Wild Rossis Notes (Deutschland) "Apokalypsis" CD
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WILD ROSSIS NOTES ist eine fünfköpfige Formation aus Nettetal-Kaldenkirchen und bezeichnen ihren Stil als Melodic Art Rock. Also eine Kapelle, die an sich selbst den Anspruch stellt, Kunst zu machen. Nun hat Kunst ja meistens die Eigenschaft ein Mauerblümchen-Dasein zu fristen und genau das zu sein, was die Massen nicht auf Anhieb anspricht. Mit "Apokalypis" dürfte es daher ähnlich sein. Der komplexe Opener "Enfants du ciel" hat zwar eine schönen Melodie, klingt aber so verstaubt, daß echte Nostalgie-Gefühle aufkommen. "Star Wars" greift das Star Wars Thema auf (welch Überraschung bei dem Titel) und wird mit Gitarrenriffs a la Iced Earth und neumetalligem Sprechgesang verwurschtelt, was sich im Ergebnis zwar etwas chaotisch, aber doch ausgefallen kultig anhört. "Neckbreaker" ist eines der interessantesten Stücke auf der CD. Klingt nach sehr psychedelischem New Metal. An diesem Stück scheiden sich die Geister. Einige werden es mögen (so wie ich), andere werden es aus Prinzip hassen, weil eigentlich nichts mehr mit Metal zu tun hat. "Meaning Of Life" dagegen ist wieder ein klassischer Progrocker mit einem netten, eingängigen Chorus, ebenso wie das etwas komplexere "The Rainbow & The Coast". Mit "Once" folgt ein leicht alternativer Rocker. Doch richtig im Ohr bleiben will keines dieser sechs Stücke. "Time" ist dann an Stelle sieben so etwas wie die Kehrwende diese Albums. Hier passt endlich mal was zusammen. Der Gesang, die Dream Theater-ähnlichen Arrangements und vor allem hat ein Track endlich mal eine gesunde Portion Härte. "Black Hole" ist eine natürlich klingende und ansprechende Pfadfinder-Lagerfeuer-Ballade. Der letzte Track - ein Sechsteiler - nennt sich "Apokalypsis" und ist mit über 21 Minuten das Herzstück der CD. Diese 21 Minuten zeigen das Potenzial der Band auf: Die Fähigkeit auch härte Songs zu schreiben ("Doomsday"), Keyboards gezielt einzusetzen (wie in "Openening the 7th Seal") und das große musikalische Spektrum und dem damit verbundenen Mut zu komplexeren Arrangements ("The New Jerusalem").
Musikalisch zumindest in der zweiten Halbzeit eine überdurchschnittlich gute Scheibe. Die große Schwäche - und daran muß gearbeitet werden - ist mal wieder der Gesang ("Doomsday" hätte das Album Highlight werden können - aber nicht mit solch einem Gejodel). Wenn die fünf den Gesang weiter verbessern, eine bessere Produktion zu Grunde legen und qualitativ ähnliche Tracks wie in der letzten Hälfte schreiben, dann gibt´s das nächste Mal einiges mehr als 5 Pünktchen.
Tracklist :
1. Enfants du ciel
2. Star Wars
3. Neckbreaker
4. Meaning of life
5. The rainbow & the coast
6. Once
7. Time
8. Black hole
9. Apokalypsis
9.1. Exordium
9.2. Openning The 7Th Seal
9.3. Doomsday
9.4. White Throne
9.5. The New Jerusalem
9.6. Epilogus
André Dückers – Drums
Heino Tiskens – Keys
Jörg Simonett – Vocals
Aläde Vitt – Bass
Christoph Heussen – Guitars
5.0 Punkte von LEX (am 10.10.2001)
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musikalischer Background des Verfassers True-und Power-Metal, Viking/Pagan/Folk-Metal, Osteuropa und Exoten in jeglicher Form, Genreübergreifendes, auch mal Thrash oder Death und Black in melodischer Ausprägung sowie ein wenig Gothic und Punk.
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