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 Cans (Schweden) "Beyond the gates" CD

Cans - Beyond the gates CD  


Label: Noise Records  (6 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2004   (795 verwandte Reviews)
Spieldauer: 51:25
Musikstil: Heavy/Power Metal   (1874 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: atmosphärischer Power Metal
Homepage: http://www.joacimcans.com/
Weitere Links: http://www.noiserecords.com


Weitere Infos zu Cans:
REVIEWS:
Cans Beyond The Gates
Mehr über Cans in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Ist es wirklich schon sieben Jahre her, dass Hammerfall den True Metal Meilenstein „Glory to the brave“ in den Kasten gekloppt haben? Ich weiß es noch wie heute. Ein paar schüchterne Schweden betreten die Metal Welt aus dem Nichts mit einem Hammeralbum. Leicht belächelt wegen ihres Gehabes und ein paar mieser Auftritte tat ich die Band bald mit einem Schulterzucken ab. Besonders ein absolut lächerlicher Gig beim Dynamo, bei dem ein gewisser Joacim Cans kaum einen Ton traf (Viva Videobeleg in meiner Sammlung), rückte die junge Band in ein eher schlechtes Licht und machte mich glauben, dass sie ohne die Hilfe von In Flames niemals so weit gekommen wären. Doch man wurde sie nicht los. Und irgendwann entdeckte ich regelmäßig gute Alben, einen enormen Enthusiasmus und absolut ehrliche Hingabe an den Heavy Metal bei den Schweden. Seitdem bin ich ich treuer Hammerfall Fan.
Mit der Band ist auch Sänger Joacim gewachsen. Heutzutage überzeugt er als souveräner Frontmann, der sein Publikum stets im Griff hat. Und stimmlich konnte er sich enorm verbessern. Er ist ja beileibe nicht der erste Metal Shouter, der am Anfang seiner Karriere auf etwas wackeligen Knien stand. Diese Zeiten sind vorbei. Heute kann Cans mit breiter Brust und einem klasse Solo Album im Rücken Fans und Presse beeindrucken.
Das Bandinfo beschreibt die Entstehungsgeschichte von „Beyond the gates“. Cans schrieb einige seiner eigenen Helden an und bat sie, Riffs an ihn zu adressieren. Jeff Waters, Mat Sinner, David Chastain, Ronny Milianowicz, Corbin King und Metal Mike Chlasciak hörten seinen Ruf. Die Fragmente sollten düster, leicht progressiv und dennoch melodisch sein. Joacim selbst sortierte alles aus, was ihm zu geradlinig, zu happy oder zu sehr nach Hammerfall klang, Zusammen mit eben Mat Sinner (Primal Fear, b), dem überragenden Mark Zonder (Fates Warning, d), Stefan Elmgren (Hammerfall, g) und Metal Mike Chlasciak (Halford, g) fügte er den goldenen Rest zu einem Ganzen zusammen. Das Ergebnis ist ein Album, dass auf jeden Fall viel mehr wert ist als das halbgare Warlord Comeback, bei dem der Schwede ja am Mikro stand und Mark bekanntlich das Schlagzeug bediente. Jenes Teil ist meiner Meinung nach nämlich bis auf „Battle of the living dead“ reichlich überflüssig.
Ganz anders „Beyond the gates“. Die fünf Musiker gehen überall dort, wo Hammerfall den Schranken des True Metal unterworfen sind, einen Schritt weiter. Nicht falsch verstehen. Ich selbst fühle mich innerhalb dieser Schranken äußerst wohl. Aber da regieren eben Hammerfall. Cans muss unbedingt ausbrechen. Ihm gelingt das durch die Kreation einer deutlich dunkleren Atmosphäre. Zudem legt er in Sachen Härte einen drauf. Und besonders die Prog Elemente machen den Unterschied zur Hauptband aus, auch wenn man sie zwischen den Songs nur mit viel Aufmerksamkeit findet. Die Soli enthalten jedoch schon ein paar Töne mehr als bei Hammerfall. Einige sehr vertrakte Rhythmen hätten bei den Schweden nichts verloren. Und die Riffs auf „Beyond the gates“ machen den einen oder anderen Schnörkel mehr als bei dem ebenfalls königlichen „Crimson Thunder“.
Sehr düster und dennoch mit viel Wucht geht es los. Horrorfilmwürdige Keyboard Sounds untermalen geschickt ein arschtretendes Riff. „Fields of yesterday“ ist sicher ein Song, den Joacim Cans niemals mit Hammerfall aufgenommen hätte. Gleiches gilt für das mächtig böse „Back to hell“, bei dem es fast schon Thrash mäßig auf die Fresse gibt. Klasse Songs auf jeden Fall.
Zur Höchstnoten möchte ich dennoch nicht greifen. Wie jedem Album dieser Art fehlt „Beyond the gates“ einfach die Seele, die nur ein Album haben kann, an dem eine gewachsene Band mit allem Herzblut gearbeitet hat. Zudem gibt es ein paar Lückenbüßer. „Soul collector“ wirkt etwas unmotiviert. „Red light“ und „Dreams“ sind mir einfach zu soft geraten. Hier hat Monsieur Cans wohl beim Sortieren geschlafen. Und die Ballade „Forever ends“ kann sich einfach nicht mit den Hammerfall Evergreens messen.
Dennoch enthält „Beyond the gates“ ein paar absolute Perlen, die in keiner Power Metal Sammlung fehlen dürfen. Der geile Opener kann den Hörer von Beginn an für die Scheibe begeistern. Der Titelsong ist eine gut durchkomponierte Halbballade, bei der eingängige Gesangslinien auf ausgefeilte Instrumentalparts treffen. Hier können alle Akteure zeigen, was sie drauf haben. „Signs“ macht auch noch mal so richtig Kawumm und ordentlich Spaß.
Meine Lieblinge auf diesem Album sind das sehr getragene und enorm atmosphärisch monumentale „The key“ sowie das rhythmisch beeindruckende „Silent cries“. Geiles Drumming in diesem Song. Mark Zonder ist für mich der eigentliche Held auf „Beyond the gates“. Aber was soll’s, hier leistet jeder einen guten Job. Auch Mixer und Masterer Charlie Bauernfeind, der mal wieder eine meisterliche Arbeit hingelegt hat. Bei der Produktion wurde er von Joacim und Stefan unterstützt.
Mit den erwähnten Kritikpunkten ist „Beyond the gates“ ein sehr gutes Power Metal Album geworden. Für Hammerfall Fans ist es sowieso ein Pflichtkauf. Reine True Metaller tun sich wegen der dunklen Atmosphäre und den allerdings kaum merklichen Prog Anleihen vielleicht etwas schwer. Power und US Metaller der alten Schule können bedenkenlos zugreifen.
Vor dem Hintergrund dieses Albums erklärt sich natürlich leicht, wie es das sehr gelungene Cover "Angel of mercy" von Chastain's " Ruler Of The Wasteland" auf "Crimson Thunder" geschafft hat. Dieser Song hätte sich auch sehr gut auf "Beyond the gates" gemacht.
 
9.0 Punkte von Christian (am 29.03.2004)
 
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Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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[ Seit dem 29.03.04 wurde der Artikel 5994 mal gelesen ]
 
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