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 Queensryche (USA) "Operation Mindcrime II" CD

Queensryche - Operation Mindcrime II CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Überdurchschnitlich
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung mit Abstrichen


Label: Warner Music  (36 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 31.3.2006   (1295 verwandte Reviews)
Spieldauer: 59:08
Musikstil: Heavy/Power Metal   (1874 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: progressiver US Metal
Homepage: http://www.queensryche.com
 Leserwertung
7 von 10 Punkten
bei 1 Stimme
 

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Weitere Infos zu Queensryche:
REVIEWS:
Queensryche Operation Mindcrime Ii
Queensryche Operation Mindcrime
Queensryche Operation: Mindcrime Deluxe Edition
Queensryche Empire (20th Anniversary Edition)
Queensryche Queensryche
INTERVIEWS:
Queensryche - American Soldiers
LIVE-BERICHTE:
Queensryche vom 26.06.2009
Mehr über Queensryche in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Zehn Alben durfte ich seinerzeit in meine Metalglory Alltime Klassix Liste aufnehmen. Aus der Vielzahl von Göttergaben, die meine Sammlung bevölkern, durfte ich nur verdammte zehn Stück auswählen, um der Metal Welt kund zu tun, dass dies meine absoluten Favoriten sind. Das war eine fast unlösbare Aufgabe, an der jeder normale Metal Fan nahezu zerbrechen würde. Und so erging es mir auch, als ich die Liste zusammenstellte. Unter Schweiß und Tränen habe ich es getan. Und eines dieser zehn Alben ist Queensryche’s „Operation Mindcrime“. Ich habe dieses Werk in meine Klassix genommen und es damit über Meisterepen wie „Gutter ballet“, „Kill 'em all“, „South of heaven“ oder „The number of the beast“ gestellt. Und dazu stehe ich heute noch. „Operation Mindcrime“ ist ein perfektes Album. Für mich stellt dieses superbe Langeisen die absolute Referenz in Sachen Konzeptarbeiten dar. Es gibt kein anderes Konzeptalbum, bei dem jeder Song auch für sich ein einzigartiges Meisterstück ist und das insgesamt eine Story derart intensiv erzählt, dass man für die Dauer der Spielzeit einfach alles um sich herum vergessen kann. „Operation Mindcrime“ gehört zu den zehn Alben, die ich aus einem brennenden Haus retten würde, während meine restliche Sammlung so langsam vor sich hin kohlt. Metal Fans aus mehreren Generationen haben diesem Album gehuldigt. Und nach den ersten drei Durchläufen seines Nachfolgers kann ich einfach nur eins von mir geben: Teil 2 ist unter der Vorgabe des Titels nicht nur eine einzige Enttäuschung. Diese CD „Operation Mindcrime II“ zu nennen ist eine Beleidigung der Geschichte unserer Musik. Abgesehen vom Konzept hat Teil 2 über weite Strecken nichts, aber auch gar nichts mit Teil 1 zu tun. Ok, werdet ihr sagen. Das war bei Helloween und ihrem Keeper III Ausflug ganz genau so. Und denen habe ich ordentlich Punkte in den Arsch geschoben. Wo liegt hier der Unterschied? „Keeper III“ ist ein hammergutes Album mit einer Unmenge großartiger Songs, die ich auf „Mindcrime II“ mit der Lupe suchen muss. Aber hören wir einfach mal genauer rein.

Das Intro finde ich geil. Als ich diese Soundkollage das erste Mal hörte, habe ich mich gefragt, was alle Leute eigentlich zu meckern haben. Nach diesem furiosen Auftakt kann es eigentlich doch gar nicht mehr so schlimm werden. Aber weit gefehlt: Der eigentliche Opener „I’m American“ ist eine einzige Katastrophe. Was wollen uns Queensryche mit diesem Song mitteilen? Dass man anspruchsvollen Punk Rock mit Iron Maiden Refrains spielen kann? Nee, interessiert nicht. Und muss man wirklich schon im ersten Song einen Effekt auf den Gesang legen? Kann man nicht einfach mal traditionell einsteigen, wie es jeder erwarten würde, der ein Album namens „Operation Mindcrime II“ kauft? Für Experimente ist in den Folgesongs doch sicher noch genug Zeit. Der Schicki Micki Rocker „One foot in hell“ ist auch eher was für Clubs mit rosa und türkisem Neonlicht. So langsam frage ich mich dann auch, welcher Depp den Sound verbrochen hat. Die Snare klingt wirklich fürchterlich. Und die Gitarren können sich nicht durchsetzen. Der Produzent Jason Slater muss Bass Fan sein, denn der Tieftöner tänzelt stets selbstbewusst durch die Scheinwerfer. Von daher müsste mir der Sound eigentlich gefallen. Tut er leider nicht. Da knallt nix, nur Bass ist eben zu wenig. Aber zurück zu den Songs. Da sehe ich nämlich Licht am dunklen Horizont. „Hostage“ ist ein absolut amtlicher Oberhammer. Allein für dieses Stück könnte ich vor Queensryche auf die Knie fallen. So, genau so will ich diese Band haben. Klasse Gesangslinien, die den Hörer nicht mehr loslassen. Ein unglaubliches Songwriting, fette Riffs, dichte Atmosphäre – na bitte, meine Herren, es geht doch! Ohne Frage das beste Stück Musik, das ich in den letzten zwölf Wochen gehört habe. Yeah! Aber warum zur Hölle konnte nicht das ganze Album so werden? 1988 hatten die Jungs es drauf, eine ganze Platte in dieser Qualität zu machen. Alles klar, meine Laune hat sich gebessert, also hören wir mal weiter. „The hands“ weiß durchaus zu gefallen. Wirklich nicht schlecht. Wenn man noch ein oder zwei Mal auf „skip back“ drückt, macht auch dieser Song richtig Spaß. Ich würde ihm durchaus einen Platz auf Teil 1 einräumen. Natürlich mal abgesehen vom dürftigen Sound. Wo Licht ist, gibt es bekanntlich auch Schatten. Mit dem zusammengeklauten „Speed of light“ kann man wirklich nicht punkten. Bei „Signs say go“ zeigt Geoff Tate eine herausragende Gesangsleistung, der Song an sich kann jedoch nicht überzeugen. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass Chris De Garmo an allen Ecken und Enden fehlt. Am Solo von „Signs say go“ gibt es beispielsweise spieltechnisch nichts zu meckern. Es fehlt nur jeglicher Charakter in den Tönen. Nimm einer Band den Kopf, und sie verliert ihre Identität. Nimm ihr das Herz, und sie verliert ihr Leben. Das nervige Riffing von „Re-Arrange you“ kann sich die Formation aus Seattle jedenfalls da hin stecken, wo die Sonne niemals scheint. Und dann kommt es endlich: Das Duett von Geoff Tate und Ronnie James Dio ("The chase"). Ich bin einfach sprachlos. Zwei der größten Sänger aller Zeiten in einem Song... wen interessiert es da, dass dieser belanglos ist? Ich erlebe ein weiteres Mal, dass Ausnahmekönner an den Stimmbändern selbst ein ödes Stück Musik in ein Juwel verwandeln können. Allein dieser Song ist den Kauf der CD wert. Es ist unglaublich, wie gut Geoff und Ronnie harmonieren und mit einer schier unbegreiflichen Dynamik agieren. Jeder Sänger dieses Erdballs sollte sich hier mal reinhören und vor Ehrfurcht erstarren (ausgenommen Eric Adams selbstverständlich). Doch schauen wir weiter: „Murderer“ ist ein anständiges Stück Prog Metal, das dem Anspruch des Albumtitels durchaus gerecht wird. Nach einem kurzen Filler („Circles“) folgt eine weitere Glanztat. Ich denke nicht, dass es heutzutage viele Bands gibt, die Musik derartig in eine emotionale Achterbahn verwandeln können, wie es Queensryche bei „If I could change it all“ tun. Um eins klar zu stellen: Dieser Song ist nicht Metal. Aber so unglaublich guter Rock, dass mir fast der Atem stockt. So langsam würde Stimmung aufkommen, wenn nicht der schwache Sound wäre. „An intentional confrontation“ kann sich auf jeden Fall auch hören lassen. „A junkies blues“ bringt lediglich die Story voran und ist zudem auch schon mal irgendwo anders gehört worden. „Fear city slide“ geht einem dann noch mal richtig auf die Eier. Der Refrain tut wirklich weh. Die Gesangslinien sind langweilig und die Gitarren zerren an den Nerven. Bleibt uns der Rausschmeißer „All the promises“, Der ist einfach zu durchdacht, um wirklich zu packen. Wobei Pamela Moore hier wirklich grandios singt. Eigentlich ein schöner Abschluss.

Scheiße! Ich hab mir vorab im Grunde vorgenommen, dieses Album entweder in den siebten Himmel zu loben oder zu zerreißen. Wenn ich die bisherigen Zeilen mal so quer lese, habe ich ganz schön viel gemeckert, aber auch ein paar Noten gefunden, die mich in allergrößte Verzückung gebracht haben. Und was will man eigentlich mehr? Wir haben hier folgende Hammer am Start: „Hostage“, „The hands“, „The chase“ und mit Abstrichen „All the promises“. Das sind vier Songs, ohne die ich nicht weiterleben wollen würde. Ist das genug, um euch die CD zum Kauf zu empfehlen? Ich denke schon. Mit folgendem „Aber“: Vier Glanzstücke sind für eine Scheibe mit dem Titel „Operation Mindcrime II“ zu wenig. Und ich schlage noch einmal die Brücke zum Eingangsgesülze: Als zweiter Teil von „Operation Mindcrime“ darf dieses Album einfach nicht durchgehen. Und dennoch sind Queensryche back. Zumindest phasenweise. Aber in einer Zeit, wo tausend hungriger Newcomer am Start sind, ist „phasenweise“ einfach zu selten. Doch was soll’s. Ich werde auf jeden Fall dabei sein, wenn Tei 1 und 2 in Deutschland live gezeigt werden. Und ich werde mir die in diesem Absatz erwähnten Songs sicher noch ein oder zwei Mal anhören. Allein in meinem stillen Kämmerlein. Weil es außer uns altem Queensryche Maniacs kaum jemand anderen interessieren wird.
 
6.0 Punkte von Christian (am 31.03.2006)
 
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[ Seit dem 31.03.06 wurde der Artikel 6594 mal gelesen ]
 
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