorberichte:
Vorbericht: Svbway to Sally - Ekustik-Projekt NEON 2017 - 11.01.2017
Vorbericht: Night Of The Progfestival 2017 - 09.01.2017
Vorbericht: FAUN – MIDGART - Tour 2017 - 09.01.2017
Die neuesten Galerien:
Open Air Festival M´era Luna vom 10. bis 11.08.2013 in Hildesheim - 14.08.2013
With Full Force 2013 - 28.07.2013
Darkmoon-Festival 2013 - 24.07.2013
Die neuesten Links:
Second Roses Online Shop Frankfurt
Morgzine - An Independent Brutal Death/grind Fanzi
Deadwebzine - Extreme Metal Guide And Metal Web Pr
All Metal Lyrics
All Metal Videos

© 2004 Metalglory.de - Alle Rechte vorbehalten   |   Haftungsausschluss   |   Impressum   |   Statistiken   |   Werbung   |   Version 5.1.8