Stuttgarts Might Of Lilith legen endlich ihre selbstproduzierte und äußerst gelungen aufgemachte Mini-CD vor! „Dawn Of The End“ hat das Sextett seinen Fünftracker getauft und sich wahrlich nicht lumpen lassen: Mehrseitiges Booklet, stimmiges Cover und eine mehr als amtliche Produktion aus den Klangschmiede Studios des werten Herrn Stock lassen auf jede Menge Enthusiasmus und hohe Ziele schließen, die von der Musik ebenfalls gut reflektiert werden: Opulenter, melodischer Black Metal erwartet den geneigten Hörer dunkler Klänge auf den nächsten knapp 25 Minuten, umgarnt – und nicht überlagert! – von allerlei Keyboardflächen, Pianomelodien und hübsch düsteren Tastenspielereien. Auch wenn die Süddeutschen gerne aufs Gaspedal treten, verraten die hier präsenten Songs, dass es Might Of Lilith nicht eilig haben, zum Ziel zu kommen: Geknüppelt wird nur, wenn es nötig ist, dafür dann mit umso mehr Biss und Härte. Ansonsten sind die Stücke eher zwischen flottem Uptempo und getragenem, der Stimmung angemessen mystischem Flair angesiedelt, vorgetragen von einem wahlweise heiser krächzenden oder guttural gurgelnden Sänger. Natürlich darf man von Might Of Lilith mit ihrem ersten Werk weder eine Offenbarung sinfonischer Black Metal-Klangkunst, noch ein absolut unverzichtbares Produkt dieses Genres erwarten, jedoch ist „Dawn Of The End“ - abgesehen vom ausgereizten Titel - für eine erste Fingerübung um einiges besser geworden, als manch ein Album alteingesessener Kollegen. Abwechslungsreiche Stücke, die – und das ist sehr wichtig – nicht auf Anhieb wie von einer eine bekannteren Band abgekupfert klingen, jede Menge Spielfreude und Enthusiasmus sowie eine Liebe zum Detail und der erstklassige Sound machen „Dawn Of The End“ zu einer empfehlenswerten Unterstützung des heimischen Undergrounds, zumal die Mini-CD mit gerade einmal 5 Euro zu Buche schlägt. Eine für eine Eigenproduktion rundum gelungene Sache, weshalb es mich nicht wundern würde, kämen die Stuttgarter schon bald zur Unterzeichnung eines Plattenvertrags.
7.5 Punkte von Björn Springorum (am 30.01.2006)
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musikalischer Background des Verfassers Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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